WÜRDEN WIR NEIN SAGEN? zu Besuch in der HERKLOTZGASSE 21

Einladung zu einem öffentlichen Vernetzungstreffen und gemeinsamem 
Erfahrungsaustausch zu Möglichkeiten der Kulturvermittlung im interkulturellen 
Raum

04. Dezember 2008, 19:00, Herklotzgasse 21, 1150 Wien
U6 , Bus 57, Bim 6 und 18, Station: Gumpendorferstraße, stadtauswärts gegenüber 
der U-Bahn Station finden Sie die Herklotzgasse.

Aus den Erfahrungen des partizipativen Ausstellungsprojekts WÜRDEN WIR NEIN 
SAGEN? und der Verwendung der Kartenobjekte im Rahmen der Workshops zu 
interkulturellem Lernen im Rahmen des Projekts www.herklotzgasse21.at berichten:

Manfred Lindner, Vorstand der IG der Kaufleute Kirchengasse und Siebensterngasse
Alexandra Reill, Medienkünstlerin, Vorstand kanonmedia
Mirko Zech, Geschäftsführung shultz
Moderation: Michael Kofler, Geschäftsführer dieloop.at, Projektleitung 
"Herklotzgasse21"

WÜRDEN WIR NEIN SAGEN? ist ein kulturvermittelndes Projekt der Medienkünstlerin 
Alexandra Reill, das zu Polemiken rund um den Begriff Arbeit in einem Vergleich 
von NS-Propaganda und in einem Blick auf Wien heute in Kooperation mit den 
Geschäftsleuten der Kirchengasse und Siebensterngasse ein Monat lang - bis 
18.11.2008 - als partizipativ gestaltete Ausstellung im siebten Bezirk 
stattgefunden hat:

GRIECHISCHES SPEZIALITÄTENRESTAURANT ALEXIS . HOTEL ALTSTADT VIENNA . AT FIRST 
SIGHT . ELEKTRO ATZLER . BERFIN . BLUMEN SONJA SCHEIDL . CHICHO HÄNGEMATTEN . 
COLLI EXCLUSIVE SHIRTS . REISEBÜRO COLUMBUS-CONDOR . CONTINIS - ALT WIENER 
BUCH- UND GRAFIK-KABINETT . DISASTER CLOTHING . FLEUR-BLUMEN . GALERIE HOLZER . 
INTERNI TOSCANI . KARASAN . KINDERTRUHE . HERR UND FRAU KLEIN . KOSMOS THEATER 
. LOBO Y  LUNA . BRILLEN GIOVANNI . CAFE MENTONE . HAUSRAT NIESSNER . GLASEREI 
ORTNER INH. MICHAEL VLASIC . GALERIE PLANK . ATELIER POLLSIRI . BERUFSKLEIDUNG 
SCHNEPF . CAFÉ SIEBENSTERN . CAFÉ-BAR SHULTZ . SONTECH . STEMPEL HASLINGER 
SCHILDER . STEPPENWOLF . SU-RÉE SCHMUCKDESIGN . CAFFÉBAR TESTA ROSSA . VOM FASS 
. WARMUTH UND FRISEURE . ZAPATERIA .

Vergilbte Postkarten fanden sich in den Geschäftslokalen in der Kirchengasse 
und in der Siebensterngasse neben den Kassen und wurden von den 
Handelstreibenden bei jedem Kauf oder auch Gespräch an KundInnen verteilt - als 
Zeichen kritischer Stimme und Anregung zu eigener, aktiver Position, 
mitgenommen durch jede/n, der die Anregung annehmen mochte, der ein eigenes 
Zeichen kritischer Stimme für sich mitnehmen mochte. Die Kartenobjekte sind 
Erinnerungszeichen, die einen Vergleich der Argumente damals und heute 
vornehmen und diese als Zitatsammlung aus Zeitungen und TV in Bild und Wort 
aufzeigen:

Auch das Projekt HERKLOTZGASSE 21 im 15. Bezirk entsprang nicht einem 
objektiven Plan, sondern einem vagen Gefühl. Aus einigen Erzählungen von dort 
Wohnenden und Arbeitenden war dem Projektteam bekannt, dass das Haus, in dem 
das Team von dieloop.at seinen Arbeitsalltag verbringt, eine wechselvolle 
Vorgeschichte hat; dass es bis vor kurzem der Israelitischen Kultusgemeinde 
Wien gehörte und dass vor dem Krieg hier JüdInnen lebten. Sonst: keine Tafel, 
kein Dokument, keine Gewissheit. dieloop.at begann zu recherchieren und 
erkannte bald, dass die Herklotzgasse 21 ein Knotenpunkt für jüdisches Leben im 
15. Bezirk gewesen war. Es hatte darin einen jüdischen Kindergarten, den 
Turnverein Makkabi XV, eine Armenausspeisung und weitere Fürsorgevereine sowie 
ein Lokal der zionistischen Bezirkssektion gegeben. Und das Haus lag zwischen 
einer monumentalen Synagoge, dem Turnertempel, und einem orthodoxen Bethaus, 
der Storchenschul. All das war wenig erforscht und im Viertel weitgehend 
unbekannt. Auch in Form einer Ausstellung, begleitet von Workshops für 
Jugendliche, hat die loop.at die Geschichte des Viertels aufgearbeitet. Im 
Rahmen der Workshops sind die Kartenobjekte aus dem siebten Bezirk schon zu 
Besuch in der Herklotzgasse gewesen. Erinnerungsarbeit im Rahmen des Projekts 
HERKLOTZGASSE 21 ist ein komplexer gesellschaftlicher Arbeitsprozess, der durch 
die Ausstellung und alle Begleitaktivitäten über den regionalen Rahmen hinaus 
sichtbar gemacht werden und Bedeutung hat.

Aus dieser Kooperation ist nun die Idee entstanden, uns noch einmal zu 
vernetzen und uns zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch zwischen den beiden 
Projekten wie mit allen an Kulturvermittlung im interkulturellen Raum 
Interessierten zusammenzufinden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch am 4. Dezember 
in der Herklotzgasse.


Unterstützung

WÜRDEN WIR NEIN SAGEN? konnte mit der freundlichen Unterstützung der 
Kulturabteilung der Stadt Wien/Bezirksaktivitäten 1070, der IG Kaufleute 
Kirchengasse und Siebensterngasse, dem Amerlinghaus Wien, dem 
Gastronomiebetrieb Shultz und der Galerie Plank umgesetzt werden.



WWW.HERKLOTZGASSE21.AT dankt der freundlichen Unterstützung des Nationalfonds 
der Republik Österreich, des Zukunftsfonds der Republik Österreich, des Jewish 
Welcome Service, der ERSTE Stiftung, der MA 7 und des Büros Stadtrat für Kultur 
und Wissenschaft sowie der MA 13 der Stadt Wien, der Bezirksvorstehung 1150 
Wien und des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.



Pressekontakt
Alexandra Reill
kanonmedia
call: 06991 820 70 03
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Pressematerialien: http://www.kanonmedia.com/portfolio/concepts/amf.htm

Michael Kofler
dieloop.at
Herklotzgasse 21
1150 Wien
Tel.: +43-1-2367612
mailto: [EMAIL PROTECTED]
Pressematerialien: http://www.herklotzgasse21.at/seiten/presse.html

Auf Anfrage stehen Pressefotos und Sujets aus den beiden Projekten
hoch auflösend zur Verfügung.
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