On 06/03/11 13:52, Kolja Sulimma wrote: > Am besten sollte man sich in so einem Fall an den DFV wenden und der > sollte dann zur Stadt Kontakt aufnehmen und die möglichen Schäden > gehörig aufbauschen.
Das ist eine Art nicht messbarer Schaden. Es ist außerdem schwierig, weil *jeder* so argumentiert um sein Event zu promoten. Robert sagt richtig, dass der DFV bereits Kriterien für die Sportstätten hat. Was man machen kann, ist grundsätzlich einen Vertrag zwischen Ausrichter und DFV zu schliessen, der eine Konventionalstrafe, z. B. € 5.000, vorsieht, wenn die Bedingungen nicht eingehalten werden. Wäre entbehrlich für Hochschulgruppen, weil sich dort das Hallenproblem so nicht stellt. (Ist nicht als Strafe für den Ausrichter gedacht, der DFV kann auf Forderungen verzichten.) Das Prozedere wäre wie folgt: 1. Der Ausrichter schliesst einen Vertrag zur Hallennutzung mit der Stadt. 2. Der DFV schliesst einen Vertrag mit dem Ausrichter. 3. Der Ausrichter leitet eine Kopie des DFV-Vertrags zur Kenntnisnahme an den zuständigen Bearbeiter bei der Stadt (per e-mail, notfalls per Post). Das hätte folgende Vorteile: (a) Der Ausrichter und der DFV präsentieren sich wesentlich professioneller gegenüber der Stadt. (b) Die Stadt wird sich zweimal überlegen, dem Ausrichter eine schlechtere Halle zuzuweisen. --- Grundsätzlich ist zu befürworten, von seiten der Ultimate Sportgruppen professioneller bei der Suche nach Hallenkapazitäten vorzugehen, wenn sich der Sport entwickeln soll. Eine Liste wäre in der Tat hilfreich, in der sich u. a. die Infos zur Vorlaufzeit für die Beantragung und Kosten finden sollten. Der Kostenaspekt ist relevant aber relativierbar. Um das zu verdeutlichen: Ich habe im letzten Jahr systematisch die Augen offengehalten für Möglichkeiten wo man eventuell mit Sponsorengeldern Ultimate in Deutschland fördern könnte. Das Ergebnis war eher mau. Es gab diese Aufrufe, wir brauchen Geld weil unsere Spieler die Fahrt zu weit entfernten Wettkämpfen nicht finanzieren können, oder unser Budget für die Jugendarbeit ist zu klein. Einem guten Sponsor gegenüber zeigt ihr damit nur wie desorganisiert ihr seid, seitens des Sponsors kommen dann gleich schon einmal Fragezeichen auf, ob das Geld dort viel gutes tut. Als erstes braucht es ein tragfähiges Konzept, zum Beispiel die Förderung von Ultimate durch eine U20 Indoor Tour mit beispielsweise neun Turnieren in der Saison. Ein Förderungskonzept könnte dann so aussehen, dass es alle Kosten des Veranstalters übernimmt (auch die Hallenkosten!) plus einem Bonus von z. B. € 500 für die Ausrichter. Klein genug damit niemand es nur des Geldes wegen macht, aber ein Freiraum für Vereine, die knapp bei Kasse sind. Hinzu käme eventuell noch ein Fördermodell für anreisende Teams und Öffentlichkeitsarbeit. Wenn man so etwas hat, ist ein Sponsor leichter zu überzeugen. Ein ähnliches Modell könnte man zugrundelegen, um in Deutschland endlich eine Ultimate Outdoor Tour (wie in GB) zu organisieren, beispielsweise alle zwei Wochen ein Tour Event. DM plus eventuell Reli wie jetzt ist zwar nett, aber weit entfernt von einer Art Ligaspielbetrieb. Die Kosten für einen Sponsor wären kalkulierbar, der Nutzen und Gewinn für alle auch, und der DFV könnte sich insgesamt wesentlich professioneller präsentieren. Der Nutzen für die Spieler wäre, dass ein Impasse wie bei der C-Relegation nicht so leicht passiert _______________________________________________ Wurfpost mailing list [email protected] http://list.uni-koblenz.de/mailman/listinfo/wurfpost
