Andreas Pakulat <[EMAIL PROTECTED]> writes:

>On 08.Mai 2005 - 00:59:30, Helmut Waitzmann wrote:
>> Wenn ich ein xterm in einer utf8-locale-Umgebung starte, erhalte ich von
>> ihm die Fehlermeldung:
>> 
>>    $ (locale -a && locale && \
>>    exec xterm -hold -geometry -0+0 -e \
>>         sh -c 'locale && exec ${1+"$@"}' sh cat -- utf8.txt)
>>    de_DE.utf8
>>    [EMAIL PROTECTED]
>>    en_GB.utf8
>>    en_US.utf8
>>    LANG=de_DE.utf8
>>    LC_CTYPE=de_DE.utf8
>>    LC_NUMERIC=C
>>    LC_TIME=de_DE.utf8
>>    LC_COLLATE=de_DE.utf8
>>    LC_MONETARY=de_DE.utf8
>>    LC_MESSAGES=C
>>    LC_PAPER=de_DE.utf8
>>    LC_NAME=de_DE.utf8
>>    LC_ADDRESS=de_DE.utf8
>>    LC_TELEPHONE=de_DE.utf8
>>    LC_MEASUREMENT=de_DE.utf8
>>    LC_IDENTIFICATION=de_DE.utf8
>>    LC_ALL=
>>    Warning: locale not supported by Xlib, locale set to C
>
>Diese Warnung sollte eigentlich Warnung genug sein. 

Beachte:  Hier warnt das Xlib im xterm.  Âlocale warnt nicht.  Es
scheint also mit dem Locale zufrieden zu sein.  Im Gegensatz dazu warnt
Âlocale bei Locales, die es nicht kennt, durchaus:

Ein Beispiel fÃr ein dem Programm Âlocale unbekanntes Codeset:

   $ LC_CTYPE=de_DE.ISO-8859-15 locale
   locale: Cannot set LC_CTYPE to default locale: No such file or directory
   locale: Cannot set LC_ALL to default locale: No such file or directory
   LANG=C
   LC_CTYPE=de_DE.ISO-8859-15
   LC_NUMERIC=C
   LC_TIME=de_DE
   LC_COLLATE=de_DE
   LC_MONETARY=de_DE
   LC_MESSAGES=C
   LC_PAPER=de_DE
   LC_NAME=de_DE
   LC_ADDRESS=de_DE
   LC_TELEPHONE=de_DE
   LC_MEASUREMENT=de_DE
   LC_IDENTIFICATION=de_DE
   LC_ALL=

Ein Beispiel fÃr ein unbekanntes Language und Territory:

   $ LC_CTYPE=fr_FR locale
   locale: Cannot set LC_CTYPE to default locale: No such file or directory
   locale: Cannot set LC_ALL to default locale: No such file or directory
   LANG=C
   LC_CTYPE=fr_FR
   LC_NUMERIC=C
   LC_TIME=de_DE
   LC_COLLATE=de_DE
   LC_MONETARY=de_DE
   LC_MESSAGES=C
   LC_PAPER=de_DE
   LC_NAME=de_DE
   LC_ADDRESS=de_DE
   LC_TELEPHONE=de_DE
   LC_MEASUREMENT=de_DE
   LC_IDENTIFICATION=de_DE
   LC_ALL=

Das sieht also nach einem Konfigurationsproblem mit dem Xlib aus.

>2 Dinge:
>
>1. dpkg-reconfigure locales

Das hatte ich zuvor schon gemacht.  Aber fÃr den Fall, dass es etwas
nÃtzt:

# dpkg-reconfigure locales

Ich habe alle locales ausgewÃhlt, deren Name mit de_DE, en_US oder en_GB
beginnt, das waren diese hier:

de_DE.UTF-8 UTF-8
[EMAIL PROTECTED] UTF-8
de_DE ISO-8859-1
[EMAIL PROTECTED] ISO-8859-15
en_GB.UTF-8 UTF-8
en_GB ISO-8859-1
en_GB.ISO-8859-15 ISO-8859-15
en_US.UTF-8 UTF-8
en_US ISO-8859-1
en_US.ISO-8859-15 ISO-8859-15

Das Locale fr_FR, das auch zur Wahl steht, habe ich nicht ausgewÃhlt.

