Hallo Georg, > die Stadt Heidelberg erwägt zur Zeit alle Schul-VW-Netze/Serverdienste > in eine Cloud auszulagern. Vorbild sei ein Pilotprojekt im Landkreis > Karlsruhe. > Ich bin sehr skeptisch. > > Gibt es jemanden hier, der an diesem Pilotprojekt teilnimmt? > Kann mir jemand von seinen Erfahrungen berichten?
.. ich glaube, ich kenne dieses Projekt, da ich mit jemand zu tun habe, der an einer Schule des Projekts ist. Wenn es das ist, dann läuft das so: es handelt sich um eine Sonderschule. Die Kollegen haben es nicht so mit Computern. Dazu kommt, dass gerade in der Sonderschule so ziemlich alles was du über einen Schüler schreibst eine sensible personenbezogene Aussage ist: also eingentlich erstmal garnicht aus der Schule raus darf. Da haben die vor drei Jahren die VwV umgesetzt und allen TrueCrypt verpaßt (ohne Schulung ..). Also hab ich meinen "Kontakt" in Truecrypt geschult..das übersteigt aber halt einfach ihr Können. Wir haben uns da durchgequält: sie hat das ums verrecken nicht kapiert, was so ein Kontainer ist und wozu das gut ist, und weswegen sie einen 4MB Container für Mails hat und einen großen auf dem Stick und überhaupt: das war schon schlimm. Ich hab ihr immer gesagt, dass ich es super finde, dass das konsequent mal eingefordert wird: mußte aber akzeptieren, dass es so wirklich weh tut. Plötzlich kamen die mit was neuem: ich wußte gleich, was das ist: ein Cisco Remote Client für eine RemoteDesktop Sitzung auf eienm Windows Terminalserver im Browser. Klar: die Dame hat einen Ubuntu Laptop: vorher hatten wir das mit Vista Probiert: aber diese himmelschreiende Bedienung, die ständig zu alten Anwendungen udn das ständige update Theater gepaart mit einem pflichtgemäßen, aber einfach bremsenden Virenprüfer: das war einfach nur Mist. Damals mußte ich USB Ports mit Farbigen Gewebebändern am Laptop kennzeichnen, weil für Windows ja ein und der selbe Drucker an einem anderen USB Port ein neuer Drucker ist .. himmel. Also hab ich ihr in Ubuntus Firefox das Cisco Addon installiert (war garnicht schwer), aber ohne Kommandozeile ging das auch nicht. Das tat dann aber alles und seit einem halebn oder schon einem Jahr, macht die den Browser auf, drückt auf einen Link und Meldet sich am Windows Terminal nochmal an. Da hat sie einen Windowsdesktop, Word, Excel, Outlook und vor allem Dateien in Tauschlaufwerken. Alle Arbeiten an den Dateien und sie verlassen nie den Server. Klingt komisch, aber es war die erste wirklich Sinnvolle Umsetzung von Datenschutz in einem solch "Computerfernen" Milleu. Ich hab nie versucht ihr zu erklären, was da stattfindet: das braucht sie auch nicht zu wissen: das funktioniert. Alles in allem: ich fand das garnicht schlecht. Was das kostet ist eine andere Frage. Viele Grüße Holger -- Mein öffentlicher PGP-key ist hier hinterlegt: pool.sks-keyservers.net _______________________________________________ linuxmuster-user mailing list [email protected] https://mail.lehrerpost.de/mailman/listinfo/linuxmuster-user
