Moin Mœsi,

Matthias Wächter ſchrieb am 13.02.2010 20:49 Uhr:
Am 13.02.2010 14:51, schrieb Dennis Heidsiek:
»Die Liste der Dinge, die gegen einen dauerhaften Linux-Umstieg sprechen, ist 
soeben um einen Punkt angewachsen« ;).
Ich will niemanden von einem sinnvollen Umstieg auf Linux abhalten. Ich es nur 
denen, die diesen Umstieg nicht machen, ihr triestes Windows-Leben etwas 
erträglicher machen :)

Aber das weiß ich doch! Meine Ausſage war auch nicht wirklich erst gemeint, deshalb das ;) am Ende – na ja, vielleicht doch ein ganz klein bisschen ;).

Ich war auch erstaunt, wie performant die Umschaltung klappt, ich hatte mit 
einer spürbaren Verzögerung beim Aufbau gerechnet, aber so macht es eigentlich 
schon jetzt richtig Spaß! :)

Jep, das kann ich nur bestätigen :). Wahrscheinlich wird das Rendern einer Schrift auch unter Windows halt einfach von einer tieferen (und schnelleren) Schicht des Betriebsſystems ausgeführt, und deshalb gibt es einfach kein Performance-Problem :).

Ich hatte ja seinerzeit, beim Umstieg auf neo-vars mit seinen Variablen, schon 
eine dynamische BST im Kopf, aber keine Zeit, die doch nicht wenigen Klippen zu 
umschiffen.

Das kann ich mir gut vorstellen! Da ist ja doch einiges zu beachten. aber es zeigt doch erneut, wie wichtig – und wohlüberlegt! – Dein kompletter Rewrite des AHK-Treibers gewesen ist. Im alten AHK mit seinen ganzen separaten Keyhook und den fehlenden Variablen wäre so etwas schlicht nicht möglich gewesen :).

Insbesonders das Aktivieren einer oder mehrerer Schriftarten, die unabhängig 
von den am System installierten funktionieren sollten, war eine echte 
Herausforderung.

Also das hätte ich jetzt eher weniger vermutet, das geht unter Java ziemlich schmerzlos. Aber oft weiß man erst nach dem Programmieren, wo eigentlich die wirklichen (zuvor meist unerwarteten!) Knackpunkte gelegen haben …

Ich konnte die alte eigentlich nie richtig verwenden, da ich ja fast seit 
Anbeginn mit meinem eigenen Layout unterwegs war und sich die Erzeugung 
individualisierter .png-Dateien nicht gelohnt hätte.

Also eigentlich ›nur‹ purer Eigennutz, von dem jetzt auch andere profitieren … nun, Neo ist ursprünglich auch nicht anders entstanden :).

Außerdem konnte ich mir vorstellen, dass die Lang-s-Fraktion und andere 
Individualisten so etwas ganz gut brauchen könnten.

Oh ja, das tut ſie ſogar ganz definitiv :) (auch wenn ich – glaube ich – der letzte Lang-ſ-Nutzer bin, der Linux /nicht/ als sein primäres OS einsetzt, aber irgendwer muss ja als ›Brückenkopf‹ fungieren ;)).


:) Ich war auch ganz erstaunt, wie intuitiv sich jetzt beispielsweise das tote „TURN“ (M2+T2) erforschen lässt.

Ganz genau das habe ich auch ausprobiert! Mann kann einfach mal das ↻ ›einrasten‹ lassen und dann einfach durch die Ebenen schalten und so entdecken, was man alles schönes mit dem Ding anstellen kann :).

Kurzum, ich bin ein begeisterter Fan der Bildschirmtastatur 2.0 und plädiere 
sogar dafür, dass sie die ›statische‹ Version bald vollständig ersetzen sollte.
Es hängt sicher von der Performance des Rechners ab, auf dem man die neue BST 
einsetzen will. Wenn’s nur mehr flackert und man den Buchstaben beim Aufbauen 
zuschauen kann, muss man sich spätestens etwas überlegen. Mein Rechner von 2006 
kommt jedenfalls klaglos zurecht.

Das hört sich doch schon mal recht vielversprechend an … und sobald erstmal die erste .exe mit der BST 2.0 vorliegt, wird ja auch der Kreis der Tester anwachsen :). Erst wenn dann mittelfristig keine Klagen (sondern nur noch mehr Lob :)) zu hören ist, könnte man die BST 1.0 aufs wohlverdiente Altenteil schicken.

