Hi,

-------- Original-Nachricht --------
> Von: Raphael Bircher <[email protected]>
...
> Andre Schnabel schrieb:

> >
> > Du bist also der Meinung, dass wir mehr dauerhaft beitragende
> "Freiwillige" bekommen, wenn wir diese angemessen bezahlen?
> >   
> Ne, zu Beginn nur entschädigen.

Wie weit geht Entschädigung? Ein Freiberufler kann in der Zeit, in der er sich 
um OOo kümmert nicht um seine eigenen Aufträge kümmern. Ihm entgeht also das 
entsprechende Geld. Ist es eine angemessene Entschädigung, ihm diesen Verlust 
zu ersetzen?

Bie sieht das dann aber bei einem Arbeitslosen oder Studenten aus? Bekommt 
dieser nur für direkte Auslagen eine Entschädigung? .. schließlich "verliert" 
er ja keine Arbeitszeit.


> > Aus eigener Erfahrung heraus:
> Kannst du die Erfahrung mal schildern, ich habe nämlich genau 
> gegenteilige Erfahrungen.

Siehe die Mail von Thomas. Wenn Gelder angeboten werden, werden diese in der 
Regel nicht abgerufen (was du übrigens mit deinem Beispiel selbst belegst). 
Falls die Gelder aber abgerufen werden (z.B. im Rahmen eines Wettbewerbs) haben 
wir bisher allein dadurch keine dauerhaften Helfer gewonnen. Diese erhalten wir 
eher durch persönliche Kontakte.


> In einem Unihockeyclub in dem ich war, hatten wir immer ein 
> Trainerproblem. Zuwenig Juniorentrainer jedes Jahr. Irgendwann hat man 
> entschieden, eine Entschädigung einzuführen. Das war nicht viel, 200 Fr 
> pro Jahr. und Trainer. 

Sorry, aber das ist nicht weit von dem entfernt, was wir zur Zeit tun. Jemand, 
der sich im Jahr für das Projekt engagiert, bekommt durchaus eine anerkennung. 
Seien es Fan-Goodies wie Tassen oder Fleecejacken, Bücher, einen kleinen 
Autorenvertrag vermittelt ...

Was wir nicht tun - und da hast du recht, wir legen nicht im voraus fest, dass 
es für diese oder jene Tätigkeit einen Betrag X gibt.

Wobei das aber nicht in Stein gemeißelt ist. Es ist durchaus immer wieder in 
Diksussion, für konkrete Aktivitäten höhere Entschädigungen zu zahlen.

Aber das wäre immer noch weit entfernt von der Idee eines "Entwicklerpools", 
denn diese verstehe ich so, dass man eine Zahl X von Entwicklern nicht nur 
entschädigt sondern dafür *bezahlt* für das Projekt zu arbeiten.


> > Das ist die Aufgabe von Firmen, die rund um OOo Geld verdienen.
> Sorry, wer sagt das, dass das deren Aufgabe ist? 

Ich :)

> Den Firmen ist das vollkommen frei gestellt. 

Rechtlich ja (bzw. jein .. kommt immer drauf an, was diese Firmen konkret tuen.)


> Und wenn man genau hinschaut, dann wird diese 
> Freiheit auch ausgiebig genossen. Denn die Supporter- Migrations- und 
> Schulungsfirmen die sich wirklich am OOo Development beteiligen, lassen 
> sich an einer Hand abzählen. 

Ich habe nichts anderes behauptet. Aber nochmal: wie willst du das mit einem 
"Entwicklerpool" der von einem Verein betrieben wird ändern?



> 
> Mal ganz ehrlich, würden sie sich wirklich am Development beteiligen 
> hätten sie einen klaren Nachteil zu den Leuten die MS Produkte betreuen. 
> Weil die brauchen sich nicht um das Development zu kümmern.

