Am 23.11.2009 um 20:02 schrieb Karl Köckemann:
Auch die schwieriger erfassbare Häufigkeit, mit der bestimmte
Buchstabenfolgen anderen Buchstabenfolgen unmittelbar folgen,
beeinflusst eine Tastenbelegung.
Nein. Tut sie nicht.
Doch, das ist schon relevant (insbesondere, was Bi- und Trigramme
angeht). Ich fand beim Erlernen von Neo ck, ch, … sehr hilfreich und
weiß sie noch heute zu schätzen :-).
Zitat:
"Erörterung: Man sieht, dass es tatsächlich einen Unterschied macht,
welchen Textkörper man für die Untersuchung einsetzt."
Zitat:
"Wie gut die Tastaturbelegung abschneidet, hängt teilweise davon ab,
welchen Prüftext man benutzt."
aus: http://bro.homepage.t-online.de/Eigenschaften.html
In Wikipedia las ich, dass die Auswahl der Textkorpora zur Ermittlung
der Buchstabenhäufigkeit wenig relevant sei. Ich gehe davon aus, dass
wohl immer das Vorliegen von hinreichend großen Textkorpora aus genug
verschiednen Gebieten vorausgesetzt wird.
Für weitaus mehr als nur Buchstabenhäufigkeit ist statistische Analyse
von Textkorpora geeignet. Spätestens dann spielt die Auswahl der
Korpora eine nicht vernachlässigbare Rolle.
Ich möchte das Argument für eine Berücksichtigung von Buchstabenfolgen
unterstützen.
Ich befasse mich mit Schnellschreiben auf einer Tastatur. Bei der
Buchstabenbelegung ist eine griffgünstige Position der besonders
häufigen Buchstaben selbstverständlich. Aber es gibt etliche
Buchstaben, deren Häufigkeiten sich untereinander nur unwesentlich
unterscheiden. Bei ihnen kommt es auf den Ablauf der Fingerbewegungen
bei den Buchstabenfolgen an. Selbstverständlich sollen die Folgen ch
und ck griffgünstig sein.
Doch der Gesichtspunkt der Buchstabenhäufigkeit verändert sich, sobald
man Kürzungen verwendet. Die häufigste Kürzungsgruppe sind die sechs
bestimmten Artikel, fünf von ihnen werden mit ihrem Endbuchstaben
gekürzt. Dadurch nimmt die Häufigkeit des D erheblich ab. Bei den
Kürzungen schreibt man ein Wort aus EINEM Buchstaben. In den Fällen,
bei denen dieser Buchstabe unverändert bleiben soll, wird er mit einem
unsichtbaren Sonderzeichen gekennzeichnet. Die Kürzungen in ihrer
Rangfolge sind r= der, e=die, n=den, d=das, m=dem, s=des. Diese Gruppe
hat in den Texten einen Anteil von rund 10 Prozent.
Eine weitere Kürzung ist das ch. Dieser Laut aus zwei Buchstaben wird
auf EINEN Tastpunkt gelegt. Dadurch verringert sich die Häufigkeit
eines einzelnen h auf 40 Prozent seiner Gesamthäufigkeit.
Heider