Hi Jörg, *,
Jörg Schmidt schrieb am Freitag, 22. September 2006 23:37:
[..]
>finde ich keine so faire Einschätzung, denn es geht ja nicht nur um
> das letzte Mal: Einige haben vor meiner Zeit (dürfte jetzt bereits
> mehr als 4 Jahre zurückliegen) entsprechende Anstrengungen
> unternommen, ich (und wiederum auch Andere) sprechen die Thematik
> seit Februar/März 2005 kontinuierlich an, mit immer neuen
> Vorschlägen, vorrangig aber mit dem Ziel das das Problem erst einmal
> wahrgenommen wird.
Nun ich erinnere mich: in meiner Studienzeit war es angesagt, Probleme
je wichtiger zu nehmen, je weiter sie entfernt waren. Dass auf die
Aushänge der Nicargua-Problematik nur schwaches Echo kam, wurde als
Wahrnehmungsproblem interpretiert. Dies führte dazu, dass bald die Wände
des Aufenthaltsraumes als Darstellungsfläche nicht mehr ausreichten und
auch die Decke mit Parolen versehen war. Als sich abzeichnete, dass der
Fußboden nicht mehr begehbar sein würde, wurde ein Problem wahrgenommen
- und es war nicht das in Nicaragua :o)
Es lag also nicht an der Wahrnehmung, sondern daran, dass den meisten
Leuten schlicht Schnuppe war, welch (zugegeben) schreckliche Dinge in
Nicaragua passierten.
Und hier möchte ich den Bogen zurückspannen:
Demokratie ist eben auch zu akzeptieren, dass andere eine andere
Sichtweise des Lebens (und ggf. des Problems des Nachbarn) haben.
Im Moment geht es hier darum, die Ansprechpartnerfrage neu zu regeln.
In dieser Situation nach der Ausarbeitung eines Wahlverfahrens zu rufen,
ist so, wie vor dem erntereifen Ährenfeld die Sichel zu schmieden..
> Antwort war bisher in Kontinuität sowas wie 'jetzt
> nicht, weil keine Zeit, aber wenn das Aktuelle erledigt ist dann
> sofort', nur leider ist aus "sofort" nie was geworden.
eben! Keiner hat's angefasst - und gut is.
[..]
> denjenigen die über lange Zeit beharrlich für ein
>geordnetes Verfahren eintreten wurde bisher immer mit Ablehnung
>begegnet.
.. oder schlicht mit Desinteresse mangels Problem?
> Selten waren es Sachargumente sondern Fragen der
>'Bequemlichkeit' des Verfahrens - dabei geht es bei einem
> demokratischem und allgemein anerkannten Verfahren nur um eine
> Selbstverständlichkeit im normalen Leben in einer Demokratie. Und ja,
> manchmal ist Demokratie auch unbebequem.
.. oder frustig weil die Massen nicht dem eigenen Weg folgen wollen
s.o.?
>Zwietracht habe ich nicht gesäht,
Meine Wahrnemung ist: bis deine (nicht unerwartete) Kritik einschlug,
gab es hier schlicht kein Wahlprozedere-Problem. Das Ergebnis in dem
auch dieses zur Abstimmung stand, zeigt es deutlich.
Die Heerscharen deiner Mitstreiter in dieser Sache haben sich bisher
noch nicht aus der Deckung getraut.
>ich vertrete nur öffentlich ganz
> offen meine Meinung, zu Themen die mir wichtig sind, das zugegeben in
> Teilen mit einiger Schärfe - Ärger hingegen entsteht auch bei
> denjenigen
ich sehe im Moment nur einen..
> die seit Jahren zusehen müssen das es unmöglich scheint
> hier ein anerkanntes und bindendes Verfahren für Wahlen und
> Abstimmungen zu beschließen und einzuhalten.
>Selbst wenn hier mein kontinuierliches Eintreten zur Schaffung eines
>verfahrenstechnisch-demokratischen Wahl-/Abstimmungsverfahrens jetzt
> und in Vergangenheit einigen Unmut erzeugt hätte, so ist das ein
> Makel mit dem ich leben kann, denn ich halte demokratische
> Verfahrensfragen für wichtig.
Das ist, denke ich, bei den meisten Mitlesern angekommen - nicht erst
heute. Mit dem Nicht-Echo solltest Du als aufrechter Demokrat leben
lernen - das gehört wie oben geschildert eben auch dazu.
>Und nur darum geht es mir, denn nochmals betone ich gerne das Erich
> auch mein Vertrauen genießt und ich ihn sehr gerne als
> Verantwortlichen sähe.
Drei Zeilen zur Sache - uff!
>Ich habe aber nun einen konkreten Vorschlag gemacht, dieser wäre
>umzusetzen, konkret technisch auch durch mich umzusetzen (mit dem
>Einverständnis des Vereins für etwas Speicherplatz), dieser ist weder
>technisch, noch in der Wahldurchführung komplizierter als bisherige
>Verfahren und er ist gegenüber diesen sehr weitgehend transparent und
>vermeidet deshalb die reine Möglichkeit von Mißtrauen oder Streit um
>Personen.
>Obwohl ich ihn nur als _einen_ Vorschlag sehe, und ggf. weitere
> erhoffe, ist er jedoch so beschaffen das niemand sagen kann er wäre
> zu aufwendig, nicht durchführbar oder nicht demokratisch.
>
>Ich bin zwar zeitlich in einer sehr ungünstigen Situation, wäre aber
> bei Notwendigkeit bereit kurzfristig zu demonstrieren das das so
>funktionieren kann indem ich technisch alles vorbereite und wir dann
>eine Testabstimmung zu einem beliebigen (belanglosen) Thema
> durchführen, nur um zu demonstrieren was ich vorschlage geht auch
> praktisch.
Es hat keine Eile. Setze deinen Vorschlag um, wenn sich deine zeitliche
Situation zum Besseren gewendet hat. Die Demonstration ist nicht
notwendig! Notwendig ist, dass jemand mit dem rechten Konzept zur
rechten Zeit da steht und dann wirklich vermitteln kann, dass der
zusätzliche Aufwand das Resultat rechtfertigt.
Wenn's so einfach wie das +/-1 Verfahren ist (und so gut zu überwachen)
bin sogar ich dabei - aber nur dann - sonst muss eben jemand anderes
meine Stimme mit dem korrekten Verfahren eintüten - während ich dann
eines von meinen Projekt-TODOs erledige.
Friedrich
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Schöne Grüße von der Schwäbischen Alb
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