On Thu, Feb 18, 1999 at 05:31:34PM +0100, Herbert Haas wrote: > Marc Haber wrote: > > > On Thu, 18 Feb 1999 03:06:20 +0100, you wrote: > > >Warum nicht? Es wäre zu überlegen, ob du dem DAU überhaupt Linux empfehlen > > >wollen würdest. Aber welche _konkreten_ Vorteile hat eine installation mit > > >SuSE gegenüber Debian? > > > > Bei SuSE muß man sich nicht mit dselect rumprügeln.
apt-get, und später gnome-apt und tty frontend. > Marcus> Warum erwarten die Leute, daß sie ein HiTech Gerät wie einen > Marcus> Computer bedienen können sollen ohne ein Wort dokumentation zu > Marcus> lesen? Auf "cookie cutter approaches" sollten wir unbedingt > Marcus> verzichten. Denn Yast läßt den Benutzer im Dunkeln über > Marcus> die Art und Weise, wie ein Problem gelöst wird. > > Auch ein Handy oder ein Fernseher ist HiTech Gerät, aber wer will dazu schon > soo > viel Doku lesen, wie für Debian-Linux notwendig wäre? *räusper* Ich denke, die erhebliche Spezialisierung eines Handys bzw Fernsehers steht der Flexibilität eines Debian Systems gegenüber. Dieser krasse Gegensatz allein rechtfertigt den Unterschied im Dokumentationsumfang. > Dort draußen sind Millionen potentielle Debian User, die entweder von Linux > noch > nichts gehört haben oder einfach was anderes vorhaben als Computerexperten zu > werden und mit der Installation ihre Zeit zu vertrödeln. Ich denke nicht, daß diese Zielgruppe potentielle Debian User sind. > Die Leute wollen ANWENDUNGEN sehen. > Office, Internet, Grafik, Spiele! www.microsoft.com Oder: Lieber einen glücklichen Windows User als einen unglücklichen Linux User. Es gehört zu Linux und Freier Software im Allgemeinen daß man gefälligst von seinem Hosenboden kommt und die passive "Klick auf OK um zu bestätigen" Mentalität verläßt. Ich war zutiefst erschrocken als ich neulich Windows98 installiert habe (nicht bei mir, woanders). Zwei Stunden habe ich neben den Rechner gesessen und nur ab und zu mal auf einen Knopf gedrückt. Das ist schlimmer als Fernsehen, denn beim Fernsehen bekommt man noch einen gewissen Informationsgehalt. Die aktive Beteiligung und Auseinandersetzung mit den Konzepten des Systems halte ich für einen wichtigen Bestandteil der Emanzipation des Users von propreitärer Software. Wem dies zu anspruchsvoll ist, dem bleiben immer noch spezialisierte und (in Grenzen) einfacher zu bedienende Umgebungen wie Windows. Es ist eine Sache, die Installation zu vereinfachen und Fehlerquellen auszuschliessen, eine andere aber, den User gekonnt in Abhängigkeiten sitzen zu lassen. > SuSE: > Die Dokumentation für Neulinge ist vorbildlich und Yast ist sehr intuitiv zu > bedienen. Für deutschsprachige Benutzer ist alles perfekt eingestellt. Wunderbar. Ich gratuliere SuSE zu diesem Erfolg. Über die Nachteile habeichmich anderswo schon ausgelassen. (was ist, wenn ich spanischer Benutzer bin? Brauchen wir für jedes Land eine eigene Distribution?) > Debian muß punkto Installationsfreundlickeit noch einiges zulegen, wenn ein > größerer "Kunden"stamm erreicht werden soll. Das kann nicht das Ziel von Debian sein. Übrigens, die Anzahl der Debian User und Entwickler _steigt_ ständig. Nicht im selben Maße wie die von RH vielleicht, aber warum soll das was schlechtes sein? > Marcus> Übrigens, von wegen DAU freundlichkeit. In SUSE passiert nichts, > Marcus> wenn ich auf die vielen Buttons im X Window drücke, weil die > Marcus> entsprechenden Pakete nicht installiert sind. Unter Debian kann dies > Marcus> wegen dem Menu system nicht passieren. Nur so als Beispiel. > > Stimmt nicht! Wenn Du mit dem Yast Pakete installierst wird automatisch > SuSEconfig (oder wie das heißt) aufgerufen, was die Menüs sämtlich > installierter > Windowmangers updated. Vielleicht habe ich da eine ältere Version kennengelernt. Ich laß mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber damit ist die Sache nicht erledigt. Es gibt viele andere Unstimmigkeiten im SuSE System. (Aber das soll hier nicht zum wir-haun-drauf-auf-SuSE ausarten). > Am besten wäre es, wenn einem DAU ein eigenes Installationstool geboten wird, > bei dem er sich durch einfache Fragen durchklickt. Soll er halt einen > Standardkernel > bekommen und keine perfekte Partitionierung! Mit dem Hinweis, daß alles noch > besser ginge > könnte das Installationstool in eine Umgebung entlassen, die immer noch bei > weitem besser als Fenster98 ist. Vielleicht solltest Du mal einen Blick auf SEUL (Simple End User Linux) werfen, welches IIRC auf Debian basiert und bestimmt Hilfe gebrauchen kann... > Zeit wirds, daß GNOME perfektioniert wird... Dann mal ran an die Tassen. <sarkasmus>Allerdings: Gnome hat auch schon wieder eigene konzeptionelle Ansprüche. Ich glaube, ein DAU wird mit KDE zufriedener sein, da wackeln wenigstens die Titelleisten hin und her.</sarkasmus> Marcus -- `Rhubarb is no Egyptian god.' Debian http://www.debian.org finger brinkmd@ Marcus Brinkmann GNU http://www.gnu.org master.debian.org [EMAIL PROTECTED] for public PGP Key http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Marcus.Brinkmann/ PGP Key ID 36E7CD09 ------------------------------------------------ Um sich aus der Liste auszutragen schicken Sie bitte eine E-Mail an [EMAIL PROTECTED] die im Body "unsubscribe debian-user-de <deine emailadresse>" enthaelt. Bei Problemen bitte eine Mail an: [EMAIL PROTECTED] ------------------------------------------------ Anzahl der eingetragenen Mitglieder: 653

