DIE WELT: Nietzsches Augenblick -6.8. 2006.
     
    "Der geschichtslose Mensch kennt keinen Frieden, vor allem keine ewige 
Ruh." Ernst Juenger. ALADINS PROBLEM.  77.
    "Jedes Leben hat einen Wendepunkt, jedes Leben hat ein Leitmotiv." Johannes 
Klein.
    Ohne Erlebnis, - ohne Nachdenken ueber ein Erlebnis, gibt es keine 
"Wiederkehr" und keine "Wiederkunft des Gleichen". Aus diesem Grunde hat der 
zeigenoessische, geschichtslose Mensch keinen blassen Schimmer ueber Nietzsches 
Erlebnis am Erleuchtungsfelsen am 6. August 1881, da er sich nur an die 
Gegenwart und die Zukunft interessiert.  Seine Sucht fuer Geld, 
Geltungsbeduerfnis, Macht, Eitelkeit , Besitztum und Vergnuegen beanspruchen 
seine Zeit und seine Kraefte. Deshalb verursachen Angst, Furcht, Nervoesitaet, 
Ungeduld, Undankbarkeit, das dumme Fernsehen, die unzaehligen  
Vergnuegungsarten, Hypochondrie, Neurosis, Paranoia alle moeglichen 
Druesenstoerungen. Dazu gibt es noch die Beunruhigung, das Geschwaetz , die 
Heuchelei , die Schwindelei , der Betrug, die Skandale , die Luegnerei in den 
Bildungsanstalten, in der Presse, in den Regierungen, die die Leute verrueckt 
machen. Wo findet der zeitgenoessische Mensch die Gelegenheit zum Nachdenken? 
Wie Ernst Juenger (1885-1998) so treffend vor einigen Jahren schrieb: "Alle 
Zufaelle unseres Lebens sind Materialien , aus denen wir machen koennen, was 
wir wollen. Wer viel Geist hat, macht viel aus seinem Leben. Jede 
Bekanntschaft, jeder Augenblick, jeder Vorfall waere fuer den Geistigen erstes 
Glied einer unendlichen Reihe." SIEBZIG VERWEHT V.   123.  21.6. 1993. 
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