Hallo allerseits,
Alexander Koch ſchrieb am 29.07.2009 13:35 Uhr:
Ich versuche sinnvolle Zeichen über Neo eingebbar zu machen und investiere
relativ viel Zeit daran. So möchte ich mir das nicht vorwerfen lassen.
Und ich finde, dass Du da eine sehr gute, lobens- und
unterstützungswerte Arbeit leistest! Ich hoffe, dass Du Dich von diesem
kleinen »Sturm im Wasserglas« nicht abschrecken lässt. Mir persönlich
ging das Löschen der Ligatur-Cokos einfach nur ein bisschen zu schnell.
(Wenn es hier darum geht, dass ich in lang.module meinen Namen als Kommentar
hereingeschrieben habe, dann liegt es einfach daran, des es prinzipiell in
Deutschland unmöglich ist, sein Urheberrecht aufzugeben, deshalb muss für das
richtige Anwenden der Lizenz bei signifikanten Ergänzungen [nicht trivial, über
10 Zeilen], der_die Urheber_in klar sein, damit ich berechtigt bin, dass unter
unsere CC-Lizenz zu stellen, wenn es aber wirklich stört, kann man über
Alternativen nachdenken.)
Was die rechtliche Situation angeht, so hast Du sie meines Wissens
korrekt beschrieben – aber die Namensnennung ist auch moralisch Dein
gutes Recht! Wer so viele tolle Beiträge (IPA, Mathe) zur Compose
geleistet hat, soll hier ruhig auch »verewigt« werden :-).
viele der Cokos passen auch ziemlich gut in das bisherige Konzept.
Ich finde Deine Idee mit der toten Taste Drehen auch sehr gelungen :-).
Wie ich bereits dargelegt hatte, habe ich Wert darauf gelegt, nicht mehr
verwendete Zeichen nicht aufzunehmen.
Auch das ist ein sinnvolles Anliegen. Du hast nur mein Missfallen
erregt, da ich die Ligatur-Cokos sehr wohl gelegentlich benutze.
Ohne Dennis auf die Füße treten zu wollen, ist die Ligatur ſs ( stellen die
meisten Schriftarten nicht dar) nicht von allgemeinem Interesse; darum ist sie
in einer user.module besser aufgehoben.
Hier stimme ich zu, ich finde es besser als alle möglichen problematischen
Module anzubieten und nachher 20 Dateien im Ordner liegen zu haben.
Na ja, das läuft wohl auf eine Geschmacksſache hinaus, ob man eher große
oder kleine Module bevorzugt. Ich finde es halt schöner, wenn sich ein
Nutzer aus einer Liste kleiner Module seine Compose zusammenstellen
kann, als wenn er sich alle Cokos einzeln aus irgendwelchen Dateien
zusammenkopieren muss. Aber da bin ich anscheinend in der Minderheit,
auch wenn ich dann nicht so richtig verstehe, warum die Linuxer
überhaupt ein »Welche Module hätten’s denn gerne?«-Skript geschrieben
haben, wenn dann doch wieder alle module einfach nur zusammenkopiert werden.
Die Ligaturen können ja noch sinnvoll sein, […] aber Kompatibilitätszeichen für
japanischen, von oben nach unten geschriebenen Text […]nicht.
Mir liegen eigentlich nur die Ligatur-Cokos am Herzen, die
Kompatibilitätszeichen habe ich noch nie benutzt und werde es auch nie.
Werde aber auch nichts dagegen sagen, wenn die Zeichen Dennis wichtig sind,
denn dafür wäre diese Datei weite_Definitionen ja dann da.
Genau :-). Gerade wir Neo-Nutzer sollten ein Herz für Spinner haben,
schließlich halten uns die meisten selbst für welche ;-).
In meinen Augen wäre es erst ein Editwar, wenn ich jetzt unter Wiederholung
meiner Argumente, Pascals Änderungen einfach wieder zurücksetzen würde.
Ich stelle hiermit fest: Wir hatten keinen Editwar, und noch viel
wichtiger: Niemand will so etwas :-).
Aus diesem Grund würde ich aber stark dafür plädieren, u.a. auch in der Referenz neo20.txt zu vermerken, dass empfohlen wird, wenn man alle Neo-Funktionen (wie
z.B. das korrekte Funktionieren der toten Tasten) zur Verfügung haben will, das Paket mit lang.module und greek.module zu verwenden und dieses zusammen mit math.module, zum empfohlenen Standardpaket zu machen, das man zusätzlich irgendwo zentral (mit dem Hinweis auf weitere Einstellungsmöglichkeiten, soweit gewünscht) auf der Webseite herunterladen zu können.
Genau das sage ich doch! Wir sollten in die neo20.txt schreiben, welche
Compose-Module für eine vollständige Neo-Installation empfohlen werden
und welche optional (also sehr speziell ;-)) sind. Gehen wir sie doch
mal eben durch:
Unbedingt Empfohlen:
en_US.UTF-8
base.module
Empfohlen:
greek.module
lang.module
math.module
Rein optional:
klingon.module
roman.module
weiter_Definitionen
Es gab und gibt ja eine Diskussion und ‚verbannt‘ wurde sie auch nicht, alle
können die Änderungen, wenn sie ihnen zu schnell gehen nach einer Diskussion ja
auch wieder rückgängig machen.
Genau das ist ja inzwischen gesehen :-). Aber ich bin wie gesagt ganz
allgemein beim Löschen/Entfernen von Funktionalität kritisch,
schließlich wurde jede Coko auch irgendwann einmal aus irgendeinem Grund
aufgenommen. Auch wenn Du Recht hast, dass ein SVN eigentlich ja
überhaupt nichts vergisst.
Außerdem wurde ich zu dem Zeitpunkt sogar von einigen auf der Liste bekräftigt,
die Änderung vorzunehmen. Finde es ein bisschen komisch, dass ich hier so als
Verbanner/Löscher dargestellt werde, der ohne Rücksicht und Diskussion handelt.
Na ja, Du hast die Cokos gelöscht, also bist Du dafür auch der
natürliche Ansprechpartner. Und ansonsten finde ich es durchaus gut,
dass hier auf der Liste nicht immer alle einer Meinung sind – da wir
bisher immer Kompromisse gefunden haben, hat Neo von dieser
Vielfältigkeit sehr profitieren können :-).
Es scheint hier ein bisschen so, als würden Änderungen als heilig angesehen
werden.
Nein, viele Änderungen rutschen einfach so durch, ob es nun kleine
Fehlerkorrekturen, Aktualisierungen oder auch mal umfangreichere Sachen
sind. Wenn denn aber eine Änderung einmal nicht auf vollkommene
Gegenliebe trifft, muss man auch bereit sein darüber zu diskutieren. Was
wir ja inzwischen sehr ausgiebig getan haben bzw. immer noch tun.
Wenn jede kleine Änderung an den Cokos erst über der Liste diskutiert und mit
einer Woche Puffer behandelt werden soll, dann geht mir das zu träge als das es
noch Spaß machen würde, an Neo weiter zu entwickeln.
Alle Änderungen erst eine Woche im voraus anzukündigen, fände ich auch
höchst kontraproduktiv. So etwas finde ich höchstens bei echten
inhaltlichen, noch nicht diskutierten Änderungen an der neo20.txt sinnvoll.
Friedliche und versöhnliche Grüße,
Dennis-ſ
PS: Im Betreff besser (was: ) und nicht (war: ) schreiben, damit es beim
nächsten Mal richtig abgeschnitten wird. Dies ist aber ein hier immer
wieder auftauchender sehr schöner Freudscher Verschreiber ;-).