Hallo, Pascal schrieb: > Es scheint, dass eine Torschlusspanik herrscht und sich jeder > noch schnell in der Compose verewigen möchte. Das darf aber nicht die > Motivation sein! Besonders höflich ist es nicht, Leuten vorzuwerfen, deren Motivation sei, sich in der Compose zu verewigen. Ich versuche sinnvolle Zeichen über Neo eingebbar zu machen und investiere relativ viel Zeit daran. So möchte ich mir das nicht vorwerfen lassen. (Wenn es hier darum geht, dass ich in lang.module meinen Namen als Kommentar hereingeschrieben habe, dann liegt es einfach daran, des es prinzipiell in Deutschland unmöglich ist, sein Urheberrecht aufzugeben, deshalb muss für das richtige Anwenden der Lizenz bei signifikanten Ergänzungen [nicht trivial, über 10 Zeilen], der_die Urheber_in klar sein, damit ich berechtigt bin, dass unter unsere CC-Lizenz zu stellen, wenn es aber wirklich stört, kann man über Alternativen nachdenken.)
> Ebenso ist es nicht das Ziel von Neo, möglichst viele oder gar alle Zeichen > des Unicodes umzusetzen! […] Nein, daher habe ich mich dafür ausgesprochen, Zeichen wie die CJK Einheiten wieder zu löschen. Mein Ziel ist es, dass ich möglichst viele Sprachen (und aus praktischen Gründen natürlich nur die, die auf einem lateinischen Alphabet basieren und intuitiv umsetzbar sind) unterstützen will um Neo auch (eben optional über lang.module) zu einem Werkzeug der Völkerverständigung zu machen und für Linguisten und Sprachinteressierte in Zukunft das Mittel der Wahl zu sein – viele der Cokos passen auch ziemlich gut in das bisherige Konzept. Wie ich bereits dargelegt hatte, habe ich Wert darauf gelegt, nicht mehr verwendete Zeichen nicht aufzunehmen. > Afrikanische, asiatische Sprachen oder IPA-Zeichen sind in der base.module > eindeutig falsch aufgehoben. Da ich nicht alle Threads verfolgen kann, > vermute ich, dass sie in der base gelandet sind, weil sie über eine tote > Taste erzeugt werden – das Kriterium muss aber die Funktion und nicht die > Erzeugung sein. Genau das war mein Argument. > Auch andere Zeichen, die ähnlich erzeugt werden > (z.B. /= → ≠) liegen nicht in der base.module […] Was du hiermit auch wiederlegt hast. > Eine sinnvolle Auswahl kann aber nicht darin bestehen, ständig mehr Module > anzubieten – das ist auch nicht der Sinn der Modularisierung. > Darum schlage ich etwas anderes vor: problematische oder sehr strittige > Definitionen wie die hier behandelten landen in einer separaten Datei > weite_Definitionen.txt (also bewusst kein .module), aus der sich Anwender > Definitionen in eine eigene user.module kopieren können, die durch das > Makefile automatisch (und korrekt) ans Ende gesetzt wird. > Ohne Dennis auf die Füße treten zu wollen, ist die Ligatur ſs ( stellen die > meisten Schriftarten nicht dar) nicht von allgemeinem Interesse; darum ist > sie in einer user.module besser aufgehoben. Hier stimme ich zu, ich finde es besser als alle möglichen problematischen Module anzubieten und nachher 20 Dateien im Ordner liegen zu haben. Wobei ich stark dafür bin, die squared units dennoch aus den genannten Gründen zu löschen mit den genannten Gründen. Die Ligaturen können ja noch sinnvoll sein, wenn man mit einem Grafikprogramm arbeitet, das kein OTF unterstützt und alles selbst unter Kontrolle hat, aber Kompatibilitätszeichen für japanischen, von oben nach unten geschriebenen Text, sollte definitiv Aufgabe von scim sein und nicht von Neo. Werde aber auch nichts dagegen sagen, wenn die Zeichen Dennis wichtig sind, denn dafür wäre diese Datei weite_Definitionen ja dann da. > Ohne