Jetzt ein xterm (wie im OP) gestartet:  Der Fehler tritt noch immer auf.
An einem fehlenden Âdpkg-reconfigure locales liegt es also nicht.

>2. de_DE.UTF-8

>Die Kodierung wird gross geschrieben und nicht klein.

Du hast recht, s.u.

Wie kommt man an die Liste der installierten locales?  Ich habe mich bei
Âlocale -a umgesehen.  Ist Âlocale -a nicht genau dafÃr vorgesehen?

Âlocale -a kennt noch immer keine Â.UTF-8Â-Locales (wie schon zuvor
auch):

$ locale -a
C
de_DE
[EMAIL PROTECTED]
de_DE.iso88591
[EMAIL PROTECTED]
de_DE.utf8
[EMAIL PROTECTED]
deutsch
en_GB
en_GB.iso88591
en_GB.iso885915
en_GB.utf8
en_US
en_US.iso88591
en_US.iso885915
en_US.utf8
german
POSIX

Das Manual-Page setlocale(3) sieht ebenfalls Âlocale -a als Quelle
der Liste aller unterstÃtzten locales an.  Allerdings fÃhrt es als
Beispiel fÃr ein codeset ÂUTF-8Â an:

       A locale name is typically of the form
       [EMAIL PROTECTED], where language is an
       ISO 639 language code, territory is an ISO 3166 country code, and
       codeset is a character set or encoding identifier like ISO-8859-1
       or UTF-8.  For a list of all supported locales, try "locale -a",
       cf. locale(1).

Das Manual-Page locale(1) bekrÃftigt die Auskunft Ãber installierte
Locales:

       -a, --all-locales

               Write names of available locales.

Es findet sich dort zwar auch noch:

   FILES
          /usr/share/i18n/SUPPORTED
                  List of supported values (and their associated
                  encoding) for the locale name.  This representation is
                  recommended over --all-locales one, due being the
                  system wide supported values.

Â/usr/share/i18n/SUPPORTEDÂ ist aber nicht sehr vertrauenserweckend, da
darin alle installierbaren (z.B. auch Âfr_FRÂ), nicht nur die tatsÃchlich
installierten locales enthalten sind, jedoch keine mit Â.utf8Â, nur mit
Â.UTF-8Â.

Aber du hast dennoch recht:

   $ xterm -hold -geometry -0+0 -e \
        sh -c 'locale && exec ${1+"$@"}' sh cat -- utf8.txt

(wie im OP) zeigt jetzt keine Fehlermeldungen, aber das gewÃnschte Ergebnis:

   LANG=de_DE.UTF-8
   LC_CTYPE=de_DE.UTF-8
   LC_NUMERIC=C
   LC_TIME=de_DE.UTF-8
   LC_COLLATE=de_DE.UTF-8
   LC_MONETARY=de_DE.UTF-8
   LC_MESSAGES=C
   LC_PAPER=de_DE.UTF-8
   LC_NAME=de_DE.UTF-8
   LC_ADDRESS=de_DE.UTF-8
   LC_TELEPHONE=de_DE.UTF-8
   LC_MEASUREMENT=de_DE.UTF-8
   LC_IDENTIFICATION=de_DE.UTF-8
   LC_ALL=
   ÃÂâ

Woher kommt die Diskrepanz zwischen der Liste der installierten Locales
und der Ausgabe von Âlocale -aÂ?  Liegt da ein Fehler bei Âlocale vor
oder fehlt der Konfiguration der Locales noch etwas?

>>    *VT100.font2:     -*-fixed-medium-r-normal-*-*-50-98-108-c-*-iso8859-*
>
>Ich bin nicht sicher, aber die VT100 Fonts sollten auf eine iso10646
>Kodierung zeigen nicht auf iso8859

Das scheint nicht notwendig zu sein:  Es gibt es X-Resources der
Form (siehe OP)

*VT100.utf8Fonts.?

die bei Verwendung des Locales de_DE.UTF-8 (s.o.) beachtet werden.
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