On Die, 26 Aug 2003 at 22:21 (+0200), Christian Bodenstedt wrote: > On Tue, 26 Aug 2003 00:48:42 +0200 > "Hans-Peter \"HP\" Weecks" <[EMAIL PROTECTED]> wrote: > > > zur Absicherung bestimmter Rechner unter Window$, verfolgte ich lange > > Zeit das untenstehende Konzept, welches ich jetzt in �hnlicher Form > > unter Debian Linux umsetzen will: [...] > > 4. Umbiegen tempor�rer und sonstiger Dateien (Auslagerungsdatei etc)
Was verstehst Du unter *Umbiegen*? > Die von Windows bekannte Auslagerungsdatei kommt bei Unix sowieso meist > auf eine eigene, vom Benutzer nicht lesbare Partition. Im Umbiegen von > tempor�ren Dateien sehe ich unter Unix keinen Sinn. Es macht Sinn, tempor�re Dateien sicher anzulegen, also mit nicht vorhersehbaren Dateinamen zu versehen (man mktemp), um race conditions zu vermeiden (Unterschieben anderer Inhalte). Wenn unter *Umbiegen* das �ndern der Verzeichnisnamen von /tmp resp. /var/tmp gemeint ist - das ist 1. security by obscurity und funktioniert nicht und wird 2. viele Programme zur Verzweiflung bringen und funktioniert also nicht. > > 5. AntiTempest Mode, HardwarekeyloggerScan, MD5-Checksummen auf die > > fertige und saubere Installation verbunden mit Steganographie-Elementen > > Ersteres sagt mir �berhaupt nichts und zu "HardwarekeyloggerScan" h�tte > ich auch gerne eine Erkl�rung. Ist das eine Hardware, die nach > Keylogger-Software sucht oder umgekehrt? Und wie soll sowas funktionieren? > MD5-Summen kannst du sicherlich von Debian anlegen lassen. Da man die > entsprechenden Teile allerdings auch read-only mounten kann, w�ren die > MD5-Summen nur im Falle eines Exploits von N�ten. Um sowas effektiv zu > umgehen k�nnte man vielleicht Hardware einsetzen, die nur das Lesen von > einem Ger�t erlaubt. F�r das Absichern der Konsistenz eines Systems gibt es z. B. tripwire. Zu den vielen schlimm klingenden Begriffen: Da w�sste ich auch gern, was sie bedeuten ;) Was die *Steganografie-Elemente* angeht: Was soll das bringen? Eine sichere Verschl�sselung reicht nicht? Steganografie setze ich doch nur dann ein, wenn keiner merken soll, dass da verschl�sselte Inhalte durch die Gegend fliegen (z. B. in Staaten, die starke Verschl�sselung verbieten oder key escrow vorschreiben - wie Frankreich). Sowas bremst nur, vergeudet Platz und bringt auch nicht mehr Sicherheit f�r die Daten. Man kann es auch �bertreiben. > > Hat jemand soetwas oder etwas �hnliches, abgesehen von Punkt 1, bereits > > einem f�r ein Debian-System umgesetzt? Falls ja, w�rde es mich sehr > > interessieren wie. > > Ich mu� zugeben, dass ich so etwas noch nicht einmal ansatzweise umgesetzt > habe. Ich bin mir auch nicht ganz im Klaren dar�ber, was das alles bringen > soll. Bei der standard-Rechtevergabe kann der Nutzer eines Debian-Systems > nur auf seine Dateien in /tmp und in seinem Homedir zugreifen, wobei die > Platzbelegung afaik auch noch durch disk-quotas beschr�nkt werden kann. > Der Benutzer hat also im Normalfall keine M�glichkeit, mehr als nur seinen > Account zu besch�digen. ACK. Ich frage mich auch, was Hans-Peter da aufbauen will. Ein High-Security-System f�r den BND? Der Aufwand f�r die Absicherung muss doch dem Grad der Schutzw�rdigkeit der Daten entsprechen! > Sollen die Sch�digungsm�glichkeiten im Falle eines Exploits beschr�nkt > werden, kann man vielleicht noch root seiner Rechte berauben oder auch > root umbenennen. Das grenzt aber wohl ehr an Perversion als an Paranoia - > da ist ehr das rechtzeitige Einspielen von Patches/Updates angesagt. Die > Security-Updates f�r Debian Stable haben wohl den Ruf sehr gut, p�nktlich > und einfach durchf�hrbar zu sein. [...] Was soll das Umbenennen oder *root seiner Rechte berauben* bringen? Du brauchst einen User mit der ID 0 als Admin - wie der heisst ist v�llig schnuppe. Umbenennen f�llt auch wieder unter *security by obscurity* und funktioniert nicht. Die Rechte h�ngen an der ID 0 - nicht am Namen. *Geh�rtete* Linux-Systeme kann man sich unter anderem bei der NSA downloaden. Jan -- Haeufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ): http://www.de.debian.org/debian-user-german-FAQ/ Zum AUSTRAGEN schicken Sie eine Mail an [EMAIL PROTECTED] mit dem Subject "unsubscribe". Probleme? Mail an [EMAIL PROTECTED] (engl)

