Moin,

> 4. Sein Algorithmus ergibt pro Durchlauf EINE Tastaturbelegung. Diese kann 
> noch Gegenstand kleinerer Mutationen werden  (typisch x und ß auf dem rechten 
> Kleinfinger tauschen, was die gleiche Punktzahl ergibt). Man darf vielleicht 
> um eine Erweiterung des Entwicklungsprogramms bitten, dass immer eine Serie 
> gleichwertiger Belegungen vorgelegt werden.
An dieser Stelle wäre es meiner Meinung nach recht wichtig, dass
gleichwertige Tasten vermieden werden. Gerade der Mittel- und Ringfinger
sind prädestiniert dafür. Ich weiß nicht, wie im Detail die Bewertung
aussieht, aber wenn diese beiden Spalten beispielsweise beliebig
vertauscht werden dürften, würde sich die Anzahl gleichwertiger
Tastaturen signifikant erhöhen.

> 5. Wenn ihr einmal da sitzt und versucht mit einer neuen Tastaturbelegung zu 
> tippen, dann entstehen viele Fragen: (a) benutze ich alle Finger gleich viel? 
> (b) tippe ich mit der rechten Hand immer in der Mitte und mit der linken 
> immer oben? So Fragen bitte jetzt sofort stellen – die können mit in das 
> Entwicklungsprogramm einprogrammiert werden. Wenn das Entwicklungsprogramm 
> eine Tastaturbelegung ausspuckt, soll es bitte gleich die Fingerstatistik mit 
> ausgeben: Links 4 - 3 - 2 - 1 Rechts 1 - 2 - 3 - 4. Dann können wir sehen, ob 
> bei einer Tastaturbelegung die Hände harmonisch belastet werden. Dazu wünsche 
> ich mir eine Handstatistik - wieviele Zeichen auf rechte Hand und wie viele 
> auf linke. Und die Gruppenstatistik hätte ich auch gerne – wie viele Zeichen 
> linke Hand oben, linke Hand Mitte, linke Hand unten usw. Und oben gesamt 
> (rechts plus links) und mitte und unten gesamt.
> 6. Da der Verdacht besteht, dass das Publikum nicht sehr schief belastete 
> Tastaturen wollen, kann man gleich das Entwicklungsprogramm umschreiben, 
> sodass es Strafpunkte für „übermäßige Schiefheit“ gibt – was auch immer 
> darunter zu verstehen ist. Eine Handschiefe > 1,15 (rechts Anschläge geteilt 
> mit links Anschläge) soll bestraft werden (man kann ja ab 1,00 milde Punkte 
> vergeben). Die Belastung der Finger sollte
> 9 - 14 -14 -14 -14 -14 -14 -9 % sein (jaja 100% insgesamt eben) oder
> 8 - 12 - 16 -14   -   14 - 16 -12 - 8 % sein aber nicht  10 - 25 - 8 - 8 oder 
> so, richtig?
All diese Aspekte sollten unbedingt in den Evaluator aufgenommen werden.
Dann ist nur noch die Frage der Gewichtung zu klären…

> 7. Dann haben wir ein Entwicklungsprogramm, das einen ganzen Haufen von 
> Tastaturbelegungen ausgibt, die allesamt eine harmonische Finger - und Hand- 
> und Reihenverteilung haben, alle säuberlich dokumentiert. Was machen wir dann 
> mit ihnen? Wir schauen sie uns an und werfen uns mit all unserer Erfahrung 
> wie die Geier darüber. Ich habe selber welche gemacht und mir gefiel eben der 
> Gedanke nicht, dass das „C“ ganz oben links sein sollte. Bei einer anderen 
> gefiel mir etwas anderes nicht.
> 8. Wenn wir dann fertig sind, dann haben wir 10 Kandidaten und dann reden wir 
> nochmal.

Ich weiß nicht, wie hoch die Rechenzeiten für einen Evaluationsvorgang
sind, wenn sie aber hinreichend niedrig liegen (maximal eine Sekunde je
Tastaturlayout), ist die schon angesprochene Idee einer
Brute-Force-Attacke vielleicht wirklich ganz reizvoll. Ein Ansatz dafür
wäre, mit den häufigsten Buchstaben anzufangen und alle anderen
Buchstaben zunächst nicht zu betrachten. Angesichts dessen, dass auf die
häufigsten vier Buchstaben schon über vierzig Prozent ausmachen und die
häufigsten acht zwei Drittel stehen die Chancen nicht schlecht, dass der
Lösungsraum durch diese Vorgehensweise schnell so stark eingegrenzt
werden kann, dass quasi eine vollständige Enumeration möglich wird.

Viele Grüße

Sepp (:

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