Hallo allerseits,

Pascal Hauck ſchrieb am 01.07.2009 00:04 Uhr:
Zum Glück! Allerdings glaube ich nicht, dass durch eine durchgehende 
Kleinschreibung signifikant Tippzeit eingespart wird; auf der Empfängerseite – 
insbesondere auf einer Liste, also multipliziert mit der Anzahl der Leser – 
geht jedoch Zeit verloren.

Das ist auch meine Auffassung: Eine gute E-Mail sollte vor allen Dingen gut lesbar sein, und das Einhalten der Regeln für die Groß- und Kleinschreibung wird diese für den durchschnittlichen Nutzer verbessern :-).

Darum plädiere ich dafür, zu überdenken, doch die Groß-/Kleinschreibung zu verwenden.

Na ja, wir können unsere Gründe dafür darlegen und hoffen, dass sie akzeptiert werden, aber niemand kann Knittl (verzeih’, aber so komme ich nicht in die Verlegenheit, bei Deinen richtigen Namen in den Tüddel zu kommen) dazu zwingen, Großbuchstaben zu verwenden. Zur Not kann er sich immer noch darauf zurückziehen, dass es auf seinem PC ein ganz individuelles Treiberproblem mit der 2. Ebene gibt ;-).

Auch wenn ich (nach wie vor) kein Freund des ſ bin, halte ich den Umfang, auf 
den du es begrenzt hast, vertretbar.

Vielen Dank, ich hatte seinerzeit auf genau dieses Maß an Verständnis gehofft :-).

Außerdem ist es nicht nur eine Form der Faulheit – wie bei konsequenter 
Kleinschreibung –, sondern eine Überzeugung und persönliche Note.

Das hast Du sehr nett formuliert, Pascal – vielen Dank dafür! Wobei ich einerseits kein Monopol auf das ſ habe und andererseits niemanden dazu zwingen will, es zu verwenden; eher darauf hinweisen, dass es diesen schönen (ja, jetzt werde ich sehr subjektiv :-)) Buchstaben immer noch gibt und er auch heutzutage sinnvoll eingesetzt werden kann – auch in der Antiqua :-).

Ich gebe darum gerne zu, Wörter wie Telephon, Photographie etc. noch immer mit 
›ph‹ zu schreiben, auch wenn es der (Rechtschreib-)Norm widerspricht.

›Telephon‹ sieht für meine Augen doch schon sehr altmodisch aus. Aber jedem das seine; so trauere ich immer noch der Schreibweise Thau (für kondensiertes Wasser) statt Tau (≙Seil) nach. Und diese Schreibweise ist sogar schon seit der Rechtscheibreform von 1901 inkorrekt …

Auch wenn ich sicher keine vollständig regelgemäße Kommasetzung beherrsche, so 
setze ich sie nicht ganz so zufällig wie im Beispieltext.

Wer beherrscht die schon vollständig … ;-) gerade bei der Kommasetzung gehe auch ich eher instinktiv bzw. »nach Gefühl« vor.

Und zudem sind viele Regeln der Rechtschreibung auch mehr oder weniger willkürlich; dass sieht man meines Erachtens sehr gut an »Welches Rad? Das grüne!« [alte Rechtschreibung: hinter dem »grüne« sollte man sich noch ein »Rad« denken] vs. »Welches Rad? Das Grüne!« [neue Rechtschreibung: Ssubstantiviertes Adjektiv]. Beide Erklärungen sind mehr oder weniger nachvollziehbar, aber man muss sich halt für eine der beiden entscheiden.


Viele Grüße,
Dennis-ſ

Antwort per Email an