Guten Morgen zusammen,

kurzer Hinweis: Die DVA Dateien lassen sich inzwischen auch mit
LibreOffice bearbeiten. LO meckert dann zwar beim Öffnen wegen einem
Laufzeitfehler, aber wenn man den wegklickt, dann funktioniert es
trotzdem danach auch in MSO.

> Es ist natürlich ein Trauerspiel, warum man - insbesondere vom KuMi -
> überhaupt solche Dateiformate aufgenötigt bekommt.
Das stimmt deswegen selbstverständlich trotzdem :-) Zumindest jedes ISO
Format sollte möglich sein.

> Nicht so einfach das Ganze ;-)
Wahrlich nicht.

Ich denke, dass bei uns viele Faktoren dazu geführt haben, dass wir im
Moment kein Geschimpfe trotz Linux auf dem Desktop haben. In
hierarchischer Ordnung nach vermuteter Wirkung:

1) Der Umstieg von MSO auf LO/OOo erfolgte schon vor vielen Jahren und
da war das Geschimpfe ziemlich heftig und ich durfte mir Einiges
anhören, das bis heute nachwirkt.
Dass das durchgestanden wurde war aus meiner Sicht der entscheidende
Türöffner.

2) Wir nutzen mit Kubuntu, das darüber hinaus noch heftig von uns in
Richtung Win7 gethemed wurde, einen traditionellen Desktop.
Links unten auf einen Knopf klicken können ist sehr wichtig. Optische
Homogenität von Heim und Schule wohl auch. Man will sich eben nicht
umstellen.

3) PR und SL wurden im Vorfeld informiert, dass wir in Zukunft Windows
nur noch als VM anbieten können wg. Arbeitsaufwand (und auch Kosten -
aber das war gar nicht so wichtig).

4) Im Alltag hilft auch, dass Windows nicht "weg" ist - denn: Eine VM
mit XP steht zur Verfügung. Wer die nutzen will - bitte. Tut aber keiner.
Wenn nun jemand Win7 will - auch kein Problem. Aber eben als VM und dann
mit Dienstleister für die Win7-Pflege.

5) Personen zählen auch - und auch die Verbreitung von Linux im
Kollegium. Ein paar Beispiele: a) Mein Co-Admin ist die
Hilfsbereitschaft in Person, technisch ein Wunderkind und aus meiner
Sicht immer in der Schule. Ich glaube, er wohnt da :-) Ihm pinkelt
keiner ans Bein oder ins System. b) Einige Kollegen (vor allem ein paar,
die offensichtlich keine Techniker sind) bekommen seit einigen Jahren
ihre Rechner von mir / der Computer AG unter Linux rundumsorglos betreut
und sprachen öffentlich immer positiv über ihre Erfahrungen. Bei
Abstimmung in der GLK macht sich das auch gut, wenn bei "Und wer nutzt
Linux??" so viele wie bei OSX die Finger heben.


Jetzt drücke ich uns selbst die Daumen, dass das nicht nur die Ruhe vor
dem Sturm ist. Das lief alles sehr sehr ruhig ab.

Vor dem Hintergrund meiner persönlichen Erfahrungen mit meinem konkreten
Kollegium würde ich von einem "Doppelschlag" (MSO und Windows weg -
Unity und LO/OOo da) abraten.

Viele Grüße
Dirk
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