Moin,

am 5. Januar 2025 11:27:48 MEZ schrieb Florian Lohoff <[email protected]>:

[...]

>> Vorsicht, 127.0.*1*.1; seit gut 20 Jahren wird das gesamte 127/8 bei Linux 
>> als lokal angesehen (IIRC kann man das auch nicht mehr anders routen, was 
>> früher mal möglich war).
>
>Also reserved war 127/8 schon seit 1981 :)

Schon. Und es wird mir immer ein Rätsel bleiben, warum man dafür das letzte 
Class-A- statt des letzten Class-C-Netzes ver(sch)wendet hat.

>Und seit es IPv6 gibt ist
>auch 127/8 auf dem lo interface bei Linux ;)

$Früher, also mindestens zu Beginn des aktuellen Jahrtausends, konnte man das 
aber noch in 127.0.0.1/24 umkonfigurieren und z. B. 127.0.1.0/24 'normal' 
routen. Das ging 'plötzlich' nimmer. (Ja, es gab schon RFC1918 sowie 
TEST-NET-{1,2,3}, das ist nicht der Punkt.)

>127.0.0.1 -> localhost 
>
>D.h. 127.0.0.1 heisst auch im reverse DNS immer localhost

Wenn man 'files' in der nsswitch.conf drin läßt. Was an sich ja auch ein Relikt 
aus den 80ern ist ...

>Wenn du dann feste ip addressen hast dann legt der Ubuntu/Debian

Ah, vielleicht daher, von grob 2000 an hatte ich primär RedHats Linux unter den 
Fingern, von Linux/m68k- und NetBSD-Ausnahmen abgesehen, IIRC gab es den 
Eintrag dort nicht.

>installer ein 
>
>a.b.c.d $hostname
>
>Einen Eintrag an. Wenn du DHCP machst bzw das Desktop system mit network
>manager oder wicd oder whatever, dann willst du ja das du irgendwie
>ein "ping $myhostname" machen kannst - Deshalb der Eintrag auf
>
>127.0.1.1 $myhostname

Komische Annahme, warum sollte ich meine lokale Kiste anders als über 
'localhost' bzw. '127.0.0.1' ansprechen wollen? 'ping default' wäre ja 
praktisch, aber ob 127.0.0.1 unter anderem Namen antwortet, welchen 
Erkenntnisgewinn bringt dies? Zumal, siehe Ausgangsthematik, ja alles in der 
/etc/hosts stehen kann, also auch eine falsche Adresse für einen richtigen 
Namen.

Vielleicht habe ich zu lange mit stationären Systemen und statischen 
öffentlichen IPs gearbeitet, dunno. Aber _die_ IP jedes meiner lokalen Systeme, 
127.0.0.1, die kenne ich auswendig, für den Rest gibt's das DNS ;-)

>Das geht dann eben auch wenn zufällig dein DHCP nicht da ist weil du
>dein Notebook mit rum schleppst.

Und dennoch sehe ich darin keinen praktischen Mehrwert, ist aus meiner Sicht 
ähnlich hilfreich wie systemds network-started(?)-Target (ist erreicht, wenn 
_1_ Interface konfiguriert ist, sprich es reicht schon 'lo'; Dienste, die sich 
an Adressen binden, brechen also ggf. ins Essen, weil es die IP lokal noch 
nicht gibt, ganz großes systemd-Kino) — eher keine Kunst sondern kann weg.

Aber danke für den Hinweis auf Debians Installer, das erklärt für mich 
jedenfalls, wo der Eintrag für mich 'plötzlich' herkam ;-)

Ciao,
-kai
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