• Am rechten Rand der BST steht viel weißer Platz über, der könnte restlos 
verschwinden.
Peanuts. :) Wir haben irgendwann zwischen der Erstellung der alten/neuen 
ebene0.png und den aktuellen ebenex.png-Dateien das Format geändert.

Schön :), dadurch wird die neue BST sogar ein klein bisschen kompakter (sprich weniger breit) als die Alte.

Nach Ansicht deines Bildes verwundert mich, dass die Buchstaben-Positionen bei 
Dir offenbar nicht die gleichen wie bei mir sind, auch der Font sieht bei Dir 
anders aus (noch mehr Bold als bei mir). Ich bin etwas verwirrt, da die von mir 
praktizierte Methode der Aktivierung des individuellen Fonts eigentlich bei uns 
beiden bzw. bei allen das gleiche Ergebnis liefern sollte. Hast du schon mit 
der Font-Auswahl gespielt?

Ich habe schon ein wenig herum gespielt :), aber daran kann es nicht liegen: Ich habe das auch mit dem unveränderten Code aus dem SVN und gelöschtem (Neo-)App- wie Temp-Verzeichnis ausprobiert (so dass er sich auch die Schrift nochmal neu herunterladen musste), aber die Schrift (und auch ihre leicht verschobene) Anordnung ist immer die selbe. Wenn ich auf eine Systemschrift wechsle, ist die übrigens auch um den gleichen Abstand verschoben (siehe das Beispiel im Anhang). Von daher fehlt mir auch der Vergleich, wie es ›richtig‹ ausſehen sollte … geringfügige Unterschiede in der Dicke der Buchstaben könnte ich mir noch mit unterschiedlichen ClearType-Einstellungen erklären, aber warum die Buchstaben so verschoben sind, will sich mir auch nicht erschließen :(. Vielleicht, weil ich noch XP verwende? Hast Du das unter Vista (oder 7) ausprobiert?

Die M’s sind offenbar Rückstände der für alle Buchstaben-Positionen anfänglich 
ausgegebenen Zeichenkette „MM“, die für ausreichend Platz sorgen sollte.

Ah, das erklärt’s natürlich. Ich hatte schon irgendwelchen geheimen Botschaften vermutet ;).

Durch die angesprochene Diskrepanz bei den Fonts schreibt er bei Dir über das 
ebene0.png-Bild hinaus, und dieser Teil des Bildes wird anschließend nicht mehr 
aufgefrischt. Vermutlich verschwinden diese Rückstände, wenn du das Fenster 
einmal über den Bildschirmrand hinaus und dann wieder zurück schiebst, um einen 
vollständigen Refresh auszulösen.

Soeben ausprobiert und bestätigt, das nicht-vorhandene Ticket ist hiermit geschlossen ;).

• Was die hängenden (also noch unvollständigen) Compose-Sequenzen angeht, so 
würde ich persönlich es nochmal als Verbesserung empfinden,
wenn bei bei weiterverschachtelten Kombinationen statt dem '*' als 
Indikatorzeichen stattdessen die ›normale‹ Belegung (vielleicht in einer
anderen Farbe?) angezeigt werden würde –
Ich möchte die Funktionsaufrufe innerhalb der Redraw-Funktion so einfach wie 
möglich halten. […] Genausowenig erstrebenswert – aus Sicht der Performance – 
ist die
Nutzung von Grafiken anstelle von Unicode-Zeichen (z.B. Grafiken für die 
Mod-Tasten). Ich möchte am liebsten alle Zustände durch Wechseln des Zeichen 
innerhalb des Unicode-Zeichenvorrates darstellen.

Gut erklärt und begründet, vielen Dank für die Aufklärung!

Für dejavu-fonts-ttf-2.30.zip und unzip.exe gebe ich Dir Recht. der Font selbst 
sollte aber nicht Gefahr laufen, bei jedem Neustart potenziell neu 
heruntergeladen zu werden, deshalb sollte er irgendwo liegen, wo er nicht von 
einem System-Reinigungsprogramm gelöscht werden kann.

Gutes Argument, dann sollte wenigstens die DejaVu-Schrift im App-Ordner bleiben.

• Enpackungsgröße: Die dejavu-fonts-ttf-2.30.zip ist mit 4,36 MB doch ziemlich 
›fett‹,
Naja, Sooo oft lädt man es sich ja nicht runter (außer man testet die 
Download-Funktion :))

Hab’ ich tatsächlich gemacht, da musste meine Leitung schon etwas arbeiten ;),

und Bandbreite ist heute ja nicht mehr_das_  kritische Thema.

