Hallo Stefan, Thorsten, 

ich weiß jetzt nicht ob die Mail die richtige ist um zu antworten, 
aber sie fasst es gut zusammen, was bisher geschah und daher 
antworte ich mal auf diese Mail. 

Am Fri, 22 Aug 2008 09:15:19 +0200 schrieb Stefan Weigel:
> Hallo Thosrten,
> 
> Thorsten Ziehm schrieb:
> 
>> Ich habe das Gefühl dass diese Diskussion nur darum geht, dass eine
>> Dokumentation von Euch existiert, die auf das alte Feature eingeht.
>> Und dass Ihr nur deshalb das Feature ausgebaut haben wollt. Wenn das
>> so ist, verstehe ich das. Aber dann schreibt es auch so klar hin,
>> dass jeder es weiß.
> 
> Das mit der Dokumentation ist nur *ein* Aspekt bei der ganzen 
> Sache. Er sollte in seiner Bedeutung aber nicht unterschätzt 
> werden. Es sind zahlreiche Dokumentationen, die das betrifft. 
> Meines Wissens stehen eine Reihe von Büchern kurz vor 
> Redaktionsschluss. Von Florian ging vor zwei Tagen ein Artikel, 
> der sich genau mit dem Thema Installation befasst, als "fertig 
> für die Veröffentlichung" an den Verlag. Ich fände es 
> unerträglich, wenn zeitgleich mit dem Release der 3.0 mehrere 
> Handbücher, Bücher, Zeitschriften und sonstige Anleitungen 
> druckfrisch erscheinen, die allesamt ausgerechnet den ersten 
> Kontakt des Anwenders mit seiner neuen Software anders 
> beschreiben, als es sich für ihn auf dem Bildschirm darstellt.
> 
> Aber wie gesagt, das ist nur *ein* Aspekt.

Ein sicherlich nicht ganz unbedeutender. Aber wir sollten 
unterscheiden.

Das jetzt nicht mehr die Zustimmung zur Lizenz geben muss sehe ich 
durchaus auch als Fortschritt. Für Benutzer, und hier greife ich 
auf mein Lieblingsbeispiel meinen Papa zurück, wie eben meinen 
Papa, der privat mal einen Brief schreibt oder ne Excel Tabelle als 
Datenbank missbraucht oder solche Dinge eben tut ist es durchaus 
befremdlich, dass er einer Lizenz zustimmen muss, die er mehr oder 
weniger nicht versteht, weil Juristendeutsch bzw. Juristenenglisch, 
und die ihm Rechte zusteht, wegnimmt, die ihn wenn zunächt nur 
indirekt betreffen, weil er ganz sicherlich nicht OOo in sein 
selbprogrammiertes Programm einbinden will, verkaufen will oder wie 
auch immer. Wenn er dann noch bei eventueller Recherche im Internet 
ließt, dass die Lizenz ihm freie Software im Sinne von "free of 
speach" installiert und nicht im Sinne von "free beer" - er aber 
das Programm eigentlich "nur" nutzt weil es eben nix kostet ganz 
wie Freibier auch, dann sorgt das schon für eventuelle Konfusion. 
Ergo werde ich bei jedem Update von OOo gefragt, warum denn dieser 
komische Lizenzdialog nicht weggelassen werden kann. 

> André hat mehrfach vorgetragen, dass durch den Vorgang die 
> vorgesehenen und erforderlichen Qualitätssicherungsmaßnahmen 
> außer Kraft gesetzt sind und ein nicht abschätzbares Risiko für 
> bis zum Release nicht erkannte Fehler besteht.

+1 

> Volker hat hervor gehoben, dass die Änderung, auch wenn sie 
> möglicherweise ein in der Vergangenheit beobachtetes Problem 
> reduziert, als Verschlechterung aufgefasst werden kann, weil sie 
> den Normalanwender der Möglichkeit beraubt, bewusst über die 
> Verknüpfung der Dateitypen zu entscheiden. Volker sagt, es fehle 
> nun (mehr als bisher) ein Optionsdialog von OOo, mit dem die 
> Verknüpfungen gesteuert werden können.

Fortsetzung Beispiel mein Papa:

Den Dialog für die Verknüpfung mit MSO will er eigentlich nicht 
sehen. Er braucht eben MSO, weil die weitaus meisten seiner 
Dokumente nunmal Makros enthalten, die unsere VBA Kompatibilität 
nicht ausführt. 

