Hier der FAZ-Artikel von gestern online:

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/spendenwunder-wikipedia-warum-das-online-lexikon-so-erfolgreich-geld-einwirbt-13333301.html

Am 21. Dezember 2014 um 12:59 schrieb Till Mletzko <
[email protected]>:

> Hi Michael,
>
> sehr gerne. Wir waren bereits in der Vergangenheit auf zwei Wikicons.
> 2011 war Tobias in Nürnberg und hat eine Session angeboten, 2012 waren
> Tobias und ich in Dornbirn und haben Interviews für die persönlichen
> Aufrufe gemacht. Gerne kommen wir 2015 wieder - in welcher Form auch
> immer. An dieser Stelle möchte ich wieder auf diese Seite verweisen
> https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia_Diskussion:Fundraiser_2014, auf
> der wir auch jetzt schon nachhaltig miteinander diskutieren können;
> hoffentlich konstruktiver als der derzeit alleinige Eintrag.
>
> @Martin: Eine Sache möchte ich noch klarstellen, da ich weiß wie sich
> Vermutungen im kollektiven Gedächtnis zu Fakten wandeln und
> manifestieren können. Als ich gesagt habe "Mir selber haben die
> persönlichen Aufrufe während der Kampagne 2012
> (
> https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Fundraiser_2012/Pers%C3%B6nliche_Aufrufe
> )
> unglaublich gut gefallen und auch sehr viel Spass gemacht. Aber der
> kondensierte zahlenorientierte Faktentext funktioniert einfach um Längen
> besser, d.h. er spricht mehr Menschen an." wollte ich bei dir und keinem
> anderem Lesenden diesen Eindruck " Und ich finde es schon etwas seltsam,
> wenn Till die 2012 Kampagne, bei der weit über 5 Mio- Euro eingenommen
> wurden, plötzlich als Misserfolg empfindet?!"  hinterlassen. Oder bezog
> sich dein diesbzgl. Missmut auf eine andere Äußerung? Vielleicht hast du
> meine Worte einfach nur missverstanden?
>
> Um es klar festzuhalten: Jedes Jahr stellt das Spendenziel eine
> unglaublich hohe Herausforderung dar. Jedes Jahr müssen Tobias und ich
> schlucken, wenn wir ausrechnen, wieviele Gelder wir pro Tag einnehmen
> müssen, damit wir das Ziel erreichen. Glaub mir, dass wir jedes Jahr
> nach Erreichen des Ziels die Kampagne bisher *immer* als riesigen Erfolg
> gefeiert haben. Zudem käme ich niemals auf die Idee, eine Kampagne, in
> der sich zigtausende Menschen für Wikipedia und Freies Wissen finanziell
> engagieren, irgendwie als Misserfolg bezeichnen würde. Das wäre ziemlich
> überheblich. Und noch eine persönliche Anekdote am Rande: Die
> Spendenkampagne 2012 war sogar eine meiner Höhepunkte als Fundraiser bei
> Wikimedia. Wir hatten bis dahin immer das scheinbar unereichbare Ziel
> gehabt, dem omnipräsenten Jimmy-Aufruf mit einem Aufruf von einem
> hiesigen Wikipedianer/Wikimedianer/Spender zu ersetzen. Mit dem Aufruf
> von Peter Cüppers hatten wir das damals endlich geschafft.
>
> Viele Grüße und einen angenehmen Sonntag.
> Till
>
>
> Am 20.12.2014 um 23:34 schrieb Michael F. Schönitzer:
> > Hi Till & andere,
> >
> > ich fände das Thema wie aufdringlich soll der Banner sein ein Thema, was
> > man ideal auf der Wikicon diskutieren könnte. Da könnte die Leute der
> > Community euch erzählen was ihnen wichtig ist und ihr könnt erklären was
> > laut euren Tests gar nicht geht. Wäre vermutlich zielführender als ein
> > 100-Mail langer Thread auf dieser Liste.
> > Überlegt euch doch, ob ihr nicht für die kommende Wikicon ein
> > Podiumsdiskussion dazu einreicht.
