Hallo zusammen,

inzwischen gibt es vorerst Entwarnung. Die Informatik ist vorerst gesichert. Siehe
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Informatik-Unterricht-an-Baden-Wuerttembergs-Schulen-vorerst-gesichert-3357507.html
(Hat sich der Autor etwas dabei gedacht als er ein Bild mit Röhrenmonitoren im Zusammenhang mit dem Informatikunterricht in BW verwendet hat?)

Zur Diskussion unten:
Selbstverständlich gehört die Informatik in die Schule. Sie ist ohne Zweifel allgemeinbildend. Es werden Problemlösetechniken vermittelt, die in allen Bereichen eingesetzt werden können. Es wird das Abstraktionsvermögen geschult, man lernt strukturiert zu denken und exakt zu formulieren.
Das geht weit über das Programmieren hinaus.

Grüße
Uwe

Am 24.10.2016 um 21:08 schrieb Thomas Schröder:
Am 24.10.2016 um 20:46 schrieb Steffen Auer:
Brauche ich zu irgendwas von dem gerade (auch von dir) genannten
Programmierkenntnisse oder helfen die mir bei irgendwas von dem? Wohl
kaum ;-)
Oh aber sowas von!
Schon beim Bedienen von modernen Kaffeemaschinen geht ja einiges schief,
weil die Arbeitsweise nicht verstanden wird. Und gerade in einer immer
digitaler werdenden Zukunft kann ich mir nicht vorstellen, dass man z.B.
mit Abitur eben nicht in der Lage ist, Geräte zu bedienen, nur weil sie
ein wenig komplexer ist.

Aber mit der Haltung ist Schule überflüssig. Entweder man erwartet noch
so etwas wie "Allgemeinbildung" - und die umfasst dann eben auch die
Grundlagen in diesen Bereichen. Oder es steht plötzlich SEHR vieles auf
der Abschussliste.

Darüber hinaus: zumindest am Gymnasium bereiten wir auf ein (beliebiges)
Studium vor. Ohne Algorithmik fällt da ziemlich viel völlig flach. Nicht
nur (aber auch) die Informatik!


Damit du es nicht falsch verstehst: Ja, Algorithmen und
Problemlösestrategien mit Hilfe von Programmierung zu entwickeln wird
in der digitalisierten Welt zunehmend Dedeutung haben, aber es ist
dennoch einfach nicht für alle wichtig, das zu beherrschen.
Wenn sie ein Abitur wollen - doch :-) Wenn nicht - würde ich immer noch
sagen: doch. Über die Tiefe lasse ich gerne mit mir reden. Aber ein
Schüler, der im 21. Jahrhundert nicht in der Lage ist (bzw. nicht die
Chance hatte, in der Lage zu sein) ein seinen Alltag mitbestimmendes
Gerät zumindest im Ansatz zu verstehen - finde ich problematisch.


Und da wir in der Schule wie du selbst schreibst nur allgemeine
Grundlagen legen ... ;-)

Ich schrieb Grundlagen - nicht "nur allgemeine". In allen Fächern, die
man als wichtig erachtet sollten die Grundlagen gelegt werden, auf die
man dann später im Leben/in der Ausbildung/im Studium aufbaut. Und da
ist ne solide Rechtschreiben genau so wichtig wie die Fähigkeit zu
logischem, aber eben auch algorithmischen Denken (was nicht das gleiche
ist). Und beides ist für Schülerinnen und Schüler halt durchaus manchmal
anstrengend :-)

Viele Grüße,

Thomas





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