Hallo Jochen,

>> Wenn der Raum über einen Gigabit-Switch verfügt dann wäre es eine
>> Überlegung nur einen Bootloader auf der Speicherkarte zu haben der den
>> Rest (gesamtes Root Filesystem) über NFS von einem Server zieht. Das
>> wäre sogar noch etws komfortabler als LINBO (da es keinen lokalen
>> Install mehr gibt).
>
> Die NIC des Cubieboard3 macht trotz Gbit/s aber 'nur' ca. 500Mbit/s.
Also >40MB/s (vorausgesetzt der NFS-Server ist am Switch schnell genug
angebunden, vor allem wenn es mehrere Clients sind) sind verglichen mit
einer Festplatte schon recht flott (random IOPS betrachtet), da alles
aus dem Server-RAM kommt: wenn der NFS-Server mit nicht viel anderem
beschäftigt ist als die Clients mit Betriebssystem-Dateisystemen zu
versorgen dann kann, da die Clients bis auf wenige Bytes gleich sind,
sehr effektives Caching betrieben werden.

> Und der RPi2 hat nur 1 GB RAM.
Für Office und Surfen sollte das reichen, hatte ich hier zuhause mal mit
einem getestet. Klar nicht so toll wie mit einem i7, kostet dafür aber
auch nur <10% von einem. Die Linux-Rechner in den Schulen die ich
betreue haben ja auch nicht mehr...

Wenn man beispielsweise einen Raum haben möchte in dem es auf dem
Rechner einen Browser und Open-/LibreOffice geben soll dann kann man mit
RPi2 mit <200€/Station (RPi2, Gehäuse, Netzteil, Speicherkarte, Maus,
Tastatur, Monitor, HDMI-Kabel, Netzwerkkabel) auskommen. Die sind auch
lautlos (mich nervt das Hintergrundgeräusch bei Räumen voller Rechner).

Der Server braucht genug RAM damit die Daten nicht von der Platte (oder
sinnvoller: SSD) kommen. Wenn man das etwas geschickt aufbaut dann
langen 16GB, das ist dann mit 'Consumer' Hardware problemlos zu
realisieren. Wenn man es richtig schnell haben möchte dann 10Gbe
Anbindung und einen passenden Switch (Gbit mit 10Gbe uplink und Karte
für Server), das kostet heutzutage auch nicht mehr die Welt. Für
Server+Switch zusammen würde ich sagen: für deutlich unter 1500€
realisierbar.

Kann man ausrechnen ab wie vielen Plätzen sich das lohnt im Vergleich zu
normalen PC.
Frage ist immer: was funktioniert für das jeweilige Szenario gut genug.

Probleme mit irgendwelchen Firmen die Hardware von Schulnetzen
liefern/betreuen ignoriere ich mal...

Gregor

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