On Sun, Jan 26, 2003 at 10:33:15AM +0100, J�rg Sch�tter wrote:

> > versenden. Das kann Dein MTA selbst �bernehmen; Du solltest daf�r
> > einen Nameserver auf Deinem Rechner einrichten.
> 
> Das habe ich ja bereits.

Das ist gut.

> > > Gl�cklicherweise haben viele Mailserver inzwischen einen Test zur
> > > �berpr�fung ob der Host in einer Blacklist vorhanden ist.
> > 
> > Diese Pr�fungen sind der allergr��te Mist und extrem �rgerlich. Ein
> 
> Auf dem Mailserver unserer Firma haben wir damit eigentlich nur gute
> Erfahrungen gesammelt. Etwa 1/1000 der Mails bleibt auf dem eingehenden
> Server schon h�ngen (Grund, Open-Ralay-Host oder �hnliches).

Klar, als Admin f�r einen Firmen-Mailserver w�rde ich mir sowas auch
�berlegen. Die Firma kann dann selbst entscheiden, ob sie so eine
Filterung vorsieht oder nicht. Aber sie ist ja auch der Empf�nger der
Mails, genau wie ich hier zu Hause. Filterung ist immer Sache des
Empf�ngers, nicht desjenigen, der die Mails transportiert.

Und als Empf�nger, sei es Firma oder nicht, mu� ich mir halt
�berlegen, was ich wegfiltere und was nicht. Wenn ich an Eure Firma
schreibe und die Mail abgefiltert wird, dann habt Ihr halt Pech
gehabt, denn dann kaufe ich woanders. Ob man sich den Umsatzverlust
antun will f�r ein Promille der Mails?

> > wahllos einige der Briefe, die er Dir zustellen will, wegzunehmen,
> > damit sie Dich nicht erreichen. Oder noch anders: Der Brieftr�ger
> > selbst entscheidet, welche Briefe er unterschl�gt und welche er
> > zustellt. W�rdest Du sowas haben wollen?
> 
> Solange er Briefe der Art "Sie sind der gl�chliche Gewinner des Haupt-
> preises von 50'000�. Sie m�ssen nur noch Ihren Gewinn durch Anwahl
> der Nummer 0190.... in anspruch nehmen." sind (Ist aber wohl besser
> durch einen Spamfilter realisierbar).

Das ist eben das Problem: Er unterschl�gt ja nicht nur die Briefe, die
Du nicht haben willst, sondern wahllos irgendwelche. Aus meiner Domain
z. B. wird kein SPAM versendet, trotzdem sind die IP Adressen, die ich
�ber die dial-up Verbindung bekomme, in einigen Blacklists. Die
Blacklists sind jedoch fehlerhaft, indem sie auf die IP Adressen
pr�fen und nicht auf die Domains. Und warum soll ich darunter leiden,
da� andere Leute �ber diese IP Adressen SPAM versenden --- falls das
�berhaupt der Fall ist und die Adressen nicht nur deshalb in die
Listen aufgenommen wurden, weil man irgendwie herausgefunden hat, da�
es dial-up Adressen sind ...

Das Problem k�nnte ich umgehen, indem ich mir eine feste IP Adresse
besorge. Es fragt sich nur, wie man die Betreiber der Blacklists f�r
den Schaden, den sie anrichten, haftbar machen kann, soda� sie mir die
Kosten f�r die feste IP und die damit verbundenen h�heren
Telephonkosten erstatten. Da ich da nicht hinterherlaufen kann, sind
eben einige Empf�nger nicht erreichbar --- die haben dann Pech gehabt
und m�ssen sich bei ihren Providern beschweren.

> > Interessant ist auch die Frage, wer f�r diese Filterung
> > ggf. Schadensersatz zu leisten hat, wenn eingehende Mails aufgrund der
> > fehlerhaft arbeitenden Filterung nicht zugestellt werden k�nnen.
> 
> Es werden ja auch keine Briefe zugestellt wenn der Asender diesen nicht
> frankiert hat -- o.k. wenn ich das Strafporto bezahle dann schon.

Dieser Vergleich pa�t nicht, und siehe z. B. rfc821. Der RFC sieht
eine direkte Verbindungsaufnahme zwischen Absender und Empf�nger vor
sowie die entsprechende Zustellung der Mails. Die Emailserviceprovider
sollen sich gef�lligst daran halten.

Ein weiterer Punkt ist, da� man mit dem Anbieten eines
Zustell-/Transportdienstes f�r Emails zugleich die Verantwortung daf�r
�bernimmt, da� die Mails entsprechend den g�ltigen Standardprotokollen
transportiert und korrekt zugestellt werden. Was der Empf�nger dann
damit macht, ist seine Sache, und dies bedeutet wiederum, da� etwaige
Filterung Sache des Empf�ngers ist. Anderfalls erf�llt der
Transporteur seine Obliegenheiten nicht. Und wenn Du Dir manche AGBs
anguckst, dann wird darin sogar darauf bestanden, wenn auch nicht so
explizit, da� die g�ltigen Standardprotokolle eingehalten werden,
damit keine Sch�den entstehen. Warum halten die Provider sich nicht an
ihre eigenen AGBs?

> > Was machst Du, wenn alle Adressen, die Du bekommst, in einer Blacklist
> > stehen? 
> 
> Zumindest die letzten beiden Adressen waren "sauber".

Das ist dann Gl�ck.

> > Zudem gibt es mehrere Blacklists, die Du alle pr�fen m��test.
> 
> Ich hatte gehoft es gen�gt eine (mit einer sehr gro�en Datenbank).

Naja, sie gen�gt nur solange, bis jemand an eine Domain schreibt, die
eine andere Liste verwendet und die Adresse ablehnt.

�brigens stellt sich auch die Frage, ob nicht die Anbieter von dial-up
Verbindungen daf�r zu sorgen haben, da� die von ihnen vergebenen
Adressen nicht in Blacklists auftauchen. Tauchen die Adressen n�mlich
dort auf, kann ich die Verbindung, f�r die ich schlie�lich bezahle,
nicht in vollem Umfang nutzen ...


GH


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H�ufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ): 
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