einen Edit-War fortführen zu wollen, setze ich diese ordnende Idee um, > da sie im Wesentlichen vorgenommenen Korrekturen rückgängig macht, und > höchstens einige (z.B. Dennis‑ ☺) dazu nötigt, eine user.module zu > verwenden. > Im Anschluss darf (und soll!) weiter darüber diskutiert werden. Ich habe nirgendwo einen Edit-War gesehen. Ich sehe es als einen der Vorteile an, dass ein SVN eine Versionsgeschichte hat und jeder Schritt nachvollziehbar und revidierbar ist. Das im Anschluss darüber diskutiert werden darf (und soll!) habe ich als eine Selbstverständlichkeit angesehen. In meinen Augen wäre es erst ein Editwar, wenn ich jetzt unter Wiederholung meiner Argumente, Pascals Änderungen einfach wieder zurücksetzen würde. > Natürlich könnte der Anwender immer erwarten, dass ↻a → ɐ in der > Grundeinstellung funktioniert, aber dann könnte er ebenso erwarten, dass > ♫>= → ≥ oder ˆ= → ≙ per se funktionieren. Wenn dies aber alles in der > base.module zu finden ist, können wir die Modularisierung gleich sein > lassen. Dein Argument ist stichhaltig, ich hatte es so noch nicht betrachtet. Aus diesem Grund würde ich aber stark dafür plädieren, u.a. auch in der Referenz neo20.txt zu vermerken, dass empfohlen wird, wenn man alle Neo-Funktionen (wie z.B. das korrekte Funktionieren der toten Tasten) zur Verfügung haben will, das Paket mit lang.module und greek.module zu verwenden und dieses zusammen mit math.module, zum empfohlenen Standardpaket zu machen, das man zusätzlich irgendwo zentral (mit dem Hinweis auf weitere Einstellungsmöglichkeiten, soweit gewünscht) auf der Webseite herunterladen zu können. Ich möchte allerdings zu bedenken geben, dass es schwierig ist, eine Grenze zwischen den Sprachen zu ziehen, da einige Zeichen über viele Alphabete hinweg verstreut vorkommen. Es kommt halt auch ein bisschen darauf an, ob man unter europäische Sprache auch Sprachen versteht, die von nicht zu kleinen Minderheiten (siehe Vietnamesisch) in Europa gesprochen werden. Das war zusätzlich noch ein bisschen Motivation, diese in base.module zu verschieben. Dennis schrieb: > Keine Angst, ich fühle mich nicht auf die Füße getreten, denn genau das > habe ich ja auch gesagt. Ich war nur strikt dagegen, dass diese Coko > komplett aus dem Repository verbannt/gelöscht wird, und das auch noch > ohne Diskussion. Es gab und gibt ja eine Diskussion und ‚verbannt‘ wurde sie auch nicht, alle können die Änderungen, wenn sie ihnen zu schnell gehen nach einer Diskussion ja auch wieder rückgängig machen. Außerdem wurde ich zu dem Zeitpunkt sogar von einigen auf der Liste bekräftigt, die Änderung vorzunehmen. Finde es ein bisschen komisch, dass ich hier so als Verbanner/Löscher dargestellt werde, der ohne Rücksicht und Diskussion handelt. > Ich bin mal gespannt, was Aleχ dazu sagen wird, dass Du seine Änderungen > wieder rückgängig gemacht hast. Es scheint hier ein bisschen so, als würden Änderungen als heilig angesehen werden. Neo wird noch aktiv entwickelt und es ist ganz normal, dass auch mal im Repository zwischenzeitlich eine Version ist, die nicht jedem gefällt. Ich bin zufrieden mit der Änderung und Pascal hat sie ja auch gut begründet. Ich finde es auch okay, dass man Änderungen, wenn sie nicht zu groß sind (und das sind solche Verschiebungen nicht), erstmal macht und danach darüber diskutiert. Wenn jede kleine Änderung an den Cokos erst über der Liste diskutiert und mit einer Woche Puffer behandelt werden soll, dann geht mir das zu träge als das es noch Spaß machen würde, an Neo weiter zu entwickeln. Viele Grüße, aleχ
