Hallo Raphael,

Raphael Bircher schrieb:
> > Im Moment haben wir das noch nicht und können unsere Erngie besser
> > verwenden.
> Genau das meine ich mit "Blindäugig", Angenommen, Oracle
> zieht 75 % der
> Hamburger Abteilung aus dem Projekt zurück... Glaubst du tatsächlich,
> wir können die dann einfach so schnell husch husch ersetzen?

Meine Anwort, auf Dein theoretisches Szenario, kann ich hier in Form
einer Frage geben:

Glaubst Du tatsächlich das der Rest der relevanten IT-Welt dem nur
zusieht?

Primär setze ich hier auf wirtschaftliche Überlegungen und sage dann:
Wenn es überhaupt relevantes Interesse, auch kommerzieller Partner, an
der Fortsetzung von OOo gibt (und ich glaube das gibt es) würden obige
75% sehr schnell einen neuen Arbeitgeber finden, der sie da einsetzt wo
sie besonders sinnvoll einsetzbar sind, weil sie über spezifische
Kenntnisse zu OOo verfügen, nämlich bei der Weiterentwicklung von OOo.
Das wird auch schnell erfolgen, weil mit jedem Monat den ein Investor
zögert, der Vorteil des Informationsvorsprungs dieser
'Projekt-Programmier-Insider' sinkt.

> Aber
> vermutlich bist du einer der Gruppe, die behauptet, dass das sowieso
> nicht passiert.

Also ich sage: Du kannst damit Recht haben, nur gibt es ebend keine
konkrete Vermutung(*) die es nötig macht das Du hier so 'drängend'
diskutierst und außerdem sind Ort und Zeit der Diskussion vielleicht
etwas ungünstig.

(*)
Beispielsweise:
OOo wird mit Sicherheit wieder auf der CeBIT 2010 einen Stand haben,
diese Aktivität muß natürlich lange vorher geplant werden. Für jeden
sind hierbei zwei Dinge offensichtlich: es wäre sehr schlecht wenn OOo
nicht auf der CeBIT wäre, es kann jedoch theoretisch jederzeit passieren
das alle geplanten Teilnehmer durch z.B. Unfälle ums Leben kommen oder
erkranken und dann nicht mehr zur CeBIT können.
Wir wissen das, wir behaupten nicht das das sowieso nicht passieren
kann, trotzdem hörte ich noch nie das hier jemand gefordert hätte es
wäre nötig bei der CeBIT-Planung immer eine Reserve-Crew zu benennen.

> Gewisse Probleme sollte man abfangen bevor sie
> auftreten, die Resourcenmangel die wir haben, ist so eines.

Man kann das aber nur im Rahmen der konkreten Gegebenheiten tun, diese
sind aber gerade für externe nur-finanzielle Beteiligungen (in dem Sinne
wie ich Dich bisher verstehe) begrenzt, weil diese Beteiligungen eine
Organisationsstruktur brauchen, die nach allgemeiner Überzeugung eine
Stiftung (o.Ä.) sein müßte, die jedoch Sun bisher ablehnt.
(Es ist hierbei egal ob man diese Ablehnung eher negativ als
ungerechtfertigte Einflussnahme auf das Projekt sieht (i.S. wie z.B. M.
Meeks das tut) oder als angemessene Forderung des Hauptsponsors (i.S.
wie viele andere das betrachten).)


Daneben gibt es natürlich auch andere Möglichkeiten, gerade um einzelne,
ungebundene Entwickler zu gewinnen, diese werden aber auch bereits schon
praktisch genutzt.
Das Erschliessen neuer Möglichkeiten, über das bereits bestehende
hinaus, ist hingegen notwendige, interessante Sache, ABER GENAU DESWEGEN
habe ich bei Deiner Ankündigung das der Schweizer Verein mehr dafür tun
will, zurückgefragt, weil mich das konkret interessiert, Deine Reaktion
darauf war leider Null.



Gruß
Jörg


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