Hallo Luc, ich vermag Deine Auffassung in zweierlei Hinsicht nicht zu teilen:
1. Gerade Freie Software bedarf des Schutzes des Urheberrechts bzw. Copyrights. Diese Erkenntnis hat sehr schnell zum "Hack" des Copylefts geführt. Denn im Gegensatz zu allen anderen Sprachwerken kann Software, wenn sie kompiliert verbreitet wird, nicht ohne Weiteres und Schwierigkeiten studiert oder verändert werden, selbst wenn dies rechtlich erlaubt wäre. 2. Mangelnder Schutz proprietärer Software führt nicht ohne Weiteres zur Entwicklung professionell einsetzbarer Freier Software. Hierzu ist vielmehr zweierlei nötig: seitens der Entwickler der Wille derartige Software zu entwickeln, sich also mit den Bedürfnissen und Arbeitsprozessen von Menschen in Berufen auseinander zu setzen, die ihnen oft sehr fremd sind. Und andererseits die Bereitschaft der Anwender, auch kollektiv die Entwicklung entsprechender Software zu finanzieren, die als Freie Software dann womöglich auch von Konkurrenten eingesetzt werden kann, die sich an der Finanzierung der Entwicklung nicht beteiligt haben. Um ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen, sind - trotz aller Anstrengungen und Fortschritte - auf beiden Seiten noch "dicke Bretter zu bohren". Gruß Michael
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