Hi Nora, 

Danke, dass du die Auswertung übernommen hast! 

Ich möchte noch ein paar Zusatzinfos geben: 

On Friday 22 October 2010 16:13:56 Nora Geißler wrote:
> Die Infos zu den 3 Layouts gibt es hier:
> http://bitbucket.org/ArneBab/evolve-keyboard-
layout/src/tip/empirie/2010-09-19.1-test-layouts-miche.txt#cl-144

# d
xoc.ü wdrhzq´
faeiu mtnslp
käy,ö bgßjv

# δ
ßlcgw ü,ouvq´
dntsr .aehkz
fxbmj äiöyp

# Δ
xäoi. wcrb,ß´
seahu ldntfk
jyöüq mgvpz


(Achtung: Alle nur Mittelfeld!)


Die Interessanteste Frage ist nun: Nach welchen Kriterien ist welches Layout 
vorne? Haben manche von uns ein anderes als das nach den Zahlenwerten 
dominante Kriterium gesehen? 

"A > B" nehme ich als "A ist besser als B". 

Ich nehme überall die gewichteten Kosten, damit die Unterschiede vergleichbar 
sind. Alle Differenz jeweils x · 10⁻⁶

Positionskosten haben wir schon: d > Δ > δ; diff: 1,14
d: 4.53738317757 ~ 9.71e-06
δ: 5.07009345794 ~ 1.085e-05
Δ: 4.84579439252 ~ 1.037e-05

Fingerwiederholungen: δ > d == Δ; diff: 0,256
d: 0.93896713615 % ~ 5.12e-07
δ: 0.469483568075 % ~ 2.56e-07
Δ: 0.93896713615 % ~ 5.12e-07

Fingerdisbalance: d > Δ > δ; diff: 0,16
d: 3.23837107575e-06
δ: 3.39859113463e-06
Δ: 3.38403656819e-06

Hand-Disbalance: d > Δ > δ; diff: 0.58
d: 1.01674208145e-07
δ: 6.82669683258e-07
Δ: 2.17873303167e-07

Handwechsel: d == δ == Δ; diff: 0
d: 0.763358778626
δ: 0.763358778626 
Δ: 0.763358778626

Zeilenwechsel: δ > d > Δ; diff: 0.085
d: 6.84931333333e-07
δ: 6.57395833333e-07
Δ: 7.42868e-07

Handwechsel nach Disbalance: d > δ == Δ; diff: 0.02
d: 3.2e-07
δ: 3.4e-07
Δ: 3.4e-07

Die verschiedenen Ergebnisse: 
d > Δ > δ – Björn, Dennis
d >> δ == Δ – Jurek
d == δ > Δ – Nora
d > δ ≈ Δ – Paul (δ und Δ abgehackt)
d > δ > Δ – Martin, Arne Zweiervergleich
δ > d >> Δ – Stephan (kein sonderlich großer Unterschied zwischen δ und d)
δ > d > Δ – Ulrich, Timo, Cornelis
δ > Δ >> d – Florian
δ > Δ > d – Arne einfach


Zwei davon lassen sich aus den Parametern erklären: 

d > Δ > δ – Björn, Dennis → Buchstabenposition, Fingerdisbalance und 
Handdisbalance?
δ > d > Δ – Ulrich, Timo, Cornelis → Zeilenwechsel (eigentlich zu geringe 
Unterschiede)?

Da δ in Fingerwiederholungen noch besser war als die beiden anderen, könnte 
das drei weitere Ergebnisse erklären: 

d >> δ == Δ – Jurek
d > δ ≈ Δ – Paul (δ und Δ abgehackt)

Mit Fingerwiederholungen und Zeilenwechseln (in beidem ist δ besser als d) 
kommt noch dazu: 

δ > d >> Δ – Stephan (kein sonderlich großer Unterschied zwischen δ und d)


Bleiben noch 4 aus den Parametern schwer zu erklärende: 

d == δ > Δ – Nora
d > δ > Δ – Martin, Arne Zweiervergleich
δ > Δ >> d – Florian
δ > Δ > d – Arne einfach


Da ich in den Werten keine direkte Möglichkeit gesehen habe, die Ergebnisse zu 
erklären, habe ich mir mal einen weiteren Parameter angeschaut: Wie leicht ist 
der zu tippende Text aussprechbar? Dazu habe ich ihn einfach gesprochen und 
jedem schlecht aussprechbaren Wort nach Gefühl eine Zahl zwischen 1 (geht so) 
und 3 (wie spricht man das‽) zugeordnet. 

d: Keg kigar rog rvlf aer yiig Üedvsanag jvr has irhagar Nasyad arnuagrnp idt 
hea Tlfinnar iot has Fessad qo uiddar bamirrarp telf idt Ygvnaünvgar 
fagiottnaddnar orh hisen saera tlfdesstnar Bauwglfnormar batnönemnarc
11123121
δ: Wmo wnori ifo iglt rmi jnno Dmvgpraro qgi urp niurori Arpjrv riaüroiah nve 
umr Eltnaari nfe urp Tmpprv yf ünvvri ärcniirih emlt nve Jogardagori 
tronfeearvvari fiu unpma prmir eltvmppeari Ärükoltaficri äreabamcaris
12121
Δ: Kcg kagir rog rlhe icr .aag Ycslbitig ,lr nib arnigir Tib.is irtdigrtq asu 
nci Uheattir aou nib Ecbbis jo dassir fimarrirq uche asu .gltiytlgir 
eigaouutisstir orn nabct bicri uhescbbutir Fidpghetormir fiutvtcmtirw
1323111

