Hallo Andre + *,

zuerst Dank an die, die verstanden haben, um was es mir geht und sich im Großen und Ganzen zustimmend geäußert haben.

Nur nebenbei: Es hat mich überrascht, dass unsere Fachfrauen (Regina, Jacqueline...) keine Meinung zu dem Thema haben. Oder wollten sie sich nur nicht in "Männerstreitereien" einmischen?

Ich denke, dass alle in der Liste daran interessiert sind, OOo zu unterstützen. Die Frage ist, wie das am besten geschieht und was kontraproduktiv ist. Neben der konkreten Arbeit in den Projekten ist es auch wichtig, Fehlentwicklungen u.ä. zu kritisieren. Ein Problem entsteht, wenn Kritik an der Sache als "Meckerei" angesehen, sie persönlich genommen oder als Missachtung der eigenen Arbeit angesehen wird. Das scheint hier der Fall gewesen zu sein.

Zum Thema:

Es könnte ja sein, dass 80% der Benutzer (Andres "normale" Benutzer) zu dumm sind, eine "Warnung" vor dem Überschreiben der "alten" Version zu verstehen und vor Schreck auf OOo verzichten. (Man muss sie ja nicht erschrecken, s. weiter unten.) Aber sollen deshalb die restlichen 20% unter diesem Feature für Dumme leiden?

Ein Zitat aus Andres voriger Mail (die "wichtigen" 20% sind gemäß Andre Buchautoren, Admins etc.):
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... Sicher ist das eine sehr wichtige Anwendergruppe, die wir auch bedienen müssen - aber bitte argumentiert nicht aus Sicht dieser Gruppe mit dem Anspruch, es wäre für den normalen Anwender gut.
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Also, was ist ein normaler Benutzer? Deine Definition "normaler Benutzer" ist etwas einseitig, sag doch gleich "dummer Benutzer". Und ist die von mir gewünschte Änderung schlecht für "Deine" Benutzer? (Das %-Argument ist auch Unsinn, oder frisst jemand Sch... weil Millionen Fliegen sich nicht irren können?)

Ein Autor, der sich nicht um die technische Seite von Windows, OOo-Installation etc. kümmern will, ist aus meiner Sicht auch ein "normaler Benutzer". Jeder Student oder Mitarbeiter an den Unis ohne weitere Systemkenntnisse ist ein normaler Benutzer. Alle benötigen zuverlässige Funktionen für Kapitelnummerierung, Fußnoten, Literaturverwaltung etc. Alle wollen ihre Arbeit erledigen, für die OOo laut Werbung ein passendes Werkzeug ist.

Dann zu sagen, dass es wegen der 80%, die nur ein bisschen tippen, richtig ist, den restlichen 20% das "alte" Werkzeug einfach zu löschen, wenn sie die neue Version testen wollen, ist ein Schlag in's Gesicht dieser Benutzer.

Mal abgesehen davon gehst Du, Andre, nicht im Geringsten auf die konstruktiven Aspekte der Kritik ein. Deshalb versuche ich es nochmal mit anderen Worten.

Es gibt (unter Windows; das haben wieviel % der Benutzer?) eine "automatische" und eine "Benutzer definierte" Installation (die genauen Bezeichnungen mögen anders lauten).

Autom. Inst.:
Ein Hinweis der Form "Ihre bestehende OOo-Version wird jetzt aktualisiert und durch die neue ersetzt" (o.ä) ist weder eine "negative Aussage" (Zitat aus Deiner vorigen Mail) noch ist der Hinweis "abschreckend". Jeder, der einfach das will, was Du propagierst, klickt auf OK oder Weiter, jeder der das nicht will, kann die Inst. abbrechen und (ggf. nach Hinweis von OOo) die andere Inst.-Art wählen.

Benutzer definierte Inst.:
Wenn ich Christian Lohmaier richtig verstanden habe, würde es genügen, die Deinstallationsroutine der alten Version NICHT aufzurufen. Durch Wählen eines neuen Verzeichnisses (das ist ja möglich) bliebe wie früher die alte Version erhalten. Eine Wahl zwischen "Alte Version aktualisieren" und "Parallel installieren" (o.ä.) wäre eine andere Möglichkeit, die kaum Arbeit machen würde.
Alle könnten dann ihre alte Version für die dringenden Arbeiten behalten.

