Marcus Brinkmann wrote: > *räusper* > > Ich denke, die erhebliche Spezialisierung eines Handys bzw Fernsehers steht > der Flexibilität eines Debian Systems gegenüber. Dieser krasse Gegensatz > allein rechtfertigt den Unterschied im Dokumentationsumfang. >
Ich wollte damit nur ausdrücken, daß ein PC für den Durschnittsuser keineallzu komplexen Aufgaben erfüllen soll. Natürlich laufen unter der Oberfläche immer recht komplizierte Vorgänge ab, aber das geschieht auch bei einem Handy. Jedenfalls sollte Linux im allgemeinen benutzerfreundlicher werden. Ich bin auch dafür, daß man bei der Debian-Entwicklung kompromisslos Stabilität und Funktionalität der Einfachheit vorzieht. Es ist besser die Aufgabe von SuSE oder Redhat ein Plug and Play Betriebssystem zu schaffen. > > Dort draußen sind Millionen potentielle Debian User, die entweder von Linux > > noch > > nichts gehört haben oder einfach was anderes vorhaben als Computerexperten > > zu > > werden und mit der Installation ihre Zeit zu vertrödeln. > > Ich denke nicht, daß diese Zielgruppe potentielle Debian User sind. > Ich auch nicht, sorry, obiges Statement sollte besser heißen: ...potentielle LINUX-User.... > > Die Leute wollen ANWENDUNGEN sehen. > > Office, Internet, Grafik, Spiele! > > www.microsoft.com > > Oder: Lieber einen glücklichen Windows User als einen unglücklichen Linux > User. > Warum sollte nicht eine Distribution (SuSE, Redhat) hergehen und _zusätzlich_ ein Linux schaffen,das dem Anwender viel Zeit bei der Installation erspart und schnell Ready-to-Use ist? Auch wenn dann diese Installation nicht perfekt ist, wird der Enduser dennoch ein viel stabileres, schnelleres, leistungsfähigeres System als M$ besitzen und viel Geld gespart haben. Außerdem wäre dies eine wirksame Waffe gegen das Microsoft Monopol. > Es gehört zu Linux und Freier Software im Allgemeinen daß man gefälligst von > seinem Hosenboden kommt und die passive "Klick auf OK um zu bestätigen" > Mentalität verläßt. Ich war zutiefst erschrocken als ich neulich Windows98 > installiert habe (nicht bei mir, woanders). Zwei Stunden habe ich neben den > Rechner gesessen und nur ab und zu mal auf einen Knopf gedrückt. Das ist > schlimmer als Fernsehen, denn beim Fernsehen bekommt man noch einen gewissen > Informationsgehalt. > Trotzdem ist es aber auch genial von Microsoft (man zitiere mich bitte nie mit den letzten dreiWorten, *schauder* !!!!), einer breiten Masse die Computerwelt zu eröffnen, ohne daß diese Technik studiert haben muß. Ziel der Technik muß es doch sein dem Menschen eine Computerumgebung zu bieten, die schnell, zuverlässig und konsistent auf der einen Seite (Linux) und leicht zu installieren auf der anderen Seite (Windows) ist. > Die aktive Beteiligung und Auseinandersetzung mit den Konzepten des Systems > halte ich für einen wichtigen Bestandteil der Emanzipation des Users von > propreitärer Software. Wem dies zu anspruchsvoll ist, dem bleiben immer noch > spezialisierte und (in Grenzen) einfacher zu bedienende Umgebungen wie > Windows. > Ich kenne Leute, die hätten so gerne Linux, trauen sich aber nicht drüber,weil es ihnen zu kompliziert ist. Wenn ein Gnome oder KDE mal keine Wünsche mehr offen läßt, dann bleibt nocht der Horror vor der Installation (uns macht's Spaß, keine Frage:-). Dann gibt es viele, die sich doch drüber trauen und habe mit zB meiner Hilfe ein SuSE-Linux installiert. Das war schon undurchschaubar für sie: Partitionieren. Kernelkomilieren. Aps-filter. XF86Config. Diese Leute verwenden dann monatelang weiterhin Windows, und lassen ihr installiertes Linux ruhen. Das Login und das Korrekte herunterfahren des Systems haben sie mittlerweile längst vergessen. Warum? Weil sie keine "Zeit" für Linux hattten. Und zuviel Angst es könnte bei unsachgemäße Behandlung was ruiniert werden, was ich ihnen in stundenlanger Arbeit konfiguriert hatte. > Es ist eine Sache, die Installation zu vereinfachen und Fehlerquellen > auszuschliessen, eine andere aber, den User gekonnt in Abhängigkeiten sitzen > zu > lassen. Wenn eine kommerzielle Linux-Distribution einmal Plug and Play Komfort bietenkann (einige sind auf dem besten Wege) dann werden auch diese wahrscheinlich immer versuchen eine gewisse Abhängigkeit künstlich herzustellen. Andererseits gibt es ja genug Bemühungen seitens der Linux-Gemeinschaft, daß alle Distributionen ein einheitlicheres Linux schaffen. SuSE ist heute viel offener als früher (zB rpm-Verwaltung). > > SuSE: > > Die Dokumentation für Neulinge ist vorbildlich und Yast ist sehr intuitiv zu > > bedienen. Für deutschsprachige Benutzer ist alles perfekt eingestellt. > > Wunderbar. Ich gratuliere SuSE zu diesem Erfolg. Über die Nachteile > habeichmich anderswo schon ausgelassen. (was ist, wenn ich spanischer > Benutzer bin? Brauchen wir für jedes Land eine eigene Distribution?) > Microsoft tut es. Eine kommerzielle Distribution sollte das auch tun.Debian nicht. Da bin ich mittlerweile Deiner Meinung. > -- > `Rhubarb is no Egyptian god.' Nun wage ich es: Was bedeutet das? mit besten Grüßen Herbert ------------------------------------------------ Um sich aus der Liste auszutragen schicken Sie bitte eine E-Mail an [EMAIL PROTECTED] die im Body "unsubscribe debian-user-de <deine emailadresse>" enthaelt. 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