Hallo Wolfgang,

Wolfgang Uhlig schrieb:
> Wenn ich normalerweise einige Leerabsätze mache, blinkt der
> Cursor im
> zuletzt gemachten. Das ist für mich die Stelle, wo sich der Cursor
> befindet.

Ja.

> Dass ich mit der Maus noch explizit dorthin klicken
> muss, finde
> ich völlig unlogisch.

Davon war auch *so* nicht die Rede, ich erwähnte das nur um
sicherzustellen das der Cursor im Letzten Absatz ist, sieh mir diese
"Übervorsicht' nach, nur Du hast ein Problem und ich wollte im Zweifel
genau sein.

> WARUM, bleibt mir
> allerdings weiter verborgen.

Das ist doch ganz verständlich, es ist in der Spec sogar genau
beschrieben.

Mal in meinen Worten erklärt:
*Du kopierst einen Block
*setzt Du den Cursur jetzt an die Einfügestelle wird genau dieser Block
in einem Arbeitsgang eingefügt, d.h. die erste Zeile des Blocks wird an
der Position eingefügt wo der Cursor steht, die zweite Zeile wird an der
gleichen horizontalen Position eingefügt, nur eine Zeile tiefer, die
dritte auch usw.

Kopierst Du beispielsweise den Block:

123
123
123

in den Text, bei der markierten Cursor-Position::

Er hörte |leise Schritte hinter sich.
Das bedeutete nichts Gutes. Wer würde
ihm schon folgen, spät in der Nacht

So bedeutet das das die 2 weiteren (quasi gedachten) Cursorpositionen
genau darunter liegen, also

Er hörte |leise Schritte hinter sich.
Das bedeu|tete nichts Gutes. Wer würde
ihm schon| folgen, spät in der Nacht

und genauso wird dann der Block eingefügt:

Er hörte 123leise Schritte hinter sich.
Das bedeu123tete nichts Gutes. Wer würde
ihm schon123 folgen, spät in der Nacht

Da ich hier 3 Absätze benutzt habe (das Mailprogramm hätte ohnehin bei
72 Zeichen umgebrochen) siehst Du das genau das passiert was man
erwartet.
Bei Deinem Beispiel waren mir die Zeilenumbrüche nicht klar (meine
Nachfrage danach hast Du nicht beantwortet), aber wenn das nun bei Dir
/ein/ Fließtextabsatz war ist doch das Verhalten ganz logisch.

Stelle Dir einfach vor die folgenden Zeilen seien Fließtext (technisch
sind sie es hier in der Mail nicht):

Er hörte leise Schritte hinter sich. |
Das bedeutete nichts Gutes. Wer würde|
ihm schon folgen, spät in der Nacht  |

und nimm an der Text sei linksbündig und der rechte Seitenrand sei dort
wo ich ihn markiert habe.
Nun setze wie oben gezeigt den Cursor und die gedachten Cursore in den
Folgezeilen rein:

Er hörte |leise Schritte hinter sich. |
Das bedeu|tete nichts Gutes. Wer würde|
ihm schon| folgen, spät in der Nacht  |

Nun füge ein (und beachte wo der Seiterand ist):

Er hörte 123leise Schritte hinter sic|h.
Das bedeu123tete nichts Gutes. Wer wü|rde
ihm schon123 folgen, spät in der Nach|t

Da die Textverarbeitung nun ein Überfließen des SEitenrandes nicht
zulässt, sondern automatisch am Seitenrand umbricht passiert zunächst
(gedanklich) das (falls keine Silbentrennung aktiv wäre - nur damit es
jetzt für mich einfacher ist):

Er hörte 123leise Schritte hinter
sich. Das bedeu123tete nichts Gutes. |Wer würde
ihm schon123 folgen, spät in der Nach|t

dann das:

Er hörte 123leise Schritte hinter
sich. Das bedeu|123tete nichts Gutes.
Wer würde ihm schon123 folgen, spät i|n der Nacht

dann das:

Er hörte 123leise Schritte hinter
sich. Das bedeu123tete nichts Gutes.
Wer würde ihm schon123 folgen, spät
in der Nacht

und Du siehst was das Ergebnis ist.
Bei Deinem Beispiel ists noch etwas komplizierter wegen der
Proportinalschrift können ja die Einfügungen nicht genau untereinander
erfolgen und die Verschiebungen erfolgen, wegen variabler
Buchstabenbreite, auch verschieden.

> Erwartet habe ich, dass alles
> Kopierte zusammen an eine Stelle eingefügt wird.

Ich weiß nicht wie Du "eine Stelle" definierst nur eine Blockmarkierung
ist ihrer Natur nach etwas anderes als eine Mehrfachmarkierung und wird
beim Einfügen auch als Block eingefügt und zwar zum gleichen(!)
Zeitpunkt.
Wegen des gleichen Zeitpunkts ist das Verhalten bei /einem/
Fließtextabsatz nun völlig logisch. Es wäre dann anders wenn die Zeilen
des Blockes nacheinander eingefügt würden, also immer erst umformatiert
würde was die einzelne Einfügung bewirkt - nur genau das ist ja gerade
nicht der Sinn des Ganzen.



Gruß
Jörg


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