Ich glaube, Andre, dass "Deine" Benutzer die autom. Inst. wählen würden und damit genau das haben, was Du forderst.

Mit der minimalen Änderung bei der Benutzer definierten Inst. wären ALLE (auch die irgendwann erwähnten Multiplikatoren wie Admins, Buchautoren etc.) zufrieden.

Nochmals zur Erinnerung der Ausgangspunkt: Dass bei Benutzer definierter Inst. in ein neues Verzeichnis die alte Version ohne Hinweis gelöscht wird, ist krasse Benutzerfeindlichkeit!

Ein weiteres Zitat aus Deiner Mail:
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Alles in allem - es gibt Argumente dafür und Argumente dagegen. Nur hat es keinen Sinn, diese hier auf dieser Liste zu diskutieren. Die änderung muss im Installationprojekt angebracht werden.
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Nicht jeder hat die Zeit, alle Listen des OOo-Projektes zu abonnieren und ein Hinweis auf die Liste ist eine Information. Aber ich halte es auch grundsätzlich für gerechtfertigt, hier das Problem zu diskutieren und es nicht sozusagen aus formellen Gründen totzuschweigen.

Am 13.12.2006 16:11 schrieb André Schnabel:
Friedrich Strohmaier schrieb:
André Schnabel schrieb am Mittwoch, 13. Dezember 2006 12:13:
Friedrich Strohmaier schrieb:
....
...
Ok, das heisst also 80% der Anwender verunsichern.

Wieso das denn??

Lies den Text, den du selbst geschrieben hast.
...

Lies den Text, den du selbst geschrieben hast.

und jetzt nochmal das Zitat:
Die aktuelle Praxis bei der Installation, ohne _offenliegende_
Vorwarnung
dieser Satz impliziert eine *Warnung*. Stell dir bitte vor, ein Entwickler hätte dich beim Wort genommen und es genau so eingebaut .. eben als Warnung. Und dann stell dir vor, er wäre soweit gegangen und hätte noch deine Ansicht hineinformuliert, dass es sich bei der vom Projekt freigegebenen Versions aus Anwendersicht um eine Testversion handelt. Also: "Durch die Installation dieser Software wird eine evtl. vorhandene Version automatisch deinstalliert. Wir empfehlen aber zuerst eine Parallelinstallation, so dass sie die Funktionalität ausgiebig testen können. Um diese durchzuführen klicken sie [hier]. "

Merkwürdiger kann man kaum argumentieren. Es geht zuerst einmal um die eigentliche Funktionalität und erst anschließend um die Implementierung, die Formulierung der "Warnungen" etc.

Wenn Du das Ziel im Auge hättest, würdest Du keine Wortklauberei betreiben sondern auf den Sinn und Zweck eingehen und ggf. konstruktive Vorschläge machen.

...
Mit den Fragen, die bzgl. der Installation kommen, wollte ich übrigens ausdrücken, dass es Probleme gibt, die für die Mehrheit der Anwender wesentlich höhere Priorität haben .. und unsere Ressourcen begrenzt sind. wir müssen uns also sehr genau überlegen, woran wir arbeiten und woran nicht. (Genauer: woran wir andere bitten möchten, zu arbeiten.)

Die vorgeschlagene Änderung der Installationsprocedur sollte leicht machbar sein. Und es war ja schon mal anders, man hat also nicht den Aufwand gescheut, OOo benutzerfeindlicher zu machen.

Eine Anmerkung noch zu Deinem Stil: Ich finde ihn in dieser zitierten Mail penetrant und unsachlich. Das dauernde Wiederholen von "Lies den Text, den du selbst geschrieben hast." als Stilelement ist ziemlich arrogant.

Das ist's von meiner Seite aus, es sei denn, es kommt wieder solch ein hanebüchenes Argument wie das mit der *Warnung*.

Anfang des kommenden Jahres will ich einen Enhancement Request für die Installation schreiben, vorher komme ich wahrscheinlich nicht mehr dazu. Falls jemand eine gute Idee dazu hat, nehme ich die gerne auf.

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MfG

Günter Marxen

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