hallo Uwe,
Am Mittwoch, 2. Februar 2005 12:11 schrieb Uwe Altmann:
> Ich misch' mich dann jetzt doch mal ein:
Sehe ich immer gerne
> Michael-E. Voges schrieb:
> > Der Begriff kommt aus der "Word"-Welt. Der Ansatz von Word ist aber ein
> > ganz anderer als der von OOo. In Word wird (immer noch) in jedem Absatz
> > gepfuscht; in OOo macht man (hoffentlich) eine Vorlage.
> > Wer stÃndig von solchen Word-Texten eingedeckt wird, die man
> > weiterverarbeiten soll, weià wie grundverschieden die AnsÃtze sind.
>
> Da muss ich jetzt mal einem lieben und in der letzten Zeit hÃufig
> gelesenen Vorurteil der OOo-Gemeinde widersprechen: Das
> Vorlagenkonzept in Word ist besser als sein Ruf - man kann damit
> fast alles machen, was man auch im Writer mit Vorlagen machen
> wÃrde. Auf jeden Fall alles, was ein normaler Textschreiber so
> braucht.
Ich habe mich dummerweise, Asche auf mein Haupt, miÃverstÃndlich ausgedrÃckt:
Das Problem, das ich seit jeher mit Word hatte und habe, betrifft eigentlich 
nicht die Textverarbeitung als solche - sondern mehr die Nutzer (, was 
allerdings wiederum auch am Word-Konzept liegt). Die Nutzer sind es, die oft 
hart kodieren, damit aus meiner Sicht "pfuschen". Und ich meine nicht die 
Gelegenheitsnutzer. Bei denen ist das in Ordnung. Ich habe in der Woche ca. 
100 bis 200 Textseiten in Word zu bearbeiten. Da ist es schon ein Problem, 
wenn meine Mitarbeiter noch nicht einmal wissen, daà es Absatzvorlagen gibt - 
die man auch einsetzen kÃnnte.
Word ist (inzwischen) schon ein tolles Programm. Welches besser ist, Word oder 
OOo, weià ich nicht, ich ziehe OOo vor, weil es seit jeher von dem 
Vorlagenkonzept ausgeht. Im Arbeits-Handbuch fÃr StarWriter 7.0 (DOS) von 
1993 ist fÃr dessen ErlÃuterung zum Beispiel ein ganzes Kapitel (9) 
enthalten. Word hatte schon immer auch die MÃglichkeit, "weich", also auf 
Grund vorhandener Vorlagen, Text zu schreiben. Es war fÃr die Maintainer nur 
nicht wichtig. Daher war es fÃr die Nutzer auch nicht wichtig. Die haben das 
Problem "harte", "weiche" Kodierung oft gar nicht gesehen.
> Das eigentliche Problem ist ein anderes - und das hatten wir ja
> in der Pinsel-Diskussion schon mal: Die Benutzter *wollen* das
> nicht so, sondern sie wollen einen Text *intuitiv* bearbeiten -
> und /das/ fÃhrt zu hart codierten Dokumenten.
eben!
Und es ist kein Zufall, daà gerade die Leute auf der Liste, die hÃufig in der 
Fortbildung tÃtig sind, den Begriff des "Stylisten" wichtig fanden, weil es 
wichtig ist, die Unterscheidung zwischen "hart" und "weich" in der 
Formatierung klar zu machen - jedenfalls, wenn lÃngere Texte betroffen sind.
> > Nur wenn dieser Unterschied im Sprachgebrauch deutlich bleibt, wird auch
> > das Konzept von OOo zu Word deutlich bleiben oder deutlich gemacht werden
> > kÃnnen.
> Und weil das so ist wie oben beschrieben, ist der Satz hier
> OOo-Legende und hat leider mit den RealitÃten nichts zu tun - sorry.
Ich denke, um eine Legende geht es gar nicht. Es geht darum, ein Konzept 
deutlich zu machen. Ein Konzept, fÃr das gerade auch OOo steht (und nicht nur 
OOo => statt Globaldokument benutze ich zum Beispiel nur noch LaTeX, 
geschrieben Ãber Emacs oder Vim.)
> "Formatliste" wÃre analog auch denkbar (wenn man sich denn
> unbedingt von Word absetzen will)
gar nicht schlecht.

GruÃ

Micha-E.

Ihr seht es mir nach:
"Hart" ist hart. "Weich" ist weich. Immer "weich" ist manchmal auch hart.

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