Hallo Michael,

On Fri, Feb 10, 2006 at 12:13:57AM +0100, Michael-E. Voges wrote:
> Am Donnerstag, 9. Februar 2006 22:48 schrieb Christian Lohmaier:
> > On Thu, Feb 09, 2006 at 10:28:35PM +0100, Michael-E. Voges wrote:
> > > Am Donnerstag, 9. Februar 2006 20:34 schrieb Christian Lohmaier:
> > > > On Thu, Feb 09, 2006 at 07:58:30PM +0100, Friedhelm Abels wrote:
> > > > > Christian Lohmaier schrieb am Donnerstag, den 09. Februar 2006 um
> 
> > Debians Times mag scheiße sein. Aber wie ich schon schrieb: Es gibt zig
> > verschiedene Variationen von Times New Roman und Times.
> 
> klar, auch mir fällt dann gleich Nimbus, free serif, SuSE-Serif ein, nur: 
> "times" ist die einzige Schrift in der "Times New Roman"-Familie, die überall 
> auf den Linux-Distris auf Anhieb erkannt wird. Und sie ist eben nicht "ttf"

Aber das ist doch egal. Hauptsache die Metriken stimmen möglichst gut
überein.

Ich habe gerade nochmals auf einem jungfräulichen Debian getestet.

OOo (2.0.1, von der PrOOo-Box) installiert und ein neues Dokument
aufgemacht:

Schrift ist Bitstream Vera Serif.

Schrift auf "Times New Roman" geändert (sprich den Fontnamen selber
eingetippt). Das Resultat ist zwar nicht berauschend, ist aber auch
nicht häßlich/pixelig oder sonstwas.

> > Es gibt auch Distributionen die liefern nicht so einen Mist.
> 
> auch Debian hat andere Schriften mit einem "Times"-Schnitt. Das ist aber hier 
> egal, weil sich der Bildschirmtreiben eben "times" aussucht

Doch egal, weil nicht der Bildschirmtreiber die Schriften aussucht,
sondern OOo.
Und wenn die Distribution entsprechende Aliase definiert hat, bekommt
man auch ohne eine installierte, "echte" Times New Roman ein
ansprechendes Ergebnis beim Dokumentaustausch.

(und wiegesagt: Falls keine Times New Roman installiert ist und auch
keine Thorndale, dann nimmt OOo für neue Dokumente sowieso Bitstream
Vera)

> [...] 
> > Ja: Es gibt die Möglichkeit für einen Distributor Aliase zu definieren die |
> > dann auf
> > einen Font zeigen, der wie Times ausschaut, aber nicht Times heißt.
> 
> Welcher Nutzer macht denn sowas?

Der Nutzer braucht das nicht zu machen, das ist aufgabe der
Distribution.

> Das sind doch wieder nur die Friieks!

Siehe oben. Aber auch wenn kein vordefinierter Alias gesetzt ist hat OOo
immer noch die interne Fallback-Liste und da wird schon ein passender
Font dabei sein.

> [...] 
> > > Was Friedhelm will: einheitliches Schriftbild bei OOo, egal ob man auf
> > > Windows, Mac oder Linux, Solaris installiert. Wiedererkennungswert, der
> > > im Standard nicht hinter den übrigen Textern zurückbleibt.
> > > Ich halte das für nachvollziehbar.
> > Das ist aber nur die halbe Miete.
> 
> immerhin schon die Hälfte.

Was nutzt es auf der "Insel" (die OOo-Nutzer) eine tolle Lösung zu
haben, wenn keine Verbindung zum "Festland" (Rest, die MS-Nutzer mit
denen man Dokumente austauscht) besteht?

Und ich sage es nochmals um diesen Punkt auch wirklich in die Köpfe
aller beteiligten reinzubekommen:

Wenn auf dem System, auf der das Dokument erstellt wird keine Times New
Roman installiert ist, wird sowieso schon standardmäßig auf Bitstream
Vera zurückgegriffen.

Das sollte doch die "Anti-Microsoft" Fraktion schon zufrieden stellen.
Alle anderen (besonders die die öfters mal Dokumente mit MS-Office
nutzern austauschen) werden die echte Times New Roman installiert haben.
Da macht es dann auch Sinn die zu verwenden um größtmögliche
Kompatibilität zu gewährleisten.

Wer die TNR installiert hat, sie aber trotzdem nicht verwenden will, der
kann entweder die Grundschriften in den Optionen ändern oder sich eine
neue Dokumentvorlage erstellen.

> > Nicht jeder hat OOo installiert. Und genau da liegt das Problem. Es
> > nutzt überhaupt nix wenn die Dokumente in OOo gleich ausschauen, beim
> > Export nach Doc und beim Kumpel auf dem Rechner dann eben nicht.
> 
> das ist dann (aber nur noch) die andere Hälfte der Miete, da hast Du völlig 
> recht.

Diejenigen die OOo schon haben, brauchen davon nicht erst überzeugt zu
werden.
Wenn Du aber jemanden ein Dokument schickst, daß dann bei ihm
"zerwürfelt" daherkommt (die meisten Nutzer verwenden keine manuellen
Seitenumbrüche, sondern verwenden leere Absätze um ihr Dokument zu
"layouten"), dann hat OOo gleich den Ruf weg: "Scheiß Kompatibilität,
nich einmal ein simples Textdokument kommt richtig rüber".
 
> > Bitte lies was ich sonst noch so geschrieben habe, dann hast Du schon
> > ein paar Argumente die gegen Bitsream Vera sprechen.
> 
> ich bin kein Anhänger von "Bitstream Vera", eher das Gegenteil (genau 
> genommen 
> befürchte ich sogar, daß beim Ausdruck von PDF mit nicht eingebettetem Arial" 
> durch das Ersetzen mit "Bitstream Vera" die Ausdrucke unleserlich geworden 
> sind (Schriftschnitt stimmt nicht))
> Aber: welche Alternative?

Hmm. Über diesen Satz muß ich wieder mal länger nachdenken.
Woher stammt denn das PDF? Von OOo? Wenn ja - warum verwendest Du dann
Arial wenn Du es gar nicht installiert hast?
Wenn nein - wer verschickt denn PDFs ohne eingebettete Schriften? Noch
dazu wo Arial verwendet wird die ohne weiteres durch die
Standard-Schriften abgedeckt werden könnte?

> Wenn wir uns einigen könnten, dem User sollte ein Font(bild) mit OOo 
> mitgegeben werden, das er überall wiedererkennt, dann wäre das, denke ich, 
> schon ein großer Schritt in der Debatte. 

Ich denke da anders. Wenn man einen Font bevorzugt, der mit ziemlicher
Sicherheit auf Windows-Systemen oder MS-Office installationen nicht
verfügbar ist, dann ist das ein Schritt in die falsche Richtung.

ciao
Christian
-- 
NP: Metallica - Through The Never

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