Was tun? (Wladimir Iljitsch Uljanow alias Lenin, 1902)

> wo lebst/rezipierst du? (Leo Andreas Findeisen, 2009)

Wie geht man mit einem Protest um, der sich antihierarchisch über  
Onlineplattformen verbreitet? Und wie nützt man dieses Potenzial als  
politische Partei? Diesen Fragen wird sich die Politik in den  
kommenden Jahren widmen müssen (so die ansicht des aufgeklaerten  
journalismus).

Und netztnetz.net war nur eine versuchsanordnung der politik neben anderen.

http://netznetz.net/wiki/Der_traurige_schalter

dazu passt beispielsweise dieses posting:

Chocoholic
03.11.2009 14:51
Das haetten wohl viele gerne, aber meine lieben Herren und Damen,  
selbst diese Medien koennen und werden - genau so wie die Printmedien  
- von der Politik benutzt und missbraucht werden.... es fuehlt sich  
fuer die meisten halt so frei an, weil sie glauben, sie waeren so viel  
gscheiter als die anderen, bis sie irgendwann vielleicht drauf kommen,  
dass die anderen sie gespielt haben wie eine Fiedel. Guten Morgen.

Schon beim start von netznetz.net gab es nicht wenige von dieser art  
Guten Morgen wuensche in dieser liste.

>> ist dir schon aufgefallen, dass die aktuellen proteste der
>> studierenden von keiner "interessensvertretung" vulgo
>> vorfeldorganisation einer partei ausgegangen sind?
>
> klar, hast du meinen donnernden FB-eintrag nicht rezipiert?
> wo lebst/rezipierst du?

Interviewer: Würde für die Besetzer ein Dialog auf Facebook auch  
genügen? "Das stell ich mir schwierig vor. Die Glaubwürdigkeit von  
Politikern ist gering, es müsste klar sein, dass kein Pressesprecher  
oder gar ein ganzes Team hinter den Einträgen steht", so Luca Hammer  
(ITplus experte).

?Zu sagen, was ist, ist die erste revolutionaere Tat? (Rosa Luxenburg).

Aber wo gabs denn deine widerrede ? Leo - als Grenzfurthner,  
Friesinger & co paraflows 06 unter die losung ?zusammenarbeit mit  
politik und verwaltung? gestellt hatten? Ich betone: keine widerrede  
von dir, obwohl du inzwischen kenntnis ueber den  
begruendungszusammenhang von netznetz (das papier von 2004) hattest.

Die idiotie liegt doch quasi auf der hand: wie sollte sich denn auf  
der voraussetzung eines derart enormen machtgefaelles zwischen  
subventionsantragsteller/innen und der vergabestelle (stadtregierung)  
eine partnerschaft begruenden lassen? Dieses sogenannte  
partizipationsmodell war von anfang an eine leicht durchschaubare  
mogelpackung.

Und warum haben nicht spaetestens dann deine alarmglocken geschrillt,  
als die quartier21 verein fuer medienkultur macker grenzmurkser&fri&co  
zusammen mit den fuer netznetz zustaendigen politikerinnen bzw.  
verwaltungsbeamtinnen den plan fassten, mit juristischen mitteln und  
der inanspruchnahme von parteianwaelten einen praezedensfall fuer  
netznetz/partei-kritiker/innen zu schaffen?

Aber auch fuer dieses vorhaben, naemlich durch die klaeger  
Grenzfurthner und Friesinger einen kritiker finanziell zu ruinieren,  
waren sie zu bloed. Allein damit haben die partei und ihre lakaien  
volle kompatibilitaet unter beweis gestellt.

Von dir, kollege Leo, kam dazu kein muckser.

Ich wuerde nicht sagen: du haettest mit den woelfen geheult. Aber  
schon: mit den schafen gebloeckt.

Und solltest als kollege wissen, dass in die strukturelle kopplung von  
bewusstseins- mit kommunikationssystemen laengst die unsichtbare  
maschine computer integriert ist - und damit dem vertrauen zwischen  
den kommunikanten ein (neuer) besonderer stellenwert zukommt.

Die netznetz.net sache hat sich allein unter diesem aspekt laengst  
diskreditiert.

Jetzt braucht es auch keinen aufruf zu einer neugruendung mehr. eine  
nachrueckende generation wird die inzwischen auch optisch  
unuebersehbar ueberwutzelte neo-post-hippie-partie hinwegfegen und das  
quartier21 in seiner bestimmung als friedhof parteipolitischer  
kalkuele ? wenn ueberhaupt ? noch kurz in ihrem gedaechtnis behalten.

wie deine letzten postings zeigen, machst du doch ohnehin weiter wie  
bisher. und die ma 7/stadtregierung zieht am nasenring.

> klar, hast du meinen donnernden FB-eintrag nicht rezipiert?

