Hallo Steffen, hallo Liste, Am 25.10.2016 um 15:11 schrieb Steffen Auer: >> Über die Tiefe lasse ich gerne mit mir reden. Aber ein Schüler, der >> > im 21. Jahrhundert nicht in der Lage ist (bzw. nicht die Chance >> > hatte, in der Lage zu sein) ein seinen Alltag mitbestimmendes Gerät >> > zumindest im Ansatz zu verstehen - finde ich problematisch.
> Sorry, aber das ist Wunschdenken. Gerne ;-) > Wir bedienen schon heute Autos, PCs, Smart-TVs und nicht zuletzt > elektronische, programmierbare Kaffemaschinen. Ja eben! Es geht hier nicht um den Ist-Zustand. Und natürlich kann ich ALLE Geräte per Trial und Error bedienen. Ich persönlich mache das manchmal ganz gern. Aber darum geht es doch eben bei Bildung - ich möchte einen Schritt weiter sein als die Affen. Und evtl. auch ein wenig weiter als der, der auch meinen Job will. Ich sage doch nicht, dass es zum überleben notwendig ist, oder man dann nie Kaffee bekommt. Aber Dein Standpunkt bedeutet doch zugespitzt: man überlebt auch ohne Schule. Jo, stimmt. Mehr oder weniger, länger oder kürzer. Aber ich sehe nicht, wieso man die Grenze ausgerechnet beim Programmieren zieht. Wenn es nicht mehr darum geht, zu "verstehen", wie die Dinge sind, dann können wir uns diesen ganzen Schulkram gerne sparen und uns wieder zu unseren Artgenossen hocken ;-) Du nennst selbst die Beispiele, die Du für wichtig erachtest, um "zu entlarven". Und ausgerechnet bei den allgegenwärtigen Maschinen gehe ich davon aus, dass die das dann schon alles soweit richtig machen oder "der gesunde Menschenverstand" ausreicht, um das wesentliche zu verstehen? Und bei Politik etc. benötige ich die mathematischen Grundprinzipien? Für mich führst Du die Informatik und Ihre (mit anderen Natur- und Geisteswissenschaften ja ohnehin eng verflochtenen) Prinzipien eng auf ein "If-Then-Else" und in den existierenden Fächern erkennst Du die wichtigen "Grundprinzipien". Ich würde dem entgegen halten, dass gerade die Digitalisierung die Gesellschaft grundlegend verändert und wir überhaupt nicht merken, dass die Art, wie Maschinen funktionieren, unseren Alltag prägt und gerade deswegen verstanden werden muss - wenn denn Verstehen das Ziel ist. Dsa setze ich allerdings für Schule grundsätzlich (unabhängig davon, WELCHE Schulform es ist). Da hilft kein Menschenverstand und da hilft auch kein naturwissenschaftliches Grundverständnis (nicht mehr, als es bei allem hilft). Sprich mal mit einem Theoretiker der Mathematik über numerische Verfahren. Was die Schulformen angeht, gibt es sicherlich große Unterschiede. Aber in der Sache sehe ich sie nach wie vor nicht. Viele Grüße, Thomas
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