Hallo Hans-Dietrich,

> Am 08.04.2015 um 16:11 schrieb Hans-Dietrich Kirmse <[email protected]>:
> 
> Hallo Jörg,
> 
>> Am 08.04.2015 um 07:53 schrieb Jörg Richter:
>> Hallo Jürgen,
>> 
>> Auch hier gilt: Man kann Tor nicht komplett sperren,
> 
> diese Aussage kann ich (derzeit) nicht nachvollziehen. Auf 
> http://de.wikipedia.org/wiki/Tor_%28Netzwerk%29 steht, dass sich ein 
> potentieller Nutzer von TOR sich zu Beginn die Liste der aktuellen Knoten 
> herunterladen muss. Das kann doch wohl auch ein Admin und diese in Squidguard 
> einpflegen (natürlich automatisiert). Da doch wohl nur ein Zugang zum 
> Internet für die Schule existiert und da doch wohl ein Squidguard zwischen 
> geschaltet ist bzw. werden kann, ist doch (hinreichend) abgesichert, dass man 
> Tor nicht nutzen kann. - wo denke ich da falsch?

Zwischen dieser Mail und meiner letzten hat sich die Zahl der Nodes um 35 
verändert. Deshalb vermute ich, dass man mit dieser Liste immer ein wenig 
hinterher hinkt. Ich bin aber kein Experte, was Tor angeht, vielleicht geht es 
ja doch.

Man kann ja mal ausprobieren, was passiert, wenn man diese Liste einpflegt - 
interessant ist es in jedem Fall.

>> aber durch technische Maßnahmen die Nutzung erschweren.
> 
> welches Schlupfloch soll es da noch geben?
> 
>> Beispielsweise kann man alle bekannten Tor-Knoten auf die Blacklist setzen - 
>> derzeit rund 6650.
> 
> für Squidguard sind das sehr wenig. und diese werden prinzipbedingt frei Haus 
> geliefert.
> 
>> Vielleicht kann ein Filter auch anderweitig erkennen, ob es sich um ein 
>> Tor-Paket handelt.
> 
> warum bzw. wozu?
> 
>> Die Frage ist nur: Will man das?
> 
> gute Frage!
> 
>> Man spielt hier immer Hase und Igel.
> 
> da die aktuelle Liste sowieso bereitgestellt wird (und m.E. sich kaum ändern 
> wird) ist es doch überhaupt kein Problem, diesen Wettlauf immer zu gewinnen - 
> wenn man überhaupt von Wettlauf sprechen kann.
> 
>> Und vor allem: Weshalb soll man den Aufwand betreiben, wenn man es nicht 
>> muss?
> 
> hm. wenn jemand tor nutzt, will er etwas verstecken, verschleiern, nicht 
> nachvollziehbar machen etc. Wenn man hier nichts macht ist das wie 
> "wegschauen". Und dann wird es wohl darauf hinaus laufen, wo kein Kläger da 
> kein Richter. Insofern gebe ich dir Recht. Aber ist das pädagogisch 
> akzeptabel?

Ich sehe da so: Als Admin habe ich eine Sperre eingerichtet. Der Schüler hat 
die Sperre absichtlich umgangen. Die Tatsache, dass ich weiß, wie man das 
macht! Heißt nicht, dass ich wirklich alles tun muss, diese Möglichkeit zu 
unterbinden. Ich kenne ja auch viele Möglichkeiten, wie Schüler auf 
Klassenfahrt an Alkohol kommen können, trotzdem muss ich die nicht alle 
unmöglich machen. Wie gesagt: Regeln und Verbote, technische Hürden und 
pädagogische Maßnahmen müssen angemessen aufeinander abgestimmt sein.

Es spricht aus meiner Sicht aber natürlich auch nichts dagegen, die Tor-Knoten 
auf die Blacklist zu setzen, wenn man sich die Mühe machen möchte.

> Ich hatte vor (inzwischen) 7 Jahren in der SN-Liste mal den Fall geschildert, 
> dass bei einem Kollegen im Unterricht Vertreter der Staatsanwaltschaft und 
> der Polizei auftraten und wollten wissen, welcher Schüler vor fast 3 Monaten 
> eine ernst zu nehmende Morddrohung in ein Forum geschrieben hat. Die Eltern 
> hatten Anzeige erstattet. Der Lehrer hatte ein massives Problem (aber kein 
> Logfile).
> 
> Mir kommt es so ähnlich vor - der Admin ist bei einer Nachfrage nicht 
> auskunftsfähig. Ich sehe es durchaus als Problem (auch wenn man es nicht 
> durch Gesetz verordnet muss).
> 
> Viele Grüße
> Hans-Dietrich
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> [email protected]
> https://mail.lehrerpost.de/mailman/listinfo/linuxmuster-user
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