> >
> > Lg,
> >  M
> >
> > Am Freitag, den 19.12.2014, 10:04 +0100 schrieb Till Mletzko:
> >> Hallo allerseits,
> >>
> >> vielen Dank für die aufkommende Diskussion und die inhaltliche Kritik.
> >>
> >> Ich versuche hier auf ein paar Themenbereiche zu antworten, wissend dass
> >> ich nicht alle Fragen beantworten kann. Vorab: Das Timing der Diskussion
> >> ist für mich natürlich denkbar ungünstig. Jedoch ist es natürlich, dass
> >> sie aufgrund der Aktualität jetzt aufgekommen ist. Wenn die Diskussion
> >> jedoch keine saisonale, sondern eine grundsätzliche Diskussion sein
> >> soll, dann wünschte ich mir die Fortführung der Diskussion hier:
> >> https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Fundraiser_2014. Dort können
> wir
> >> gerne alle Fragen thematisieren und auch die Kampagne weiterentwickeln.
> >>
> >> Nun zu einigen Themen:
> >>
> >> Professionalität: Seit März 2010 betreiben wir professionales
> >> Fundraising bzw. gibt es einen hauptamtlichen Fundraiser (mittlerweile
> >> gibt es knapp 2,5 FTE + Werkstudierende). Seit dem sind wir
> >> verantwortlich für die Durchführung der Spendenkampagne und dienen daher
> >> auch als erster Ansprechpartner für euch. Es wundert mich ein wenig,
> >> dass dies anscheinend nicht so klar war. Angesichts der großen Erfolge
> >> der letzten Jahre (erinnert sich noch jemand an die Spenden- und
> >> Mitgliedereinnahmen des Jahres 2009?), kann man uns eine gewisse
> >> Professionalität sicherlich nicht absprechen. Dieser Erfolg beruht
> >> genauso wie bei der WMF zu einem sehr großen Teil auf unsere
> >> systematische Herangehensweise mittels des A/B-Testings.
> >>
> >> Methodik: Seit 2011 testen wir unsere gesamte Unterstützerkommunikation.
> >> Dabei orientieren wir uns an einem sauberen Testing, so dass wir stets
> >> nur ein Element austauschen. Sonst begeben wir uns in das Reich der
> >> Vermutungen, die konzeptionell nur schwer aufnehmbar sind. Mittels
> >> dieser langwierigen und kleinteiligen Herangehensweise haben wir
> >> zusammen mit der WMF, von der wir viele Testergebnisse wiederholen und
> >> auch immer wieder übernehmen, die Spenderkommunikation seit 2011
> >> erheblich weiterentwickelt. Ich erinnere mich gerne an die
> >> Jimmy-Wales-Banner-Zeiten und die diesbezügliche Diskussion. Dass das
> >> Banner so aussieht wie es derzeit aussieht und so kommuniziert wie es
> >> kommuniziert, ist das Ergebnis dieser evidenzbasierten Herangehensweise.
> >> Wenn jemand mal was substantiell neues sehen möchten, kann man gerne mit
> >> uns darüber sprechen. Wir sind stets auf der Suche nach mal was ganz
> >> anderem. Und wenn jemand hierzu Vorschläge hat, immer her damit. Wir
> >> orientieren jedoch stets an der Effektivität der Banner. Das heißt, dass
> >> das Banner die Menschen erreichen und überzeugen muss. Natürlich sind
> >> auch wir immer wieder überrascht, dass bestimmte Ansätze nicht sehr
> >> erfolgreich abschneiden. Thema Mittelverwendung. Wir hatten bereits
> >> Links im Banner auf die Mittelverwendung. Es haben jedoch nur kaum
> >> Menschen darauf geklickt. Ähnliches können wir auch auf der Spendenseite
> >> sehen, auf der nur wenige Klicks auf die Mittelverwendung erfolgen.
> >>
> >> Kommunikation: Dieses Jahr haben wir sehr viel am Bannertext gearbeitet.
> >> Die jetzige Kommunikation ist unsere erfolgreichste bisher. Hier
> >> wiederhole mich gerne: Es gilt dabei die Menschen mit sehr wenig Text
> >> von einer Spende zu überzeugen. Natürlich haben wir aufgrund des
> >> geringen Platzes, der uns zur Verfügung steht, nur sehr wenig Raum.
