On Sat, Oct 09, 2004 at 07:56:29PM +0200, Thomas H�hn wrote:
> Florian Laws wrote:
> > Zweifellos ist die Entsprechung eines Literaturverweises im WWW
> > der Hyperlink, aber ich denke, ein Link im WWW geht in seiner Funktion
> > �ber den blo�en Literaturverweis hinaus, eben weil man so sch�n einfach
> > darauf klicken kann, und dann beinahe sofort das referenzierte Dokument
> > angezeigt wird. Im Unterschied zu einem herk�mmlichen Literaturweis,
> > bei dem ich zwar nach dem Lesen den Quelle kenne, aber unter Umst�nden
> > erhebliche Aufw�nde unternehmen muss, um den Quellentext lesen zu
> > k�nnen, z.B. weil dieser in Deutschland nicht erh�ltlich, indiziert,
> > verboten, etc. ist. (wenn der Webserver nicht erreichbar ist, aufgrund
> > von Abschaltung oder Filterung, habe ich nat�rlich im WWW ein �hnliches
> > Problem.)
>
> Interessanter Punkt. Eigentlich finde ich das Argument, Copy-and-Paste
> in die URL-Zeile des Browsers sei ja kein wesentliches Erschwernis
> gegen�ber einem Klick, �berzeugend und auch w�nschenswert. Ja, das ist
> leider wieder ergebnisorientierte Argumentation von meiner Seite. :-/
>
> Und ein wirklich guter Grund, der gegen die von dir oben skizzierte
> Auffassung spricht, f�llt mir nicht ein.
Ich sehe da durchaus einen weiteren prinzipiellen Unterschied:
Da Ziel eines Literaturverweises ist feststehend, d.h., das Buch oder
der Artikel ist erschienen und im Nachhinein nicht �nderbar. Anders bei
Hyperlinks: Diese sind potentiell dynamisch und es gibt f�r den
Verlinkenden keinerlei Gew�hr, da� sein Linkziel so bleibt wie zum
Zeitpunkt des Verlinkens.
W�re der Verlinkende also haftbar f�r seine Links, m��te er
konsequenterweise seine Links (in welcher Tiefe?) periodisch (was soll
da angemessen sein?) inhaltlich pr�fen.
Rainer
--
Avantgardisten sind Leute, die nicht genau wissen, wo sie hinwollen,
aber als erste da sind.
(Romain Gary)
--
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