Für den Nestle-Verwaltungsratsvorsitzenden Peter Brabeck ist Südafrika ein 
Vorbild, wie er im Ö1-Interview erzählt: Dort wird die Mindestmenge an Wasser 
gratis abgegeben, der Rest wird bewirtschaftet, also verkauft.

Ein marktwirtschaftlich kluger Schachzug, um endlich die Wasserreserven in 
Zentraleuropa zu einem echten Markt zu machen: Um Wasserportionen gratis 
abgeben zu können, müssen Trinkwasser und Brauchwasser getrennt werden. 
Produktion und Handel mit Trinkwasserbehältnissen müssen - so nicht bereits 
vorhanden - neu aufgebaut werden. Es ist nicht anzunehmen, dass staatliche 
Gesellschaften das leisten werden. Und ein sicheres Geschäft für jeden 
Wasserproduzenten, wenn das Gemeinwesen die Mindestmenge für jeden gratis 
bereitstellen möchte.
Damit der Finanzminister derartiges finanzieren kann, müsste das Leitungswasser 
extrem verteuert werden. Würde der Kronenzeitung gefallen, weil man das als 
"Besteuerung der Schwimmbäder der Reichen" verkaufen kann. Obwohl - wenn man so 
durch österreichische Voralpentäler fährt, sieht man in fast ausnahmslos jedem 
Garten zumindest einen der aufblasbaren Baumarkt-Pools stehen. Der Schuss 
könnte politisch nach hinten losgehen.
Dennoch: plötzlich werden interessante Konstrukte möglich: Wiener 
Hochquellwasser gratis für alle Österreicher (aber in Flaschen) und 
aufbereitetes Donauwasser ins Leitungssystem (muss zum Klospülen und Duschen 
genug sein, geht doch in anderen Ländern auch). Klingt ökologisch und sinnvoll.

Kann das die wünschenswerte Zukunft sein?
Von Kindheit auf mit dem "System des Wasserkreislaufs" infiltriert bin ich der 
Meinung, dass man Wasser nicht verschwenden kann. Nur ungerecht verteilen. Und 
verseuchen. Und mit großem Gewinn verkaufen. Wenn Wasser das Öl des 
21.Jahrhunderts werden soll, muss man zeitgerecht beginnen, es zu vermarkten. 
Siehe link unten.

    fra

link:
http://oe1.orf.at/inforadio/96165.html

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