In Anbetracht dessen, dass bei netznetz die Zugangshürden verschärft wurden (Anhebung Mindestprojektsumme auf 4000 Euro, Einschränkung der Anhebung der Möglichkeit der Tustees Projekte anzuheben) kann ich den Zweckoptimismus von Stefan Lutschinger nicht ganz nachvollziehen.
Netznetz ist sicher besser als eine vorwiegend parteipolitische Vergabe von Geldern durch die Gemeinde selbst. Von einem ernsthaft partizipatorischen/emanzipatorischen Projekt ist netznetz wieder ein Stück weiter entfernt. Demokratie heisst eben Herrschaft des Volkes als Ganzes und nicht bloss Herrschaft der Mehrheiten/Mächtigen/Verhaberten. Partizipation heisst eben auch, dass der/die Einzelne auch ohne Zustimmung der Machthabenden teilnehmen und teilhaben kann. Das ist bei netznetz definitiv nicht gewährleistet. Zur Demokratie gehören daher ganz besonders die Minderheitenrechte, die bei netznetz leider in letzter Zeit beschnitten worden sind bzw. nie wirklich bestanden haben. Dass Leo Findeisen sich für die Schönrederei hergibt finde ich ausgesprochen enttäuschen, ein Philosoph ist er für mich daher in keinster Weise. Früher nahmen sogenannte "Linke" für sich in Anspruch, besonder kritisch zu sein und die herrschenden Zustände zu hinterfragen. Bei netznetz zeigt es sich, dass es sich da offenbar um eine krasse Fehleinschätzung handelt. Ich bin schon gespannt, ob Leo Findeisen den Mut hat, wirklich als "Wissenschafter" zu handeln und auch eine kritische Sicht von netznetz in Berlin darzulegen. Es muss ja nicht gleich die Tabula Rasa von Wilhelm von Ockham sein ... Auf Widerstand Martin Stefan Lutschinger schrieb: > Am 29.01.2009 um 21:12 schrieb [email protected]: > > >> Leo Findeisen, Stefan Lutschinger und Lizvlx >> >> im kunstraum Bethanien in Kreuzberg. >> > > > Hi FER > und liebe NetzNetzler/inn/en, > > ich bin zwar derzeit berufsbedingt leider nur sporadisch in Wien, > stehe aber natürlich - mit Lenin gesprochen - 'allzeit bereit' um > meine freie Stimme für NetzNetz durch die Gitter der Matrix hallen zu > lassen, wenn es in diesen schwierigen Zeiten darum geht Extremisten > entgegenzutreten und unsere partizipatorische Demokratie gegen ihre > Feinde zu verteidigen. > > Herzlichen Gruß, > Stefan > > > > _______________________________________________ > netznetz.net mailing list > [email protected] > http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste > > > -- =============================== Martin Mair Krottenbachstrasse 40/9/6 A-1190 Wien Tel.: +43-1-3677487 Handy: +43-676-3548310 Mail: [email protected] Skype: mmair1 Web: www.mediaaustria.at =============================== _______________________________________________ netznetz.net mailing list [email protected] http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste
