Bestimmt für einige von euch interessant, besonders wegen der #Easterhegg19 des 
CCC in Wien.

LG



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Betreff:        Das Mitmach-Internet ist in Gefahr!
Datum:  Fri, 26 Apr 2019 09:42:56 +0200
Von:    Iwona von epicenter.works <[email protected]>
Antwort an:     [email protected]
An:     [email protected]




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Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

es ist wieder zwei Wochen her, dass du von uns gehört hast. Wir haben in dieser 
Zeit an sehr vielen Themen parallel gearbeitet, denn die Gesetze im digitalen 
Bereich sprießen wie die Pilze aus dem Boden und wir geben unser Bestes, am 
Ball zu bleiben. Jetzt gerade arbeiten wir an zwei parlamentarischen 
*Stellungnahme zu den beiden Gesetzesentwürfen der Digitalsteuer und des 
digitalen Ausweiszwangs*.

Um unsere Arbeit weiterhin erfolgreich betreiben zu dürfen und gegen 
Überwachung und für deine Privatsphäre und deinen Datenschutz einzustehen, 
brauchen wir jede Form der Unterstützung. *Werde nun Fördermitglied!* 
<https://epicenter.works/unterstuetzung>

Der vorgeschlagene *Ausweiszwang für User von Online-Foren* ist keine Maßnahme 
gegen Hass im Netz 
<https://epicenter.works/content/das-mitmach-internet-in-gefahr-bundesregierung-will-ausweiszwang-im-internet-einfuehren>,
 sondern ein Versuch, den politischen Diskurs unter die "message control" der 
Bundesregierung zu bringen. Durch die enorm hohen Strafen gefährdet das Gesetz 
demokratische Diskussionsräume im Netz, da viele Forenbetreiber angesichts 
dieses Risikos abschalten werden. Gerade Opfer von Hass im Netz werden in ihrer 
Gegenrede eingeschüchtert, da ihre Privatadresse künftig an Dritte 
herausgegeben werden muss. Erwin Ernst Steinhammer und Iwona Laub haben beim 
#Easterhegg19 des CCC in Wien einen Vortrag über den aktuellen Gesetzesentwurf 
gehalten und aufgezeigt, *warum dieses Gesetz eine wirklich schlechte Idee 
ist*. >> Hier <https://media.ccc.de/v/eh19-142-der-klarnamenzombie> kannst du 
den 30-minütigen Talk bequem nachschauen.

Apropos *Easterhegg*: Sehr fleißig vertreten waren unsere Kolleginnen und 
Kollegen dieses Jahr, denn wir haben insgesamt vier Vorträge eingereicht und 
gehalten. >> Hier <https://media.ccc.de/c/eh19> kannst du alle Vorträge 
anschauen, unter anderem den von Thomas Lohninger zum Stand der Netzneutralität 
in Europa 
<https://media.ccc.de/v/eh19-147-wie-frei-ist-unser-internet-netzneutralitt-in-europa-auf-dem-prfstand>
 und Herbert Waloschek und Christof Tschohl darüber, ob Recht der Politik zu 
folgen hat 
<https://media.ccc.de/v/eh19-182--das-recht-hat-der-politik-zu-folgen-und-nicht-die-politik-dem-recht-oder-doch-nicht->.

Unsere Juristin *Angelika Adensamer* hat die Gelegenheit genutzt und beim 
Easterhegg angekündigt, *dass wir gegen die Fluggastdatenspeicherung klagen 
werden*. Diese Form der Überwachung, die weit über eine Vorratsdatenspeicherung 
hinaus geht, beschäftigt uns schon seit längerem und wird eines unserer 
zentralen Themen dieses Jahr. Sieh dir den Vortrag an 
<https://media.ccc.de/v/eh19-144-wir-kippen-die-pnr-richtlinie-> und sei 
gespannt, was da in den nächsten Wochen noch kommt von uns!

Ein Thema, das kurz vor Ostern noch aufgekommen ist und uns momentan ebenfalls 
beschäftigt und interessiert, ist der *Einsatz von Gesichtserkennungssoftware 
zur Verbrechensaufklärung*. Dieses Mittel ist aber weder gelinde noch 
garantiert es, Täter und Täterinnen tatsächlich ausfindig zu machen. Es ist ein 
weiterer Schritt Richtung Totalüberwachung. >> Lies hier den Bericht in der 
Wiener Zeitung nach 
<https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2005574-Das-Ende-der-Anonymitaet.html>.
 *Wir bleiben jedenfalls dran!* Unsere Kollegen vom Forum Informationsfreiheit 
haben zum Ankauf dieser Software durch das BMI eine Anfrage an den Staat 
gestellt: >> Hier 
<https://fragdenstaat.at/anfrage/ankauf-einer-gesichtserkennungs-software-durch-das-bundeskriminalamt/>
 kannst du sie nachlesen.

Zudem haben wir in einem *e**rneuten Appell an Bundesministerin 
Hartinger-Klein* daran erinnert, dass das *Sozialhilfegrundsatz- und 
Sozialhilfestatistikgesetz* unzureichenden Datenschutz bietet und warnen 
gleichzeitig vor dem gläsernen Bürger. Der Entwurf der "Transparenzdatenbank" 
ist ein *Versuch, den Bürger weiter auszuspionieren*, anstatt auf einen 
transparenten Staat zu setzen. Die Zwecke der Verarbeitung von Daten im Gesetz 
gehen weit über die Statistik hinaus und sind nicht zuletzt deshalb abzulehnen. 
>> Wir haben die Aussendung an Journalistinnen und Journalisten auf unserem 
Blog 
<https://epicenter.works/content/sozialhilfe-buergerrechtsorganisationen-warnen-vor-glaesernem-buerger>
 zum Nachlesen online gestellt.

Nächste Woche, am *2. Mai*, findet wieder der *Netzpolitische Abend im Metalab* 
in Wien statt. Diesmal mit der Journalistin Barbara Wimmer, die über Internet 
of Things sprechen wird und Robert Rothmann wird uns etwas über "Ungewollte 
Einwilligung? Die datenschutzrechtliche Willenserklärung im 
Überwachungskapitalismus" erzählen. Wir freuen uns auf dein Kommen. Um *19:30* 
geht's los. >> Infos sind hier <https://epicenter.works/event/1604> zu finden.

Weiters möchten wir noch auf den "*Überwachungsspaziergang*" aufmerksam machen, 
ein sehr spannendes Event für alle an Überwachung Interessierten. Herbert 
Gnauer und Anton Tantner führen durch Wien und zeigen dabei die *Geschichte und 
Gegenwart der Überwachung.* Am *3. Mai, von 17 bis 19 Uhr*. Alle weiteren 
Infos, wie Treffpunkt, findest du in unserem Kalender 
<https://epicenter.works/event/1837>.

Zu guter Letzt möchten wir dich an die *EU-Wahl am 26. Mai* erinnern. Solltest 
du am Tag der Wahl nicht da sein, empfehlen wir dir, jetzt schon die Wahlkarte 
zu bestellen, denn das Innenministerium verschickt seit diesem Jahr *keine 
Erinnerung und Information* *mehr* darüber, wie die Karten zu bestellen sind. 
Hier findest du alle relevanten Infos dazu 
<https://www.oesterreich.gv.at/themen/leben_in_oesterreich/wahlen/3/Seite.320444.html>.

Wir versuchen, möglichst rasch zu informieren:
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Bleib wachsam!

Iwona von epicenter.works

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/epicenter.works ist die führende österreichische NGO für die Stärkung von 
Grund- und Freiheitsrechten im digitalen Zeitalter. Der spendenfinanzierte 
Verein engagiert sich gegen die Ausweitung staatlicher Überwachung, für das 
Grundrecht auf Datenschutz und für ein freies, offenes Internet. Schon in der 
Gründungszeit mobilisierte der Verein (damals noch als AKVorrat – Arbeitskreis 
Vorratsdaten Österreich) über 100.000 Menschen, und erreichte 2014 die 
Aufhebung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung durch den Europäischen 
Gerichtshof. Seitdem ist epicenter.works ein kritischer Begleiter aller 
Vorhaben zur Ausweitung behördlicher Überwachungsbefugnisse. Seine Expertinnen 
und Experten zeigen die Auswirkungen von netzpolitischen Gesetzen auf, und 
erarbeiten konkrete grundrechtskonforme Lösungsansätze.//
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