* Lutz Donnerhacke:

> Nein. Blog ist - wie Kris richtig erkannt hat - die Neuerfindung aller
> Fehler des Usenet. Blogs sind ein gro�er Stoffwechselendproduktshake. Und
> das nur, weil Usenet nicht bunt ist. Dabei ist genau diese Eigenschaft von
> Usenet der Grund f�r dessen �berleben.

Usenet hat aber auch eine ganze Reihe von Nachteilen:

  - Es gibt derzeit nur ein einziges �ffentliches Archiv.

  - Verweise auf andere Diskussionbeitr�ge funktionieren entweder nur
    eingeschr�nkt oder nicht zuverl�ssig. Das Folgen von Verweisen auf
    andere Artikel kann kaum automatisiert werden und ist manuell
    meist nur schwierig m�glich.

  - I.d.R. gibt es einen Medienbruch beim Zugriff auf alte Artikel.

  - URLs werden meist nicht korrekt dargestellt.

  - F�r andere Unzul�nglichkeiten der Nur-Text-Pr�sentation wurden
    Konventionen entwickelt, um einige Dinge trotzdem ausdr�cken zu
    k�nnen. Das funktioniert nur meistens.

  - Artikel sind auf Abruf nach Themen optimiert. Ein Abruf nach
    Autoren ist nicht vorgesehen.

  - Derjenige, der Usenet-Infrastruktur f�r Endkunden betreibt, mu�
    einen gewissen redaktionellen Aufwand treiben.

  - Das Verteilungsprotokoll hat einige Macken (z.B. keine Trennung
    von Header und Body, so da� u.U. viele unerw�nschte Artikel
    �bertragen werden).

  - Der Konsens zum Abuse-Management ist in den letzten Jahren
    aufgek�ndigt worden.

  - Die Infrastruktur ist gegen�ber bestimmten Angriffen
    (z.B. Kontrollnachrichten) ziemlich anf�llig.

Nat�rlich gibt es auch einige Vorteile:

  - Das Ver�ffentlichen ist spottbillig.

  - F�r Einzelpersonen ist der Lesezugriff einfach m�glich und, bei
    fehlender Zeitabrechnung, auch kosteng�nstig.

  - Auch f�r andere F�lle existieren kosteng�nstige Zugriffsmethoden,
    die aber nicht mehr einfach zu realisiere nsind.

  - Es ist allgemein akzeptiert, �ber die Grenzen des Urheberrechts
    hinaus ohne explizite Zustimmung des Autors Kopien von Artikeln
    anzufertigen.

  - Es im Prinzip m�glich, private Archive zu erstellen.

  - Es gibt Server und Clients, die mit gro�en Artikelvolumina umgehen
    k�nnen.

  - Auch unter gro�er Last bricht das Netz nicht zusammen (vgl. Herbst
    2001).

  - Die verschiedenen Arten von Netzmi�brauch sind mittlerweile recht
    gut verstanden.

(Wahrscheinlich gibt's auch noch weitere Vor- und Nachteile, ich habe
das nur auf die schnelle nebenher gesammelt.)

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Current mail filters: many dial-up/DSL/cable modem hosts, and the
following domains: atlas.cz, bigpond.com, di-ve.com, hotmail.com,
jumpy.it, libero.it, netscape.net, postino.it, simplesnet.pt,
tiscali.co.uk, tiscali.cz, tiscali.it, voila.fr, yahoo.com.

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