Um Himmels Willen. Ich hoffe, du trittst mit diesem Spruch nich nach außen als 
Vertreter des Projektes auf.

Natürlich brauchen sich MS-Partner nicht um die Entwicklung von MS-Office zu 
kümmern ... immerhin *bezahlen* sie ja dafür (bzw. indirekt durch ihre Kunden. 
Zusätzlich stellt jeder MS-Partner diverse Informationen über seien eigenen 
Ressourcen (Entwicklerkapazitäten, eigene angestellte ...) und auch über Kunde 
sowie laufende Projekte bereit. Wer tatsächlich MS-Partner sein möchte, muss 
seine Mitarbeiter entsprechend schulen und die zugehörigen Zertifikate 
nachweisen (was nicht billig ist). 
Natürlich .. wer nur mit MS-Software "dahinwursteln" will, kann das auch so und 
zahlt halt ganz normale Lizenzen bzw. verkauft diese an seine Kunden weiter. 
Einfluss auf ds Development bei MS hat man so aber genau Null.

Im Gegensatz dazu ist die Beteiligung an einem freien Projekt eigentlich genau 
die Chance *direkt* auf die Entwicklung Einfluss zu nehmen. Leider ist es 
wirklich so, dass nur wenige Firmen das realisieren.
Aber nocheinmal: wie soll ein vereinsfinanzierter Entwicklerpool das ändern?



> >  Und dort gibt es wiederum andere Probleme zu lösne, um diese zum
> aktiven Beitragen zu bewegen.
> >   
> Wie du das anstellen willst, möchte ich gerne wissen... 

Ich habe nicht gesagt, dass ich eine Lösung hätte .. ich sagte nur, dass die 
Probleme da ganz wo anders liegen. Für manche Firmen ist es z.B. ein Problem 
alle Rechte am eigenen Code mit einer anderen Firma zu teilen (weit über das 
hinaus, was die Lizenz definiert). 


> Ich persönlich 
> freue mich über jeden Supporter der mit der Community zusammenarbeitet, 
> glaube aber nicht, dass die gross Entwicklerressourcen stellen werden. 
> Meist sind das kleine Firmen die die Kapazität gar nicht haben oder es 
> sind Giganten (Namen nenne ich jetzt keine) die eh viel zu Geizig sind.

Hmm .. und du meinst also, dss du mit einem vereinsfinanzierten Entwicklerpool 
mehr leisten kannst als diese Firmen?
Falls du den Eindruck hast, ich wiederjole mich: ja, das tue ich ... denn ich 
kann mirt nicht vorstellen, dass das ernsthaft funktionieren würde.


> Es kommt halt auf die Finanzlage des Vereines an. Geplant sind am Anfang
> 
> - Volle Reiseentschädigung

von Reisen allein entsteht noch keine software ;)

> - Komplett kostenlose Teamtreffen

auch von treffen allein nicht ;)

> - Hardware und Software unterstützung

Siehe Mail von Thomas. Das Geld, welches bei OOoDeV zur Verfügung steht und 
auch eingplant wurde nur zu einem sehr geringen Teil abgerufen - weil wir nicht 
"Software für Entwickler" bereitstellen sondern "Ressourcen zur Erfüllung des 
Verinszweckes". 
Ein gut begründeter Antrag, warum ein Entwickler einen neuen Mac, eine 
Compilersuite .. oder was auch immer benötigt ... würde genügen. 
Es wurde oft gerufen "gebt uns geld". Die Frage "was wollt ihr damit machen und 
was bringt das für das Projekt?" blieb aber in der Regel unbeantwortet.


> Unser Ziel sind die Enduser. Sie profitieren am meisten 
> von OOo, in dem sie es gratis erhalten. 

Jetzt wird's langsam ein wenig seltsam. Gestern noch sagst du, dass wir das 
"gratis"-Argument nicht in den Vordergund stellen sollen .. und jetzt bringst 
du es selber?


Gruß,

André
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