Hallo Leute, ich will mal (ebenfalls aus dem Heise-Ticker) das Stichwort DRM aufgreifen. Insgesamt wird diese Betrachtung sicher einfacher, als die der Software-Patente.
DRM ist - grob betrachtet - soetwas wie eine Anwendung von Technologien �hnlich dem Kopierschutz. Nat�rlich k�nnen (um den Bezug zur vorigen Diskussion zu suchen) solche Technologien nicht patentiert werden, denn daf�r m��te man sie ver�ffentlichen (was per se ein Widerspruch w�re). Das eigentliche Urheberrecht ist aber f�r meine Begriffe im wesentlichen ausreichend f�r den Schutz geisten Eigentums im Bereich Software (und auch in diesem Fall). Das eigentliche Problem besteht darin, da� immer wieder technische Umgehungsm�glichkeiten f�r diese Systeme entwickelt werden (so zum Beispiel im prominentesten Fall die Software DeCSS von einem finnischen Teenager, die das Kopieren von gesch�tzten DVD-Filmen erlaubt. Dieses Schutzsystem ist hochkompliziert und hat in der Entwicklung unfassbare Millionen-Betr�ge gekostet.) In den U.S.A. hat sich nun - quasi in Erg�nzung zum bestehenden Copyright-System - ein Gesetzeskomplex namens DMCA etabliert, nachdem diese und �hnliche Software genaugenommen als solche (!) bereits illegal ist. Gegen eine solche Entwicklung habe ich jedoch h�chste Bedenken: Ich will eine bekannte Formulierung dieser Kritik aufgreifen, die da lautet: Software (als Ph�nomen) ist nichts anderes als Information, die einen definierten Autor hat (also nicht "gottgegeben" ist). Damit entspricht sie f�r meine Begriffe dem verfassungsrechtlichen Begriff der Meinungsfreiheit. Denn die Gegenposition ist verfassungsrechtlich kaum zu formulieren: Es geht ja im Grunde darum, da� (leider Realit�t) die Urheberrechte f�r viele B�rger keine wesentliche Rolle spielen und somit technische Einschr�nkungen entwickelt werden, um die wirtschaftliche Verwertbarkeit dieser Urheberrechte sicherzustellen. Dabei wird nat�rlich auf den Nachweis der einzelnen Urheberrechts- Verst��e verzichtet, sondern die technische Realisierung des DRM soll m�gliche Verst��e unmittelbar verhindern. Ob jetzt sozusagen die "Enttarnung" technischer Details innerhalb des DRM bereits verfassungswidrig sein k�nnte, halte ich f�r kaum m�glich. Nachdem ich die grunds�tzlichen Probleme von DRM mal beleuchtet habe, will ich jedoch in keinster Weise in Zweifel ziehen, da� die wirtschaftliche Verwertbarkeit von Urheberrechten (an deren Notwendigkeit ich nicht die geringsten Einw�nde �u�ern m�chte) eine im digitalen Zeitalter unglaublich schwierige Frage ist. Daniel Koerner -- Daniel Koerner Duisburger Str. 57 45479 M�lheim a.d. Ruhr Festnetz: 0208/4396895 Fax: 01805/999986-79432 Email: [EMAIL PROTECTED] Web: www.stw.uni-duisburg.de/~dkoerner/ -- To unsubscribe, e-mail: [EMAIL PROTECTED] For additional commands, e-mail: [EMAIL PROTECTED]
