> Könnte man nicht theoretisch einen Treiber auf niedrigerem Niveau (in C) > schreiben, der ganz hardwarenah die verschiedenen Signale der Tastatur > nach Belieben umtauscht?
Bestimmt. Etwas auf einem niedrigen Niveau zu machen gibt einem zwar viel Macht in die Hand, hat aber auch Nachteile: geringene Portabilität (was auf Linux geht hilft mir auf NetBSD wahrscheinlich nicht), schwierigere Konfiguration, schwerwiegendere Folgen von Bugs, mehr Rechte zur Installation. > Gibt es etwas Ähnliches in Linux (unter X meine ich)? So Zahlencodes, > meine ich? Kann man sie manipulieren oder im Sinne einer Umtauschtabelle > verändern? Die keycodes in xmodmap sind solche Zahlencodes. Eine Zahl bezeichnet sowohl eine Taste als auch eine Zeile in der Belegungstabelle. Normalerweise genügt es, die Zahl zu lassen wie sie ist, und nur die Belegungstabelle zu ändern; das normale xmodmap-Procedere. Mit XKB kann man auch den Zahlencode selbst manipulieren. Zum einen gibt es zwei so genannte Overlays. Damit man kann jeder Taste (also jedem Zahlencode) zwei andere Tasten zuordnen. Ist das jeweilige Overlay aktiv werden die Zahlencodes entsprechend ausgetauscht. Zum anderen gibt es so genannte Redirect-Actions. Eine Redirect-Action ist im Grunde eine Tastenbelegung und kann nicht nur pro Taste, sondern auch pro Ebene spezifiziert werden. Statt einfach ein Symbol zu erzeugen wird aber zuerst der Zahlcode ausgetauscht (und allenfalls die Modifikatoren verändert). Symbole werden dann mit dem neuen Zahlencode aus der Belegungstabelle ausgelesen. Overlays sind zum Beispiel geeignet, einen Zahlenblock im Haupttastenfeld einzublenden (mit Vor- und Nachteilen gegenüber der Neo-Lösung mit Ebenen). Mit Redirect-Actions könnte man zum Beispiel Control-C irgendwo auf Ebene 4 legen. Andreas