Das ganze addiert: 
d: 12
δ: 7
Δ:12

d.h. δ > Δ == d

Was zwar nichts mit den Layouts zu tun hat, aber vermutlich ein Artefakt ist, 
das die Art der Tipptests mitbringt: Wir sehen, wie die Texte in unserem 
Layout wären. Und sie verletzen unser Sprachgefühl (verschieden stark) :)

Damit ist aber immernoch nicht erklärt, warum Δ so schlecht abschneidet. Das 
könnten die Satzzeichen im Wort erklären (die Ulrich schon gefunden hat). 

Als Spielerei versuche ich die Verzerrung einfach mal rauszurechnen: Ich gebe 
den durch die Auswertungsmethode benachteiligten Layouts Boni. Beispiel für 
Boni: A > B, B bekommt Bonus ⇒ A == B'. d erhält einen Punkt Bonus (wegen 
Unaussprechlichkeit) und Δ zwei (wegen Unaussprechlichkeit und Satzzeichen in 
den Wörtern). Dann sieht das ganze so aus: 

## Ergebnisse, Boni: 1 für d, 2 für Δ

### Aus Parametern vorher plausible

d > Δ >> δ – Jurek
d > Δ > δ – Martin, Arne Zweiervergleich
d = Δ >>> δ – Björn, Dennis-ſ
d = Δ >> δ – Paul (δ und Δ abgehackt)
d = Δ = δ  – Ulrich, Timo, Cornelis ⇒ kein Unterschied

### Nur aus Parametern vorher schwer zu erklärende

d = Δ > δ – Nora
d = δ > Δ – Stephan (kein sonderlich großer Unterschied zwischen δ und d)
Δ > d = δ – Arne einfach
Δ > δ > d – Florian

Um die Anpassung zu erklären: δ ist besser lesbar als die beiden anderen. 
Diesen Bonus versuche ich rauszurechnen. Zusätzlich hat Δ Satzzeichen in 
Worten. Das sehe ich als Malus und versuche es auch herauszurechnen. Ob das so 
erlaubt ist, sei dahingestellt. Es ist auf jeden Fall ist es mehr schwarze 
Magie als gesicherte Erkenntnis… 

## Fazit

Die Satzzeichen in Wörtern könnten erklären, warum Δ so schlecht abgeschnitten 
hat, und die Aussprechbarkeit könnte erklären, woher die vielen Ergebnisse 
kamen, in denen d schlechter war als δ: Kein spürbarer Effekt der Parameter: 
Effekt von der Aussprechbarkeit überlagert. 

Der Unterschied zwischen d und δ wird auch ohne diese Anpassungen sichtbar. 
Sie erklären allerdings einige der stärkeren Abweichungen. 

6 von 12 Vergleichen zeigen einen mit den Parametern konsistenten Unterschied 
zwischen den Layouts (d ≥ Δ ≤ δ). 3 zeigen keinen sichtbaren Effekt. 

Mit Korrektur sehen 7 von 12 Tests den Unterschied von 1,14 · 10⁻⁶ (d>δ), ohne 
nur 6 von 12. Mit Korrektur sieht einer das Gegenteil (δ < d), ohne 6. Eine 
Erklärungsmöglichkeit ist, dass die Fingerwiederholungen hier bereits eine 
Rolle spielen (1 statt 2). 

Der Unterschied von 0,48 (d>Δ bzw. Δ>δ) wird mit Korrektur von 4 bzw. 9 
erkannt, während 2 bzw. 1 das Gegenteil sehen. Ohne Korrektur sind es 7 bzw. 3 
und 2 bzw. 9 sehen das Gegenteil. 


### Ergebnis

Ohne Korrektur wäre also kein positiver Effekt von ≤ 1,14 · 10⁻⁶ Unterschied 
bei den Positionskosten erkennbar. 

Mit Korrektur steht es 7 zu 1 bei 1,14 · 10⁻⁶ und 4 zu 2 bzw. 9 zu 1 bei 0.48 
· 10⁻⁶, im Durchschnitt 6,5 zu 1,5. 


Für den nächsten Test sollten , und . in Wörtern ersetzt werden, um zumindest 
die eine Hälfte der Verzerrung zu vermeiden, die kein subjektives 
Sprachverständnis zum Korrigieren braucht. 

Die Frage für die weiteren Tests ist: wie viele erkennen das bessere Layout?

Dann können wir vergleichen: Wie groß war jeweils der Unterschied? Bei 
gleichem Unterschied sollten wir in etwa eine vergleichbare Erkennungsrate als 
Ziel haben (für die Anpassung der Gewichtung). Dann werden Änderungen, die 
eine erkennbare Verschlechterung bringen, auch in den Gesamtkosten sichtbar 
und dadurch bei der Opimierung vermieden. 

Liebe Grüße, 
Arne

PS: Wurde jetzt doch länger als geplant… :)

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