> >> Deshalb müssen wir Kommunikation kondensieren und die effektivsten Sätze
> >> nehmen. Der Faktentext ist natürlich eine ganz andere Sache als die
> >> persönlichen Aufrufe. Mir selber haben die persönlichen Aufrufe während
> >> der Kampagne 2012
> >> (
> https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Fundraiser_2012/Pers%C3%B6nliche_Aufrufe
> )
> >> unglaublich gut gefallen und auch sehr viel Spass gemacht. Aber der
> >> kondensierte zahlenorientierte Faktentext funktioniert einfach um Längen
> >> besser, d.h. er spricht mehr Menschen an.
> >>
> >> Design: Ja, die Banner sind nicht sehr schön. Aber wir testen auch
> >> Design und all die Hervorhebungen, Farben, Formulare im Banner sind
> >> nicht ohne Grund da. Denn auch diese Konstellation ist Ergebnis der
> >> Tests. Wenn wir jedoch Ästhetik vor Effektivität setzen, gibt es einfach
> >> Folgewirkungen wie z.B. eine längere Kampagne oder geringere Einnahmen.
> >>
> >> Marke: Das ist eine schwierige Diskussion, da diese in der Regel sehr
> >> subjektiv geführt wird. Der anekdotenhafte Verweis auf Fragen in FzW
> >> oder auf Facebook und Twitter ist dabei sicherlich auch nicht sehr
> >> hilfreich. Ich weiß nicht, wie man hierüber am besten diskutieren kann.
> >> Eines können wir jedoch festhalten: Wir überzeugen von Jahr zu Jahr
> >> immer mehr Menschen von einem finanziellen Engagement für Freies Wissen.
> >> Man könnte hier somit auch die Gegenthese aufstellen, dass gerade das
> >> Fundraising an der Verbesserung der Marke gearbeitet hat.
> >>
> >> Ich wurde in meiner Zeit als Fundraiser bei Wikimedia Deutschland sehr
> >> wenig auf die Durchführung und inhaltliche Ausgestaltung der Kampagne
> >> angesprochen. Ich freu mich über jede konstruktive Kritik und auch
> >> Verbesserungsvorschläge. Aber bitte nutzt dafür die Portalseite, damit
> >> hier Ideen gesammelt und strukturiert diskutiert werden können und bitte
> >> habt dafür Verständnis, dass wir auf der Zielgeraden der jetzigen
> >> Kampagne nicht sofort auf Diskussionen eingehen können.
> >>
> >> Viele Grüße
> >> Till
> >>
> >> PS: Die Portalseiten zur Spendenkampagne existieren seit 2010. Dort
> >> veröffentlichen wir stets alle Testergebnisse. Wer sich den Werdegang
> >> der Bannerkommunikation genau ansehen möchte und ausreichend Zeit und
> >> Interesse mitbringt, kann sich hier bedienen.
> >>
> >> Am 19.12.2014 01:08, schrieb Jens Best:
> >>> @Jürgen
> >>>
> >>> Das Präsidium besteht bekannterweise aus ehrenamtlich Aktiven. Diese
> >>> können, selbst wenn sie intensivst versuchen, sich einen Überblick
> über die
> >>> Arbeit in der Geschäftsstelle zu verschaffen, nur bedingt bzw. gar
> nicht *für
> >>> *die tägliche Arbeit in der Geschäftsstelle sprechen. Ich sehe nicht,
> dass
> >>> es unter dem ehemaligen Vorstand eine bessere Informationspolitik
> seitens
> >>> der Geschäftsstelle gab, mir ist auch nicht bekannt, dass der
> >>> Interimsvorstand eine striktere Kommunikationspolitik angeordnet hat.
> >>>
> >>> Wenn es um die Community geht, erinnere ich mich schon an etliche
> >>> Mitarbeiter, die inhaltlich mit der jeweiligen Community kommuniziert
> haben
> >>> zu unterschiedlichsten Themen und Inhalten - in den jeweiligen
> Projekten.
