Am Fri, 20 Nov 2009 09:28:08 +0100 schrieb Pascal Hauck <[email protected]>:
> das Skript ›beschreibe‹ Unter Windows habe ich Neo bislang nicht ausprobiert. Meinen Rechner richte ich neu ein. Gibt es unter Windows auch etwas wie ›beschreibe‹? > Du vergisst jedoch, dass z.B. griechische Zeichen für deutsche > wissenschaftlicheTexte absolut unverzichtbar sind Mit "aktuelle griechische Text" meinte ich fließendes Schreiben von Neugriechisch, die Verwendung der altgriechischen Zeichen für wissenschaftliche Texte ist klar. > Das Ziel ist also nicht, eine Tastatur zu entwerfen, die für alle > Sprachen zugleich optimal ist, sondern eine Optimierung auf > deutschsprachige Texte bei gleichzeitiger einfacher (aber nicht > zwangsläufig optimaler) Erzeugung von Zeichen, die von > Deutschsprachigen verwendet werden. Sind damit als Zielgruppe Länder gemeint, die als Amtssprache Deutsch haben und wo auch dementsprechend Tastaturen mit deutscher Belegung verwendet werden? Welche Länder mögen das sein? Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg, … Sofern in den deutschsprachigen Ländern weitere Amtssprachen vorhanden sind bzw. auch Tastaturen in weiteren Sprachen üblich sind, ergibt sich daraus, für welche Sprachen die nächstwichtigsten zu unterstützenden sprachspezifisch häufigen Zeichen zwecks ergonomischer Belegung bzw. Eingabe relevant sind. Für die Schweiz und Luxemburg ergäbe sich daraus die zu bevorzugende Unterstützung der Sprachen französisch, italienisch, luxemburgisch und evtl. portugisisch. Damit bleibt die Optimierung für deuschsprachige Texte, kann jedoch die Bedürfnisse der Menschen deutschsprachigen Länder gesondert berücksichtigen. Das bliebe dennoch weit entfernt von der Europatastatur, vergrößert jedoch die Zielgruppe um einen sinnvollen Bereich. > > [Für] ä, ö, ü […] eine Tot-Taste > > drei vertretbar gut erreichbare Tasten […] hinsichtlich Ergonomie > > Deine Begründung zielt nicht auf Ergonomie, sondern auf Effizienz. Effizienz kann Voraussetzung für Bereiche der Ergonomie sein, wobei das Optimum für den Menschen im Bereich beider Gebiete liegen mag. Was wird als effizienter aufgefasst: Die Direkteingabe eines akzentuierten Zeichens (wobei die Tot-Tasten nicht optimal liegen können) oder das Betätigen einer sehr leicht erreichbaren Tot-Taste gefolgt von einer Grundreihentaste der anderen Hand? Was davon wäre ergonomischer? Warum müssen die Deutschen allein vier Tasten verschwenden, wo Menschen anderer Länder Akzente mittels Tot-Taste an Buchstaben setzen? Nicht Tasten mit Direktbelegung akzentuierter Zeichen, sondern eine gut erreichbare Tot-Taste wünschen die Menschen sich in solchen Ländern. Das können wir auch haben. Die Standardtastatur hat im Laufe ihres "Fortschritts" immer mehr Tasten hinzu bekommen, die Hände der Menschen aber nicht mehr Finger. Zu viele Tasten sind so schlecht erreichbar, dass ihre Belegung ergonomisch unvertretbar erscheint. Insofern ist auch die Effizienz für die ergonomische Optimierung entscheidend. > jedoch bin ich im Rahmen von Neo3 gewillt, mir Vorschläge anzuhören, > welche anderen Zeichen an diese Stelle treten sollten. Klar ist, dass > es Zeichen sein müssen, die deutlich häufiger als Umlaute sind Es geht bei den Gedanken nicht um Neo2. Vielleicht muss man sich für die Optimierung von Neo3 mehr von im Laufe der Entwicklungszeit von Neo2 entstandenen Denkschemata lösen, als jetzt erahnbar ist. Warum sollte klar sein, dass es Zeichen sein müssen, die an die Stelle wegfallender Zeichen treten? Wenn Programme bei der Optimierung der Neo3-Belegung unterstützen sollen, dann können aus jetztiger Sicht überraschende Ergebnisse auftauchen. So würde eine Tastenbelegung durch Wegfall von ä, ö, ü, ß zu einem ganz anderen Ergebnis führen. Ein fiktives Beispiel mit Neo2 als Anhaltspunkt (Qwertz mochte ich nicht nehmen): ü fällt weg, an die Stelle käme y, an die Stelle des y tritt das Umlautzeichen (nur erste Ebene) zum Erzeugen der kleingeschriebenen Umlaute sowie ß. Für ä, ö, ü ergäbe das Tippen einen gewünschten Handwechsel. An die Stelle des ß tritt das Umlautzeichen (nur erste Ebene) zum Erzeugen der großgeschriebenen Umlaute sowie ẞ (ersetzt Tastenkombination mit Shift). Das Umlautzeichen käme auf der ersten Ebene auf zwei Tasten vor, wobei ein Umlautzeichen gefolgt vom anderen das pure Umlautzeichen erzeugen könnte, eine Umlauttaste gefolgt vom Leerzeichen das geschützte Leerzeichen und die andere Umlauttaste gefolgt vom Leerzeichen das schmale geschützte Leerzeichen. Wo ö und ä waren, wären die ersten beiden Ebenen unbelegt, wo ß und y waren, wäre die zweite Ebene unbelegt. Wenn darauf die Belegung aller sechs Ebenen der jetztigen schlechtesterreichbaren Toten Taste verteilt würde, wäre mit deren ersatzlosen "Beseitigung" etwas gewonnen ;-). Inwieweit so etwas treiberseitig umsetzbar wäre, vermag ich nicht abzuschätzen. Mit netten Grüßen Karl
