Hi Kai,
vielleicht nicht wirklich eine Hilfe, aber manchmal hilft vielleicht
auch ein alternativer Blick weiter:
...boote dir doch ein altes Linux aus den 90igern (SUSE 5.2) etc. und
bau dir nochmal deine Umgebung nach. So wie ich es verstanden habe
willst du es ja eh nur einmal anwerfen um Daten zu sichern. Ich hab für
meine Firewire/PCMCIA/Parallelport-Geschichten auch nen alten Thinkpad
der nur sowas macht.
Grüße
Am 20.08.2023 um 15:51 schrieb Kai 'wusel' Siering:
Moin,
ich habe die Kernelentwicklung nie wirklich verfolgt, vielleicht
kann mir hier jemand auf die Sprünge helfen.
Ich habe aus den späten 90ern ein PATA-Kombilaufwerk, CD-ROM und
PD-Writer. (PD ist der auch technologische Vorläufer der DVD-RAM,
damals eine nette und imho der MO technisch überlegene Technologie;
Stichworte zur Websuche "PD-M650", "Phase Change Dual".) Und
»natürlich« habe ich auch noch damit bespielte Medien — die ich nun
gerne umsichern möchte, nach 20+ Jahren haben auch diese Medien ihr
»best before«-Datum erreicht.
Anyway, die Crux schon damals war, daß das IDE-Laufwerk als »LUN 1«
angesprochen werden mußte für die PD-Funktion; auf »LUN 0« ist das
nur ein olles CD-ROM.
Erwartungsgemäß – das tat auch schon damals nicht out-of-the-box –
erkennt der Debian-12-Standardkernel nur ein CD-ROM.
Der Trick damals war, in scsi/scsi_devinfo.c einen Eintrag zu ver-
senken, daß der SCSI-Treiber bei dem ATA-Gerät einen LUN-Scan macht.
Ich habe das nun beim Debian-6.1er-Kernel aus dem Gedächtnis ver-
sucht, leider ohne Erfolg:
root@stanley:~# grep TEAC
/usr/src/linux-source-6.1/drivers/scsi/scsi_devinfo.c | grep PD
{"TEAC", "PD-1*", "*", BLIST_FORCELUN | BLIST_SINGLELUN},
Im Source steht was von deprecated, insofern weiß ich nicht mal, ob
die Liste noch benutzt wird — nur daß sie kompiliert wird ist sicher.
Die Suche nach »Linux SCSI LUN scan« bringt mich nicht weiter, denn
einerseits hat dieser Kernel kein /proc/scsi mehr, max_scsi_luns=128
gibt's als Kernel-Parameter wohl auch nimmer ...
2023-08-16T21:09:48.261697+01:00 detritus kernel: [ 0.018458]
Kernel command line: BOOT_IMAGE=/vmlinuz-6.1.38
root=/dev/mapper/detritus--vg-root ro quiet max_scsi_luns=128
2023-08-16T21:09:48.261698+01:00 detritus kernel: [ 0.018507]
Unknown kernel command line parameters "BOOT_IMAGE=/vmlinuz-6.1.38
max_scsi_luns=128", will be passed to user space.
..., CONFIG_SCSI_MULTI_LUN in .config auch nicht, und »echo
"- - -" > /sys/class/scsi_host/hostX/scan« ändert auch nichts an
der Gesamtsituation. Und »echo "0 0 1" > [...]« ergibt nur »echo:
write error: Invalid argument« ...
Daß ich seinerzeit nicht einmal wußte, daß IDE-Geräte LUNs haben kön-
nen oder bis heute nicht weiß, wie das umgesetzt wird in den Linux-
SCSI- und ATA-Treibern, ärgert mich jetzt ein wenig, da ich nicht so
recht weiß, wo ich ansetzen soll. Ich könnte natürlich versuchen, für
meine älteste Hardware (2007-ish) ein damaliges Debian zu nehmen und
es dort mit einem Custom-Kernel zu versuchen, aber irgendwie ist das
auch blöd und ggf. eine weitere durchfluchte Nacht ;-)
FTR, so sah' das damals (hier: 1999, siehe [1]) aus:
/proc/scsi:
Attached devices:
Host: scsi0 Channel: 00 Id: 00 Lun: 00
Vendor: TEAC Model: PD-1 PD-518E Rev: 1.0E
Type: CD-ROM ANSI SCSI revision: 02
Host: scsi0 Channel: 00 Id: 00 Lun: 01
Vendor: TEAC Model: PD-1 PD-518E Rev: 1.0E
Type: Optical Device ANSI SCSI revision: 02
Daher: any hints appreciated. Danke & Ciao,
-kai
[1]
https://www.abclinuxu.cz/hardware/ukladani-dat/ide/opticke-mechaniky/pd-cd-rom/teac-pd-518e
--
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