On 10.06.2017 19:52, Gerhard Kugler wrote: > ich empfehle folgenden Artikel zu lesen: > https://www.rubikon.news/artikel/open-source-im-fokus-von-macht-und-gier
Also ich finde den Artikel recht hanebüchen. Das mögen zwar größtenteils Fakten sein, und diese mögen für Menschen die sich nicht mit der Thematik bereits auskennen ja auch von Wert sein, aber eingebettet in ein doch recht fragwürdiges Welterklärungskonstrukt. Ja, da ist überall kranker Kapitalismus drin, aber genauso gut könnte man "aufzeigen" dass auch Geheimdienste und die Mafia Wasser trinken. Also, ich möchte jetzt gar nicht sagen dass die Kritik an sich nicht berechtigt wäre, dass da natürlich immer gesellschaftsschädliche Geschäftsmodelle eine Rolle spielen und pervertiertes Silicon Valley mitmischt, aber das auf Basis von "die gehen doch alle zum Bilderberg" zu kritisieren führt meiner Meinung nach nicht zu den richtigen Erklärungsmodellen und somit auch nicht zu brauchbaren Verbesserungskonzepten. Da geht es mir gar nicht um Schwarz-Weiß-Denken, sondern vielmehr auch um scheinbar völlig fehlendes Verständnis von Investments und die Vielschichtigkeit der Problematiken, die hier eine Rolle spielen. Wir müssen das gemeinsam mit Blackrock[-Mitarbeitern] lösen, nicht einfach stumpf gegen. Und man kann es zwar verabscheuen, aber das darf einen nicht davon abhalten sich eingehender mit den Argumenten der "Gegenseite" zu beschäftigen, statt es gebetsmühlenartig bei so oberflächlicher Kritik zu belassen. > Einer der Schlusssätze: > "Gibt es Lösungen? Aus meiner Sicht sollte sich (z.B.) GitHub vielfach > neu erfinden. Und vielfach heißt dann auch tatsächlich viel (in der > Anzahl) und dafür kleiner (in der Dimension), seinen Nutzern > verpflichtet und dafür unabhängig sowie maßvoll statt maßlos."´ Wieso nicht an der Stelle z.B. Gitlab, Gitweb, Gogs und Gitea erwähnen? Schwach. Moritz _______________________________________________ FSFE-de mailing list [email protected] https://lists.fsfe.org/mailman/listinfo/fsfe-de
