Der Soundtrack zu den Grenzgängen Ernst Jüngers wurde eindeutig von den
Doors geliefert.

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: [email protected] [mailto:[email protected]] Im
Auftrag von Tobias Wimbauer
Gesendet: Donnerstag, 6. September 2007 11:46
An: Jünger-Rundbrief
Betreff: [juenger_org] [Jünger-Rundbrief] Wolfgang Rihm : Jünger-Vertonung

Liebe Jünger-Freunde,

am 15. September findet in Frankfurt/Main die Uraufführung der Komposition
"Über die Linie VII" von Wolfgang Rihm statt. Weiteres siehe unten.
Beste Grüsse rundum,
Ihr / Euer
tw




http://cms.frankfurt-live.com/front_content.php?idcat=5&idart=20664


(06.09.07) Am Puls der Zeit: Nicht weniger als drei Uraufführungen stehen am
Samstag, 15. September 2007, von 20.00 Uhr an in der Alten Oper Frankfurt
auf dem Programm. Bei ihrem Solo-Konzert im Rahmen des Komponistenporträts
des diesjährigen Auftakt-Festivals, das dem estnischen Komponisten
Erkki-Sven Tüür gewidmet ist, spielt die Geigerin Carolin Widmann Über die
Linie VII von Wolfgang Rihm, Study lII for Treatise on the Veil von Matthias
Pintscher sowie Confession von Erkki-Sven Tüür.

Die international gefragte Geigerin, die seit Oktober vergangenen Jahres
eine Professur an der Leipziger Musikhochschule hat, gilt als Spezialistin
für Neue Musik. "Selbstverständlich bin ich", sagte sie in einem Interview
mit der neuen musik zeitung, "durch meinen Bruder [den Klarinettisten und
Komponisten Jörg Widmann] auf Neue Musik aufmerksam geworden, weil ich in
meiner Jugend schon viel gehört habe". Ihre Ausbildung begann sie im Alter
von 13 Jahren an der Münchner Musikhochschule; später studierte sie auch bei
Igor Ozim, Michèle Auclair und David Takeno. Für ihre Bemühungen um
zeitgenössische Musik wurde ihr 2004 der Belmont-Preis der
Forberg-Schneider-Stiftung verliehen; die Jury würdigte vor allem ihren
"Mut, ihr überragendes Können und viel gestalterische Phantasie".

Erkki-Sven Tüür, am 16. Oktober 1959 auf der estnischen Ostseeinsel Hiiumaa
als Sohn eines Pfarrers und einer Bankangestellten geboren, ist einer der
bemerkenswertesten und vielseitigsten Künstler seiner Generation. Zu seinem
Werkkatalog gehören mehr als 20 Film- und Theatermusiken, Konzert- und
Kammermusiken, Oratorien und Orchesterstücke, die viele Stilelemente mit
Improvisatorischem und Avantgardistischem vereinen, sowie die Oper
Wallenberg (2001). Seit der Perestroika werden seine Kompositionen auch
außerhalb Estlands aufgeführt. Der internationale Durchbruch gelang
Erkki-Sven Tüür 1989 in Finnland mit dem Werk Insula deserta. Es folgten
Aufträge aus Stockholm, Los Angeles, Toronto, New York, Großbritannien. Bei
seiner jüngsten Komposition, Confession, handelt es sich um ein Auftragswerk
der Alten Oper Frankfurt.

2003 stand der 1971 geborene, international erfolgreiche Komponist Matthias
Pintscher im Mittelpunkt des Auftakt-Festivals der Alten Oper; seine
Kompositionen sind seitdem hier regelmäßig zu hören. Auch sein neues, im
Auftrag der Alten Oper sowie des Musée du Louvre und des Festivals d'Automne
à Paris entstandenes Werk ist Teil eines work in progress. Inspiriert ist
sie von dem Zyklus Treatise on the Veil des amerikanischen Malers Cy
Twombly. Nach der Nr. 1 (für Violine und Violoncello; UA 2005); folgte 2006
Nr. 2 (für Violine, Viola und Violoncello). Sein Zyklus ist, bekennt
Pintscher, eine "Hommage an den von mir sehr verehrten Künstler" [Cy
Twombly], die einzelnen Teile "Versuche über die perspektivische Linie [...]
Manchmal wünsche ich mir, wie ein Zeichner direkt in den Klang der
Instrumente hineinschreiben' zu können..." Das dritte Werk seines Zyklus'
hat Matthias Pintscher "for Carolin Widmann" geschrieben.

Auch Wolfgang Rihms Über die Linie VII ist ein Auftragswerk der Alten Oper.
Der außerordentlich vielseitige Komponist, Jahrgang 1952 und seit 1985
Professor an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Karlsruhe, setzt damit
eine vor sechs Jahren begonnene Werkreihe fort (Nr. I für Solo-Cello, Nr. II
für Klarinette und Orchester, Nr. III Astralis für kleinen Chor, Violoncello
und zwei Pauken, Nr. IV für Viola und Orchester, Nr. V für Altposaune und
zwei Orchestergruppen und Nr. VI für Altflöte, Violine und Violoncello). Den
Titel übernahm Rihm, dem die Alte Oper 2002 das Komponistenporträt des
Auftakt-Festivals gewidmet hat, von Ernst Jüngers 1950 erschienenem
gleichnamigen Aufsatz, auf den Martin Heidegger fünf Jahre später mit seiner
Schrift über »Die Linie« antwortete.

Zum Abschluss des Abends spielt Carolin Widmann die sechs, 1975/76
entstandenen Capriccen von Salvatore Sciarrino (geboren 1947 in Palermo),
die sie bereits auf CD eingespielt hat.

Karten zu ? 13,- 17,- 21,- 25,- (Endpreise), telefonischer Kartenvorverkauf:
(069)1340400


-- 
Tobias Wimbauer | Wimbauer Buchversand
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