Och Leo, lass doch das gedoense. So in etwa wuerden es meine freunde  
in Berlin formulieren.

cheers,
fer

Zitat von "Findeisen Andreas Leo" <[email protected]>:

> Guten Morgen, Communities,
>
> hier ( in 1070)  tippt Leo.
>
>
> <die quelle ist mir nicht entgangen - verehrter kollege!
> ...
>> aber aufgrund meines insiderwissens ueber die plaene der
>> stadtregierung seit 2004 - damals noch ohne die heute laengst
>> bekannten namen wie Grenzmurkser & co, "die partner"(!) der
>> stadtregierung, zu kennen - war die einschaetzung nicht schwer.
>
> alles schon gewusst zu haben im web 2.0 hype - viel spass!,
> du wirst ihn brauchen ...
> die stadt wien, inklusive ma7, weiss auch nicht mehr als wir.
> oder du alleine. oder ich.
>
> oder jemand, der das hier liest.
> calm down. this reality is not evading
>
>> du bist etwas spaeter dazugestossen - und naiv reingekippt.
> hm, was sagt das netznetz innerhalb von 4 sekunden zu deiner lesart?
>
> "na·ive·té or na·ïve·té  (nv-t, nä-, n-v-t, nä-)
> n.
> 1. The state or quality of being inexperienced or unsophisticated,  
> especially in being artless, credulous, or uncritical.
> 2. An artless, credulous, or uncritical statement or act."
>
> Gerne.
> I am lovin´ it.
>
>> parteipolitische kalkuele lassen sich eben nicht mit emanzipatorischen
>> anspruechen vereinbaren.
>
> die partei ist vorbei. befrei dich.
> verführe nicht die jugend ohne annährende vision.
> du lehrst an einer kunstakademie, also visionäre
>
>> aber der versuch als beweis dafuer war es doch wert
> .
> danke für die lorbeeren, doch wir arbeiten noch daran.
>
>> ist dir schon aufgefallen, dass die aktuellen proteste der
>> studierenden von keiner "interessensvertretung" vulgo
>> vorfeldorganisation einer partei ausgegangen sind?
>
> klar, hast du meinen donnernden FB-eintrag nicht rezipiert?
> wo lebst/rezipierst du?
>
>> cheers,
>> fer
>
> lets get physical, fer
>
> so long, so now
> leo
>
> ps.: an alle: in diesem mail stecken tatsächliche news, hört und lest,
> es geht um eure nahe zukunft, oder seid ihr narren
>
> Zitat von "Findeisen Andreas Leo" <[email protected]>:
>
>> sorry, habe im letzten Mail einen Link vergessen:
>>
>>> Hier die von Harald Katzmair mündlich vorgestellte Studie,
>>>  - hat jemand Lust, die betreffenden Minutentags pro
>>> erklärter graphischer Übersicht zu erstellen und
>>> hier zu posten?, Es sind etwa 10 Stück. Danke
>>
>> http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/ahs-info/pdf/fasresearch-studie.pdf
>>
>> ad: fer
>>
>> Verehrter Herr Kollege,
>>
>> der Ansatz spricht Ihnen aus dem Herzen? Wirklich?
>>
>> Na servus, m.E. hat Kollege Apprich da aus einer Handvoll theoretischer
>> Distanz- und Anschlussmöglichkeiten eine gewählt, die am schlausten klingt,
>> ohne dass er auch nur irgendeines der tatsächlichen
>> Detailprobleme, deren Zahl von mir etwa auf ein bis zwei dutzend
>> gezählt werden sollten, verstanden oder zumindest zur Kenntnis
>> genommen zu haben.
>>
>> Allerdings muss ich mir noch das Buch, in dem dieser Text erschienen
>> ist, zulegen und zu professionellen Bedingungen rezipieren.  Also:
>>
>>>>> Clemens Apprich: It's the community, stupid! Urbane
>>>>> Regierungstechniken der Selbstverwaltung.
>>>>> In: Konrad Becker/Martin Wassermair (Hg.): Phantom Kulturstadt.
>>>>> Texte zur Zukunft der Kulturpolitik II. Wien 2009.
>>
>> Diskurs von Außenstehenden geht mir schon länger ab, von daher
>> bin ich gespannt! Und ebenfalls, ob er die Studieninhalte noch abgewartet
>> hat ...
>>
>> Gschamster Diener,
>>
>> Leo
>>
>>
>> <hi -
>> <meine einschaetzung seit 2005 - und liest konzentriert den schluss auf
>>  <> http://futurezone.orf.at/stories/1629397/
>>
>> <Der Autor Clemens Apprich widmete sich in einem kürzlich erschienen
>> <Aufsatz dem Fördermodell NetzNetz. Gegenüber ORF.at sprach er von
>> <einer neuen "Regierungstechnologie, nämlich einer
>> <Gouvernementalisierung durch Community'". "Die 'selbsternannte
>> <Community' wird in einem ständigen Projektstatus gehalten, damit sich
>> <keine Strukturen herausbilden können", so der Promotionsstudent im
>> <Fach Kunst- und Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu
>> <Berlin.
>>
>> <Letztlich handle es sich um "implizite Machtprozesse, welche die neue
>> <Regierungstechnologie stützen". Das lasse sich auch an der Auswahl der
>> <Experten ablesen: Straubinger, Friesinger und Findeisen sowie Sylvia
>> <Faßl-Vogler (MA7, Vertreterin der Verwaltung), Joanna Pianka
>> <Vertreterin der NetzNetz-Koordination) und Simon Häfele (Vertreter
>> <der Netzkunst).
>>
>> <Link:
>>
>>  <    * Kunst- und Kulturbericht der Stadt Wien 2008 (PDF)
>>
>> <Für die Künstler und Kultureinrichtungen bedeutet das wohl ein
>> <weiteres Jahr in Ungewissheit darüber, wie es langfristig weitergeht.
>> <Fest steht jedenfalls, dass es keine Erhöhung des Förderbudgets geben
>> <wird. Denn wichtig sei jetzt gewesen, die Probleme der letzten Monate
>> <zu lösen, so Straubinger.
>>
>> <cheers.
>> <fer
>>
>>
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