Das Argument, dann soll er doch seinen Arbeitgeber dazu bringen OOo 
einzusetzen, weil es frei ist, den Mittelstand fördert, offenes 
Dokumentenformat und so weiter, mag ja stimmen, alleine er ist 
nicht in der Position einem Weltkonzern zu sagen, dass er gerne OOo 
konzernweit installiert hätte, nur weil sein Office zu Hause die 
Makros nicht ausführen kann. Natürlich hakt er an, dass OOo die 
Worddokumente und Co öffnen soll, weil es ist ja eine Option, die 
zwar standardmäßig *nicht* angehakt ist, aber als braver 
Windowsbenutzer geht man ja eh davon aus, dass man überall Haken 
setzen muss. 

Für ihn wäre es also durchaus sehr sinnvoll, dass OOo ihm keine 
zwei völlig verwirrenden Dialoge präsentiert und er nach der 
Installation von OOo weiterhin .doc .docx mit MSO öffnen kann und 
.oxx .sxx mit OOo. 

Ich denke damit ist der Fall des durchschnittlichen Anwenders gut 
abgedeckt und nur weil wir, die wir uns an der Diskussion 
beteiligen eben genauer wissen, was wir tun und Software 
benutzerdefiniert installieren, uns jeden Dialog durchlesen, uns 
Gedanken machen ob .psd Dateien jetzt am sinnvollsten mit dem 
schlanken Irfanview geöffnet werden sollen oder im etwas 
behäbigeren Photoshop Element oder gleich im Schlachtschiff 
Photoshop heißt, dies noch lange nicht, dass unsere Sicht der Dinge 
dem entspricht, was die Nutzer da draußen wollen. Wir sollten 
einfach mal warten, welches Feedback über die Users kommt, wenn der 
neue Installationsdialog eine gewisse Verbreitung hat. 

Dies sollte uns aber nicht daran hindern, die Issues zu fixen, die 
bestehen, wenn Administratoren für Businesssoftware etc mit 
Parameter verhindern wollen, dass sich die 3.0 die Dateiendungen 
einfach so unter den Nagel reißt. Wie ich aber aus den Mails von 
Thorsten herausgelesen habe, wird genau das gerade versucht zu 
machen und es besteht sogar die Bereitschaft den Release zu 
verzögern, wenn hier Showstopper gefunden werden. Daher seh ich 
hier vielleicht kein so großes Problem, wie es sich mir aufdrängt, 
wenn ich die Diskussion lese. Ist jetzt nur mal so meine Meinung. 

> Die Art und Weise, wie die Änderung eingeführt wurde, verhinderte 
> jede Chance der rechtzeitigen Beurteilung und Mitgestaltung. 
> Diese hätte möglicherweise dazu geführt, dass man mit der 
> Entfernung des Dialogs bei der Installation gleichzeitig einen 
> entsprechenden Optionsdialog im Programm einführt.

Wenn überhaupt ist das hier der für mich einzige Punkt der zählt. 
Es sollte ne Möglichkeit geben in einem Dialog von OOo 
einzustellen, welche Dateiformate mit OOo geöffnet werden. Das gibt 
es z.B. bei Irfanview auch. 

> Besser, man lässt zur 3.0 erst noch mal alles, wie es war, und 
> bringt zur 3.1 dann eine wirklich gut konzeptionierte, 
> gesamtheitlich durchdachte und stabil getestete Lösung.

Oder aber man wartet mit dem Release der 3.0 bis die 
Administratoren wieder in der Lage sind OOo so zu installieren, 
dass die 2.x weiter der Standar bleibt oder im Falle von MSO 
Formaten dann MSO in welcher Version auch immer. 
 
Ja und das mit der Dokumentation. Hmm ich hab hier wahnsinnig teure 
Bücher zu OS X, Photoshop und so weiter, die enthalten alle Fehler 
und das schon bei der Installation, gerade Photoshop ist da sehr 
grass. Hier wird auch an Adobes Betas die Dokumentation geschrieben 
werden und Adobe ändert gefühlt bei jedem Update die 
Installationprozedur. Da wären wir bei nur zwei Dialogen die 
wegfallen richtig richtig gut. Von Apple ganz zu schweigen, da 
kannst Du Dokumentation erst schreiben, wenn das fertige Produkt 
draußen ist und auch hier wird gefühlt bei jedem Update die 
Installationprozedur geändert.

So nur meine 2cent
Eric  

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