Jedenfalls nicht mehr für die große Mehrheit, aber es dürfte noch immer ein paar Modem-Nutzer geben.

Also selbst, wenn der Download eine Minute dauert, wird man anschließend ja mit 
einer entsprechend guten und vor allem aktuellen Darstellungsqualität belohnt.

Gutes Argument, das automatische Nachladen einer aktuellen Schriftversion finde ich auch ziemlich cool! Ich hatte nur daran gedacht, für eventuelle ›Offliner‹ eine DejaVu mit in die .exe zu packen, falls das Herunterladen aus irgendeinem Grund scheitern sollte.

Auf meinem Heim-Rechner habe ich beispielsweise im System eine dejavu von 2007 
installiert, der fehlen noch die meisten neuen Zeichen (beispielsweise das 
Versal-Eszett). Außerdem ist der Ersatz einer Schriftart, die unter permanenter 
Verwendung steht – bei mir in der Titelzeile und im Menü jedes Fensters – 
manuell ziemlich umständlich.

Gutes Argument, aus diesen Gründen sollten wir keine im System fest installierte Schrift vorausſetzen – das hast Du schon gut gelöst :).

Ich dachte, der automatische Download des kompletten Pakets ist vom Standpunkt 
der Lizenzen her der unproblematischste Ansatz. Wenn wir die Schriftart bei uns 
ins Repository übernehmen und im .exe ausliefern können und das kein Problem 
aus lizenzrechtlicher Sicht ist, soll’s mir natürlich Recht sein.
So wie ich die DejaVu-Lizenz
http://dejavu-fonts.org/wiki/index.php?title=License

verstehe, ist die ziemlich locker – es würde wohl voll und ganz reichen, wenn der NeoVars neben der .ttf auch eine ASCII-Kopie der Lizenz herunterladen/mitliefern würde.

vielleicht eine optionale Einstellung in der NEO2.ini, mit der man einen 
bestimmten Systemfont für die BST festlegen kann (eventuell sogar mit einem 
›Fallback‹ auf die DejaVu?). Der Gedanke einer gebrochenen BST ist einfach so 
verlockend, dass ich
… dass du … was? :)

… einfach nicht widerstehen konnte, den Punkt einer frei einstellbaren Schrift für die BST anzusprechen – nur hat da gerade das Telefon geklingelt und ich dann vergessen, diesen einen Punkt zu Ende zu schreiben – ich bitte um Entschuldigung! Es stimmt halt doch, Männer können einfach nicht mehrere Sachen gleichzeitig erledigen ;)

Du kannst die zu verwendende Schriftart in der Variable »UniFontName« in der 
Datei screenkeyboard_new.ahk festlegen.

¡Jucheisasa!, das funktioniert tatsächlich … anbei ein kleines Bildschirmfoto der ersten in Fraktur gerenderten Bildschirmtastatur :). Die höheren Ebenen sehen natürlich recht leer aus, aber sie hat schon was :).

dass die BST besonders stark und ›regelmäßig‹ flackert, wenn ich Mod3Rechts 
länger gedrückt lasse – bei allen anderen Modifier tritt dieses Phänomen 
hingegen nicht auf
Ist mir auch schon aufgefallen, ich habe aber keine Erklärung dafür.

Vor allen Dingen nicht, weil Mod3R wie Mod4L ein ›erfundener‹ Mod ist, der unter Qwertz eine ganz normale Taste ist. Manchmal verhalten sich Computer echt rätselhaft.

BST frei zoombar
Keine Ahnung, wie man das machen könnte. Ich schreib’s mir einmal auf die 
virtuelle Wunschliste. :)

Ist ja auch nur ein Feature-request für Breitbild- und Netbook-Nutzer, also nichts wirklich wichtiges. Wobei es schon interessant wäre, ob dann Größe und Performance der BST irgendwie zusammenhängen würden.

ICH BIN ECHT BEGEISTERT :)
Danke, danke, Dein Lob ist mir viel wert!

Normalerweise setze ich CapsLock nicht auf ganze Sätze an (»schreinen«), aber in diesem Fall schien mir eine Ausnahme angebracht zu sein.

Und ich finde, dass einer ersten .exe-Version der neuen BST nichts mehr im Wege steht, ich sehe keinen kritischen Fehler, der dem irgendwie entgegenstände :).


Viele Grüße,
Dennis

<<attachment: Bildschirmtastatur-Frakturisiert.png>>

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