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Moin zusammen,

Am 27.06.2015 um 22:40 schrieb Patrick Ben Koetter:
> * Nils Magnus <[email protected]>:
>> Hallo,
>> 
>> Am 16.06.2015 um 00:22 schrieb [email protected]:
>> 
>>> Ich betreue minderjährige Flüchtlinge, die ohne Eltern nach
>>> Deutschland kommen, in einer Notunterkunft in Kolbermoor. Dort
>>> sind je nach Zustrom zwischen 15 - 50 Jungs im Alter von 14 -
>>> 18 Jahren für ca. 6-8 Wochen untergebracht.
>>> 
>>> Ich würde ihnen gerne einen Internetzugang ermöglichen, leider
>>> hat die Unterkunft keinen Festnetzanschluß, müßte den also über
>>> LTE ermöglichen.
>> 
>> Coole Idee.
>> 
>> Vielleicht ist ja Freifunk auch irgendwie eine Idee, bei der ihr
>> gar nicht erst diese eigentlich etwas unschöne Lösung mit der
>> Quota realisieren müsstet?
>> 
>> Es gibt einen Knoten in Rosenheim, keine Ahnung, ob da etwas mit 
>> Ortskenntnis machbar ist:
>> 
>> http://map.freifunk-muenchen.de/node.html?id=c0:4a:00:84:4c:84

Rosenheim bis Kolbermor is für WLAN doch ein gutes Stück.

Optimal wäre wenn sich ein paar Freiwillige in Kolbermoor finden, die
bei sich einen Freifunk Router aufstellen. Jeder der beteiligten
könnte dann einen teil seiner Bandbreite (läst sich in der Freifunk
Firmware beschränken) zur Verfügung stellen. Die etwas performanteren
Router kommen da auch sicher durch die Ortschaft, wenn man sie auf's
Dach klemmt.

Für weitere Infos einfach mal auf die [email protected]
Mailingliste schreiben ;)

> 
> Ich sage das ungern, aber möglicherweise ist der nicht vorhandene
> Access auch so gewollt. Hier bei mir in Dietersheim wollten wir
> unseren Asylbewerbern auch Access geben und haben dann nach
> Recheche bei den Behörden erfahren, dass die Behörden das nicht
> wollen. Da steckt Störerhaftung drin und auch die Sorge, sie
> könnten Unsinn anstellen oder sogar nach Hause telefonieren und 
> Ungesetzliches unternehmen.
> 
> Da brauchen wir uns bitte nicht drüber aufregen. Mein einziger
> Gedanke war nur: Die müssen Kontakt zu ihrer Familie und ihren
> Freunden aufnehmen können. Aus all den Gründen, aus denen man mit
> denen sprechen wollte wenn man allein in ein anderes Land
> geflüchtet ist.
> 
> Langer Rede kurzer Sinn: Ihr könntet auf viel Widerstand und
> Unverständnis stossen. Ich würde mal vorfühlen…

Kann ich leider nur bestätigen :( So traurig es ist, aber das hab ich
so ähnlich leider schon von ein paar anderen Gemeinden gehört. In dem
Umfang scheint das nicht aus einer Gemeinde, sonder eher von "oben" zu
kommen.

Technisch kann man aber beruhigen - Freifunk umgeht die Störerhaftung
bekanntlich recht geschickt und das hat soweit auch noch zu keinen
Problemen geführt.
Bzgl. Funk und Strahlung kann einem auch wenig an's Bein gepinkelt
werden. In den Freigegebenen Frequenzbereichen darf ohne Anmeldung und
Grundstücksübergreifend gefunkt werden. Einzige Begrenzung - die
Sendeleistung. Mit Richtfunkgeräten schafft man auch hier ein gutes
Ergebnis.
vgl.
http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Allgemeines/Bund
esnetzagentur/Publikationen/service/WLAN.pdf?__blob=publicationFile&v=5

Für weiteres würde ich auch hier auf die Freifunk München Mailingliste
verweisen. Gerade bei der technischen Umsetzung unterstützen wir hier
sehr gerne! Für nicht-technische Unterstützung sind wir meistens eher
beratend unterwegs, da uns für aktive Zusammenarbeit aktuell die
man-power fehlt.

Viele Grüße
Lukas
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