Am Tue, 15 Dec 2009 16:28:32 +0100 schrieb Ulf Bro <[email protected]>: > Mit dem Textkorpus scheinen sich jetzt alle anfreunden zu können.
Sofern der Leipziger Textkorpus mit 3 Millionen Sätzen damit gemeint ist, ein paar Mängel weist er auf, von denen ich einzelne zu beheben versuche, z. B. manche Wörter der Neuen Rechtschreibung anpassen. Nach den Angaben zu dem Textkorpus (Datei meta.txt) gehe ich davon aus, dass der Korpus durchaus als Grundlage herhalten kann: build date: 20060512 content encoding: iso-8859-1 percentage of text coverage by the most frequent 100 000 word forms: 92.61 Beim IDS Mannheim habe ich leider nichts Vergleichbares zum kostenlosen Herunterladen finden gefunden. Dort gibt es zwar eine umfangreiche Liste mit den häufigsten Wörtern, aber leider nicht mit absoluten oder relativen Häufigkeitswerten, sondern nur mit Angaben zu Häufigkeitsklassen. > Ich halte die Werkzeuge, die jetzt vorhanden sind für genau die > richtigen. Mir ist zu unklar, wie die Optimierungsprogramme vorgehen, die Belegungsvorschläge liefern. Was genau sind die Kriterien, die sie zu genau den richtigen Werkzeugen machen? Wurden genug Optimierungsmodelle bei der Wahl des Werkzeugs berücksichtigt? Wäre es machbar, ein Modell umzusetzen, nach dem alle Zeichen als sozusagen sich einander magnetisch anziehend (für Handwechsel als abstoßend) betrachtet werden? Beispiel: http://www.almaden.ibm.com/u/zhai/papers/Softkeyboard/UISTCamera.pdf Darauf aufbauend ein feines Modell, für das freie Quelltexte vorliegen, die - sofern ich es richtig auffasse - "nur noch" auf Zweihandbedienung erweitert werden bräuchten: http://www.public.iastate.edu/~crb002/ie574final.pdf Die dazu erforderliche Häufigkeitsmatrix bräuchte pro Textkorpus nur einmal bestimmt Quelltext liegt vor), könnte jedoch vom Optimierprogramm recht schnell durchlaufen werden. > Jetzt kann die Belegung kurzfristig in eine Alphaversion zum > allgemeinen Herumprobieren und Kritisieren freigegeben werden. Mir erscheint es für einen solchen Schritt reichlich früh, da etliche durchaus sinnvolle Fragen ungeklärt sind. Die Verringerung der Anzahl der belegten Tasten erscheint mir erforderlich. Sollen eigene Tasten für äöüß bleiben oder diese Buchstaben mittels besser platzierter Toter Tasten erzeugt werden? (Vielleicht kann das leichter entschieden werden, wenn eine Belegung ohne äöüß-Tasten erprobt wird.) Soll wegen der ungleichen Kleinfingertastenerreichbarkeit die Grundposition der Hände um eine Taste weiter nach rechts liegen? Oder nur die rechte Hand, d. h. 3 Tasten zwischen den Zeigefingern statt )? Soll der Daumen bei Neo3 besser einbezogen werden (d. h. Grundposition eine Reihe höher, Leertaste abnehmen und normale Tastenkappe aufsetzen)? Vielleicht sollte die eine oder andere Frage vor dem Belegen der Tastatur überdacht werden, da deren Klärung sich auf die Optimierungsvoraussetzungen auswirken kann. Mit netten Grüßen Karl
