Hallo allerseits,
Pascal Hauck ſchrieb am 29.07.2009 10:25 Uhr:
Es scheint, dass eine Torschlusspanik herrscht und sich jeder noch schnell in
der Compose verewigen möchte. Das darf aber nicht die Motivation sein!
Da stimme ich Dir zu!
Ebenso ist es nicht das Ziel von Neo, möglichst viele oder gar alle Zeichen des
Unicodes umzusetzen!
Also unter dem NeoVars ist das grundsätzlich schon jetzt nach dem
Strickmuster ſ=♫uu17f möglich … wenn da von Linux-Seite aus Interesse
bestehen sollte, könnte man durchaus ein entsprechendes Modul
generieren. Okay, den letzten Satz bitte aus dem Gedächtnis streichen,
da ich mich nicht streiten will ;-).
Die vorgenommene Modularisierung soll dazu beitragen, eine sinnvolle Ordnung
der vielen aufgenommenen Zeichen, zu schaffen. Entsprechend müssen die Zeichen
nach ihrer Funktion geordnet werden. […] Afrikanische, asiatische Sprachen oder
IPA-Zeichen sind in der base.module eindeutig falsch aufgehoben.
Finde ich auch sinnvoller.
Neben der Ordnung ist eine weitere Aufgabe von Neo, eine sinnvolle Auswahl zu
treffen, welche Zeichen für einen deutschsprachigen Tipper relevant sind. Wenn
Zeichen (in den meisten Schriftarten) nicht richtig dargestellt werden (und
Alexander hat begründet warum das der Fall ist), sollten sie nicht verwendet
werden.
Auch da stimme ich grundsätzlich zu – die von uns angebotene
Standard-Compose-Distribution sollte dem Unicode-Standard entsprechen
und die Cokos sollten »relevant« sein (wobei man bei den allgemein sehr
Häufigkeiten sicherlich darüber streiten kann, was »relevant« eigentlich
heißen soll).
Aber der Nutzer sollte durchaus auch fähig sein, seine eigenen
Entscheidungen treffen zu dürfen. Wenn er etwas unbedingt einsetzen
/will/, soll er es auch können (was allerdings nicht mit den
Voreinstellungen für den normalen Nutzer verwechselt werden sollte!).
Ich dachte bisher, genau das wäre *-nix-Philosophie.
ich hänge an □, ǩ und □
Selbst hier vermute ich, dass du nicht ǩ meinst, sondern die Ligatur ck – man
sieht, wie leicht diese Zeichen zu Fehlern führen.
Ja, hier meinte ich , und . Bei dem ganzen Coko-Rumgelösche und
-geschiebe darf man sich ja wohl mal vertun :-).
Eine sinnvolle Auswahl kann aber nicht darin bestehen, ständig mehr Module
anzubieten – das ist auch nicht der Sinn der Modularisierung.
Hm, ich glaube da bin ich tatsächlich anderer Meinung. Ich halte es da
eher mit der Wikipedia:
Modularität (auch Bausteinprinzip oder Baukastenprinzip) ist die
Aufteilung eines Ganzen in Teile, die als Module, Bauelemente oder
Bausteine bezeichnet werden. Bei einem modularisierten Aufbau werden
Gesamtsysteme aus standardisierten Einzelbauteilen zusammengesetzt.
[…] Module werden dabei hauptsächlich verwendet, um sie leichter gegen
andere Module austauschen zu können, oder neue Module zum Ganzen
hinzuzufügen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Modularit%C3%A4t
Von daher bin ich neuen Modulen gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen.
Das heißt aber nicht, das sie auch in die Standarddistribution gehören.
Um in Ubuntu-Terminologie zu sprechen: Man muss zwischen Main und
Universe unterscheiden.
Darum schlage ich etwas anderes vor: problematische oder sehr strittige
Definitionen wie die hier behandelten landen in einer separaten Datei
weite_Definitionen.txt (also bewusst kein .module), aus der sich Anwender
Definitionen in eine eigene user.module kopieren können, die durch das Makefile
automatisch (und korrekt) ans Ende gesetzt wird.
Mit dieser Lösung kann ich grundsätzlich leben, wobei ich die andere
Dateiendung allerdings etwas albern finde. Ich hätte die Datei eher
»Uncommon.module« genannt. Schließlich sind die neuen Build-Skripte doch
extra darauf ausgelegt, dass sich der Nutzer seine eigene Compose
zusammenpusseln kann. Aber wenn Dir das so wichtig ist, will ich mich
deswegen nicht streiten. <humor meta="Nicht ernst gemeint!">Von mir aus
können wir die Datei auch
Weite_Definitionen.Werden_diese_eingebunden_bricht_das_Abendland_zusammen_Flüsse_aus_Blut_werden_durchs_Land_fließen_und_Nazis_werden_wieder_auf_Dinosauriern_durch_die_Gegend_reiten.
nennen</humor>.
Ohne Dennis auf die Füße treten zu wollen, ist die Ligatur ſs ( stellen die
meisten Schriftarten nicht dar) nicht von allgemeinem Interesse; darum ist sie
in einer user.module besser aufgehoben.
Keine Angst, ich fühle mich nicht auf die Füße getreten, denn genau das
habe ich ja auch gesagt. Ich war nur strikt dagegen, dass diese Coko
komplett aus dem Repository verbannt/gelöscht wird, und das auch noch
ohne Diskussion.
Pascal Hauck ſchrieb am 29.07.2009 10:44 Uhr:
Ohne einen Edit-War fortführen zu wollen, setze ich diese ordnende Idee um, da
sie im Wesentlichen vorgenommenen Korrekturen rückgängig macht, undhöchstens
einige (z.B. Dennis‑ ☺) dazu nötigt, eine user.module zu verwenden.
Pascal, ich glaube da sind wir uns viel einiger als Du vielleicht nach
meiner letzen Mail glaubst :-). Ich will doch nur erreichen, dass der
Neo-Nutzer die /Möglichkeit/ hat, auch solche unüblichen Zeichen zu nutzen.
Im Anschluss darf (und soll!) weiter darüber diskutiert werden.
Ich bin mal gespannt, was Aleχ dazu sagen wird, dass Du seine Änderungen
wieder rückgängig gemacht hast.
Viele Grüße,
Dennis-ſ