> >>>
> >>> Hier geht es ja jetzt konkreter um Kommunikation mit den
> Vereinsmitgliedern
> >>> (wobei natürlich viele aktive Mitglieder auch in Communities aktiv
> sind).
> >>>
> >>> Wenn man sich anschaut, wie die WMF zu 99% in den Mailinglisten
> >>> kommuniziert, muss man natürlich auch vorsichtig sein, was man sich
> >>> wünscht. Die WMF produziert in den betreffenden Mailinglisten
> hauptsächlich
> >>> nichtssagendes PR-Sprech selbst bei massiven Problemen wie z.B. dem
> Dilemma
> >>> unprofessioneller Spendenarbeit in einigen Ländern, meistens aber
> schweigt
> >>> sie einfach, weil sie halt weiss, dass sie am (vermeintlich) längeren
> Hebel
> >>> sitzt.
> >>>
> >>> Fazit: Auf der Mailingliste des deutschen Vereins wäre es sicherlich
> >>> wünschenswert, wenn die hauptamtlich Aktiven einen aussagekräftigen
> Dialog
> >>> führen würden. Gleiches gilt natürlich auch für das Forum, das
> hoffentlich
> >>> irgendwann mal mit einem professionellen Ansatz aus seinem
> >>> Dornröschenschlaf geweckt wird, denn für viele Informationen ist ein
> Wiki
> >>> halt einfach besser geeignet als eine sich versandende Mailingliste.
> >>> Aber für den Anfang wäre eine regelmässige informative Teilnahme an
> >>> Fragen/Themen auf der Mailingliste ein guter Schritt. Wenn Fragen
> >>> beantwortet werden und Themen eingeordnet bauen sich Vorurteile und
> >>> Bedenken eben viel schneller ab.
> >>>
> >>> J
> >>>
> >>>
> >>>
> >>> Am 19. Dezember 2014 um 00:49 schrieb Juergen Fenn <
> >>> [email protected]>:
> >>>> Am 18. Dezember 2014 um 23:16 schrieb Jens Best <
> [email protected]>:
> >>>>> @Ziko
> >>>>>
> >>>>> Die “ Fundraising-Leuten von WMDE“ können auch hier antworten. Das
> >>>> erspart
> >>>>> dann viele Einzelanfragen an das Team.
> >>>>> Dies ist die offizielle Vereins-Mailingliste, insofern einer der
> >>>> geeigneten
> >>>>> Orte für Mitarbeiter auf Fragen von Vereinsmitgliedern zu antworten.
> >>>> Das führt uns aber zu der Feststellung, daß die öffentliche
> >>>> Kommunikation von WMDE mit der Community im Sinne einer Beteiligung an
> >>>> Debatten seit Pavels Abberufung eingestellt worden ist. Seitdem sind
> >>>> nur noch Mitglieder des Präsidiums öffentlich aufgetreten. Von
> >>>> Mitarbeitern las man nur noch Ankündigungen, Bestätigungen bei
> >>>> Anmeldungen und dergleichen, aber keine inhaltlichen Stellungnahmen.
> >>>> Beispielsweise weder bei der Einführung von Superprotect (im Gegensatz
> >>>> zu WMAT und WMCH), und auch nicht in der Diskussion um Random House.
> >>>>
> >>>> Gibt es dafür eigentlich einen sachlichen Grund?
> >>>>
> >>>> Auch wenn der andere Teil schweigt: Man kann bekanntlich nicht nicht
> >>>> kommunizieren.
> >>>>
> >>>> Viele Grüße,
> >>>> Jürgen.
>
>
> --
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Till Mletzko
> Teamleiter Fundraising
> -------------------------------------
> Wikimedia Fördergesellschaft
> Tempelhofer Ufer 23-24
> 10963 Berlin
>
> Telefon 030 - 219 158 26 -19
> www.wikimedia.de
>
> Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu der
> Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei!
> http://spenden.wikimedia.de/
>
> Gemeinnützige Wikimedia Fördergesellschaft mbH.
> Eingetragen beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 130183
> B. Als gemeinnützig anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I
> Berlin, Steuernummer 27/603/54814.
>
>
> _______________________________________________
> VereinDE-l mailing list
> [email protected]
> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>
_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[email protected]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l

Antwort per Email an