Hallo, ich denke die Diskussion geht in eine gute Richtung.
Na klar kann man immer die anderen kritisieren. Aber z.B. mit der DFD- Auszeichnung weisen ja auch genau wir darauf hin, dass positive Bestärkung eh viel besser ist. Und die Kritik kann dann nach innen gehen. Was können wir tun, um Freie Software marktfähiger zu machen. Da ist ja eine Menge passiert und ich glaube nicht, dass wir da stehen bleiben werden. Im übrigen nervt es mich auch total, wenn die piraten oder der ccc total veräppelt (höhöhö wortspiel) sind. irgendwie würde ich da auch ne andere haltung erwarten. und mit padeluun führe ich diese diskussion auch sehr oft. Also geht es mir da ja genau so wie euch. wie schon erwähnt, habe aber auch ich auch Ausnahmen, bei denen ich auf Windows zurückgreife (Premiere). Und meine kleine Schwester hat sich nun (nachdem ich ihr 3 Jahre lang Ubuntu aufschwätzen wollte) ein neues laptop gekauft und dort doch lieber das windows drauf behalten. So einfach und benutzerfreundlich ist es eben doch noch nicht. Ich habe schon öfters gehört, dass Ubuntu zwar in der Alltagsanwendung schon sehr einfach geworden ist, aber sobald man ein Level tiefer muss, wird es schon wieder sehr kompliziert. Ich muss sehr oft eine Konsole benutzen. Das könnte ich meiner Mutter gar nicht erklären. Natürlich kann man darauf mit Stallmanns Argument antworten, dass man für die Freiheit halt auch arbeiten muss. Aber wie ist das z.B. mit einem Menschen, wie padeluun, der seine gesamte Zeit für den Kampf für die Freiheit (eben an anderer Stelle) einsetzt? Soll er nicht mehr dazu kommen, die Freiheit Statt Angst Demo zu organisieren, weil er gerade sein Ubuntu einrichtet? Ich erlebe das ja mit, wie irre viel Zeit diese Arbeit kostet. Und ich kann nachvollziehen, dass es tierisch nervt, dann noch mehr davon an Software- Probleme zu verlieren. Und: (wer meinte doch gleich, dass man sich dann halt anständige Programmierer besorgen soll) Der FoeBuD arbeitet mit sehr guten zusammen. z.b. die php-macher. Und dann sitzen wir in der Enquetekommission, wo wir der Verwaltung erst mal erklären müssen, wie man Dokumente so benennt, dass man sie auch hinterher wieder findet. Und alles wir in DocX rum geschickt. Warum? Weil das bei allen Abgeordneten irgendwann mal installiert wurde. (Hatte ich auch schon thematisiert). Dann haben wir Zoff gemacht und zumindest erreicht, dass sie es zusätzlich auch noch als PDF rum schicken. Aber mit Word kann man so schön Änderungen hervor heben! Also sind wir die einzigen, die immer kompliziert Änderungen im PDF markieren, welche aber nur im Glücksfall sichtbar bleiben (weil die Verwaltung eben nur DocX kennt). Im dümmsten Fall führt das dann dazu, dass unsere Anmerkungen (wie z.B. die zu Freier Software, die wir gemacht haben) untern Tisch fallen. Und damit ist dann auch wieder keinem gedient. Natürlich ist das alles doof. Aber mir ist es ehrlich gesagt lieber, wenn Leute wie padeluun, dann halt ihr blödes Windows benutzen und sich nicht Zeit und Ernstnahme in so einem Machtkampf um offene Formate verplempern, sondern statt dessen lieber mit den Leuten sprechen, die das auch tatsächlich ändern können. So einfach ist das Argument von Stallmann also auch nicht. Freiheit muss an vielen Fronten verteidigt werden und wir sollten damit einverstanden sein, dass auch leute dort kämpfen, wo wir uns nicht so sehr drum kümmern. Finde die Idee gut, dazu was zu machen. Übrigens: Ich war in diesen Thread irgendwie quereingestiegen, weil er ja durch meinen Blogbeitrag angestoßen worden war. Dabei hab ich ganz vergessen "hallo" zu sagen. Hab ja zum ersten mal hier geschrieben, bin gleich forsch eingestiegen und hab mich nicht mal vorgestellt ;) Also ich bin die Leena! *winkindierunde* Liebe Grüße, Leena -- www.leena.de www.foebud.org _______________________________________________ fsfe-de mailing list [email protected] https://mail.fsfeurope.org/mailman/listinfo/fsfe-de
