Moin,
am 23.08.23 um 00:41 schrieb Florian Lohoff:
Der Trick damals war, in scsi/scsi_devinfo.c einen Eintrag zu ver-
senken, daß der SCSI-Treiber bei dem ATA-Gerät einen LUN-Scan macht.
Ich habe das nun beim Debian-6.1er-Kernel aus dem Gedächtnis ver-
sucht, leider ohne Erfolg:
Das war vermutlich nie im Mainline-Kernel, ich hab's damals mit dem
Eintrag im selbstgebauten Kernel zum Laufen bekommen. Evtl. ging's
auch anders (s. verlinkter Beitrag aus 1999 aus .cz), aber die Optionen
gibt's auch überwiegend nimmer und der Bookwork-Standard-Kernel zuckt
leider auch nicht.
Das könnte man immer noch probieren. Die BLISTS da sind ja quirks
für unterschiedliche devices. Ich würde das da mal rein nageln.
Hatte ich ja, half aber nicht.
Das befürchte ich auch, daher hatte ich mir eine PCIe-Karte mit Promise-
Chip und PATA (+ 2x SATA und 2x eSATA (IIRC alternativ)) gekauft und den
ersten Test damit gemacht — KISS. Leider ohne Erfolg. Und auch auf dem
2009er Rechner mag das 2. PD-518E am Onboard-PATA-Port unter Kernel 6.1
nicht mit LUNs spielen:
Also LUNs sind im SCSI unabdingbar und offensichtlich gabs das ja im
IDE auch und war seit dem libpata ja auch usus das das genutzt wurde.
Bin auch schlauer ;) 1997 wurde mit ATAPI (ATA Packet Interface) ein SCSI-
Subset bei ATAPI-Controllern eingeführt, um mehr Geräte über IDE/PATA
betreiben zu können. Änhliches gilt für UAS[P], was SCSI über USB3 definiert.
Insofern ist es zielfühend, USB/IDE als Lowleveltreiber für SCSI zu nehmen.
Ich denke du brauchst ein PATA basierendes Board oder ein PCI/PCIe PATA
Controller.
Zuckt leider beides nicht :-(
CONFIG_SCSI_MULTI_LUN ist 2014 rausgeflogen [2], CONFIG_*_IDE* gibt's
MULTI_LUN war IMHO schon immer supported und notwendig bei SCSI Disc
changern und co. Die CONFIG option ist vieleicht verschwunden weil es
jetzt per default da ist.
Ja, so verstehe ich das auch.
LUN prinzipiell noch drin sein. Fühlt sich aber so an, als ob das für
IDE rausgeflogen wäre, denn mit dem "BLIST_FORCELUN | BLIST_SINGLELUN"-
Eintrag klappt's ebensowenig wie ohne :-(
Eigentlich müsste das FORCELUN sein - SINGLELUN verstehe ich nicht. Hat
aber mit scanning nix zu tun.
SINGLELUN steht für "nicht parallel nutzen" — wenn LUN 1 in Benutzung ist,
geht kein Zugriff auf LUN 0 und umgekehrt. Ist ja auch nur 1 Hardware ...
So - ich hab nochmal im libata zeugs gesucht - Das libata/scsi glue
layer supported nur eine LUN.
2604 static unsigned int ata_scsiop_report_luns(struct ata_scsi_args *args,
u8 *rbuf)
2605 {
2606 rbuf[3] = 8; /* just one lun, LUN 0, size 8 bytes */
2607
2608 return 0;
2609 }
Und das ist seit anbeginn des Git von 2005 aka Linux-2.6.12-rc2 schon
so.
Fsck. Also muß ich vor Kernel 2.6 zurück? Mit 2.0 tat's ja. Puh, IIRC habe
ich noch irgendwo P3-HW ...
Also - meine working hypothese - Das hat mit dem alten "ide"
driverset/layer funktioniert - aber nie mit libata/libsata - dem neuen
IDE/SATA layer.
In dem alten IDE layer gab es immer schon eine sonderbehandlung für
ATAPI devices die immer schon durch das scsi layer gezogen wurden.
Siehe oben, das wäre ja zielführend, weil weil ATAPI == "SCSI-alike".
Deshalb auch hier dieser bootlog von der cz seite:
ide: i82371 PIIX (Triton) on PCI bus 0 function 33
ide0: BM-DMA at 0xd800-0xd807
ide1: BM-DMA at 0xd808-0xd80f
hda: WDC AC26400B, 6149MB w/512kB Cache, CHS=784/255/63, UDMA
hdb: TEAC PD-1 PD-518E, ATAPI CDROM drive - enabling SCSI emulation
^^^
hdb -> alter ide layer
Good point.
ATAPI overlap supported: No
ide0 at 0x1f0-0x1f7,0x3f6 on irq 14
Floppy drive(s): fd0 is 1.44M
FDC 0 is a post-1991 82077
md driver 0.36.3 MAX_MD_DEV=4, MAX_REAL=8
scsi0 : SCSI host adapter emulation for IDE ATAPI devices
^^^^^^^^^
Hier wird der ATAPI scsi emulation basierend auf dem ide layer
angeworfen.
So - und der alte IDE layer ist mit 5.late rausgeflogen. In 4.20 ist
der noch drin. Musst dann nur noch aufpassen das der drin ist
und nicht libata sich den controller schnappt.
Okay, now you lost me ;)
Anyway, ich denke mit Debian Ham sollte das dann tun auf passender HW?
-kai
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