Florian Janßen <please.mail <at> gmx.de> writes: > Bjoern Laessig schrieb: > > Florian Janßen schrieb: > >> Gibt es hier auf der Liste Interesse an einer echten™ Neo-Tastatur? > >> Falls ja wie viel würdet ihr dafür ausgeben? > > > > Ich hatte selber schon lange über den Bau einer Tastatur nachgedacht. > > Was nimmst du für Tasten? > > Cherry MX-Tasten. Die kommen in zahlreichen hochwertigen Tastaturen vor > (z.B. auch in den Maltrons für >500EUR) > > Gruß Florian
Es gibt unterschiedliche Varianten der MX-Tastenmodule. MX-Tastenmodule mit linearer Betätigungscharakteristik (schwarzer Tastenstößel) scheiden gänzlich aus. In Frage kommt das MX-Tastenmodul mit ergonomischem Druckpunkt. Erkennbar ist es an dem braunen Tastenstößel, auf den die Tastenkappe gesetzt wird. Es trägt ein "G" in der Artikelbezeichung, z. B. MX1A-G1NN. Die einzige Alternative stellt das MX-Tastenmodul mit blauem Tastenstößel dar, z. B. MX1A-E1NN. Allerdings führt es mit jeder Betätigung zusätzlich zum Grundgeräusch absichtlich ein "Klick" aus, was aufgrund der beim Tippen entstehenden Geräuschkulisse manche Tippende und insbesondere unfreiwillige Mithörer arg stört. Da in Europa viele verschiedene Tastaturbelegungen üblich sind, ist der Absatz von in Massen gefertigten Qualitätstastaturen pro landesüblicher Tastaturbelegung sicherlich erheblich geringer als bei qwerty-Belegung. Nicht wenige Tastenmodul- bzw. Qualitätstastaturhersteller zeigen kaum Interesse am Markt in Europa. Deshalb erweist es sich als schwierig, in Europa Tastaturen mit MX1A-G...-Tastenmodulen zu einem vertretbaren Preis zu beschaffen - auch auf dem Sektor gebrauchter Tastaturen. Die mit ca. 50 Euro recht preiswerte Standard-Tastatur Cherry G80-3000LSCDE-0 hat MX-Tastenmodule mit Klick-Druckpunkt (vermutlich blaue Tastenstößel). Sie könnte für "Klick"-resistente Tipper in Frage kommen, Die Cherry G80-3000LQCDE-0 hat (nicht zusätzlich klickende) MX-Tastenmodule mit Soft-Druckpunkt (weiße Tastenstößel), die deutlich fester gedrückt werden müssen - die Betätigungscharakteristik der darin verbauten Tastenmodule trägt nicht die Zusatzbezeichnung "ergonomisch". Mit ergonomischem Druckpunkt scheint es die günstige Qualitätstastatur der G80-3000-Reihe von Cherry nicht zu geben. Es gibt Menschen, die beschaffen sich MX-Tastenmodule mit braunem Tastenstößel, um sie in mit anderer MX-Variante ausgestatteten Tastaturen auszutauschen, wozu sie jedes einzelne Tastenmodul öffnen und die paar Bauteile darin auswechseln. Jedoch sind sie weiterhin an die nicht ergonomische der vorhandenen Tastatur gebunden. Ergonomische Anforderungen werden von Standardtastaturen nicht erfüllt. Um eine ergonomische Tastenbelegung zu entwickeln, erscheint es sinnvoll, eine Tastatur vorauszusetzen, die hardwareseitig ergonomisch ausgelegt ist. Für die Hardwareentwicklung darf uninteressant sein, wie die Tastatur später belegt wird. Entscheidend ist, dass die Hardware für sich ergonomisch ausgelegt ist. Der Standardabstand von Taste zu Taste ist mit 19 mm schlichtweg zu groß. Kompakt-Tastaturen, deren Tastenabstand 17,65 mm beträgt, lassen sich besser bedienen. Netbooks haben sogar geringere Tastenabstände, wozu ich keine Information über deren Tauglichkeit fürs Zehnfingertippen habe. Dumme Frage: Wo ein kleiner Finger mehr als zwei Tasten von seiner Grundposition entfernt eine Taste findet, kann da eine Tastatur als ergonomisch gelten? Die Zeigefinger können in der Grundposition 3 bis 4 anstelle von 2 Zwischentasten voneinander entfernt sein. Bei der arensito-Belegung ist die Grundposition um eine Tastenreihe nach oben verschoben, damit der Daumen ins Zehnfingersystem einbezogen wird - ein entscheidender Schritt in eine sinnvolle Richtung. Selbstverständlich soll es möglich sein, den Daumen 5 oder mehr Tasten betätigen zu lassen, z. B. indem ein Teil der für ihn vorgesehenen Tasten 4 Millimeter höher hervorstehen als andere für ihn vorgesehene. Die Tasten der obersten Tastenreihe müssen nicht wie die anderen Tasten in Richtung nach unten betätigt werden. Sie könnten so gedreht verbaut sein, dass sie durch Druck nach vorn betätigen lassen. Das erspart 15 mm Weg! Ein Keylogger erscheint für die Belegung vorhandener Hardware sinnvoll, um besser entscheiden zu können, welche Taste mit welcher Steuerungstaste belegt werden soll. Oder gibt es brauchbare Daten über die Häufigkeit der Betätigung von Tasten, die durch Textkorpora kaum ermittelbar sind, z. B. Cursorsteuerungstasten, Löschtasten,Tastenkombinationen für Kopieren und Einfügen sowie Tastenkombinationen von Steuerungstasten (Strg+Alt+Entf, Strg+Shift+F1, etc.)? Mit netten Grüßen Karl
